Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 410

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879

12 lines. Read by computer on 12 September 2026. Printed page 404. See the scan on archive.org.

1nach Collin, wurde jedoch durch die materiellen Schwierigkeiten dieser Stellungen veranlasst, wiederum sein Glück in Prag zu versuchen, wo er 1744 eine Anstellung als Organist im Kloster Strahow fand; nach Verlauf von vier Jahren aber hatten seine Verdienste so allgemeine Anerkennung gefunden, dass er zum Organistendienst an der Hauptkirche berufen wurde. In dieser Stellung blieb er bis zu seinem Tode, 5. September 1791. An Compositionen hat er Präludien und Fugen für Orgel sowie neunstimmige Vespergesänge hinterlassen, welche von seinen Schülern, den Mönchen Raphael Zuber und Simon Sixta in Prag veröffentlicht worden sind.
3Wolf, Johann, Professor in Göttingen und daselbst am 26. April 1826 gestorben, ist Verfasser einer Schrift: »Kurze Geschichte des deutschen Kirchengesanges im Eichsfelde«, welche 1815 in Göttingen bei Baier erschien und unter Anderm durch den versuchten Nachweis bemerkenswerth ist, dass die meisten unter Luther's Namen bekannten Lieder ihm mit Unrecht zugeschrieben würden.
5Wolf, Johann Wolfgang, Violoncellist, ist 1704 in Anspach geboren, wo er als Kapellknabe den ersten musikalischen Unterricht hatte. Seine wissenschaftliche Ausbildung erhielt er am Kloster-Gymnasium zu Heilbronn und hier fand er auch Gelegenheit, unter Leitung eines italienischen Meisters das Violoncellspiel zu studiren. Im Jahre 1734 liess er sich vor dem Fürsten Günther von Schwarzburg-Sondershausen hören und zwar mit solchem Beifall, dass er sofort in dessen Kapelle angestellt wurde; doch musste er schon 1740 Sondershausen wieder verlassen, da mit dem Tode des Fürsten die Kapelle aufgelöst wurde, und nun wandte er sich nach Strelitz, wo er bis zu seinem Tode 1778 eine ähnliche Stellung bekleidete. Von seinen vielen Compositionen für das Violoncell und für das Campanello, ein Instrument, welches er ebenfalls mit Fertigkeit spielte, ist nichts in die Öffentlichkeit gelangt.
7Wolf, Joseph Franz, wurde am 2. Juni 1802 in Tschirnckau bei Leobschütz in Schlesien geboren und erhielt durch seinen Vater, der dort Lehrer und Organist war, von seinem zehnten Jahre an auch Unterricht in der Musik. Da er für den Lehrerberuf bestimmt war, ging er 1820 nach Breslau ins katholische Lehrerseminar und hier wirkte noch Kapellmeister Schnabel bestimmt auf ihn ein, dass er sich schliesslich ganz der Musik widmete, als er 1823 das Seminar verliess. Namentlich durch sein Clavierspiel machte er sich vortheilhaft bekannt, aber auch als Orgelspieler war er bedeutend und so wurde er 1833 zum Domorganisten erwählt und ihm auch die durch den Tod des Kapellmeisters Schnabel erledigte Stelle eines Musiklehrers an der Universität verliehen und er 1834 zum Königl. Musikdirektor ernannt. Er entwickelte von nun an eine rastlose Tätigkeit und mit solchem Erfolg für die Breslauer Musikzustände, dass sein im December 1842 erfolgter Tod allgemeine Trauer erweckte. Als Componist hatte Wolf namentlich der Kirche seine Tätigkeit zugewendet: ausser Offertorien, Vesperpsalmen, Gradualen sind noch zwei Messen und ein Te deum von ihm bekannt. Mit einer tiefen Begeisterung für die Würde und Reinheit des Kirchengesanges und mit einer seltenen künstlerischen Gewissenhaftigkeit hat er mehrere Jahre auf die Ausarbeitung eines katholischen Choralbuchs verwandt.
9Wolf, Leopold, Organist des Franciskanerklosters zu Köln, lebte um die Mitte des 18. Jahrhunderts und veröffentlichte ein Gesangbuch zum Gebrauch für die Mitglieder seines Ordens, nebst einer kurzen Abhandlung über den römischen Kirchengesang. Der Titel dieses Werkes lautet: »Musica choralis Franciscana, tripliciter divisa in Medullam cantus Gregoriani, sive ejusdem principia generalia, in cantorale tonorum communium, et la processionale romanum ordinis« (Coloniae, 1756, 12°).
11Wolf, Ludwig, Violinist, war um 1796 im Orchester zu Frankfurt a. M. angestellt und ist 1817 zu Offenbach gestorben. Als Componist für sein Instrument hat er sich durch folgende Werke einen Namen gemacht: 1) Varia-

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.