Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 411

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879

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1titionen für Violine mit Quartettbegleitung (Mainz, Schott). 2) Drei Trios für Violine, Bratsche und Cello, op. 2 (Offenbach, André). 3) Drei Duette für zwei Violinen (ebenda). 4) Drei desgl. (Augsburg, Gombart). 5) Drei Duette für Violine und Bratsche, op. 4 (Bonn, Simrock). 6) Potpourri für zwei concertirende Violinen, op. 5 (Mainz, Schott). 7) Trio für Clavier, Violine und Cello, op. 6 (Wien, Artaria).
3Wolf, M. G. A. B., Professor zu Halle, ist der Verfasser einer Dissertation, betitelt: »De canticis in Romanorum Fabulis scenicis« (Halae, in libreria Gebaueriana, 1815, 4°, 51 Seiten).
5Wolf, Martin, Componist des 16. Jahrhunderts, dessen Namen in einer, der Zwickauer Bibliothek gehörigen Sammlung weltlich vierstimmiger Lieder wiederholt vorkommt, von dessen Lebensumständen jedoch nichts bekannt ist.
7Wolf, Max, Operettencomponist, 1840 in Mähren geboren, erhielt seine musikalische Ausbildung durch Marx uud Dessoff und nahm dann seinen Aufenthalt in Wien, wo er sich durch seine gefällige Musik zu den Operetten »Die Schule der Liebe«, »Im Namen des Königs«, »Die blaue Dame«, »Rosa und Reseda«, »Die Pilger« und »Die Porträtdame« bekannt gemacht hat.
9Wolf von Wolfenau, Anton, Verfasser einer 1802 zu Leipzig erschienenen Schrift, betitelt: »Musikalische Scalen oder Vorstellung der zwölf Dur- und zwölf Molltonarten, zum Gebrauch derer, die sich der Tonkunst widmen, auch für jene, welche dieselbe nach der französischen Gamme lernen. In gegenwärtige vollständige Ordnung gebracht und mit erklärenden, auch kritischen Anmerkungen begleitet« u. s. w. (Leipzig, in Commission bei Hofmeister & Kühnel, 1802; desgl. Wien bei Haslinger). Die Lebensumstände dieses Autors sind unbekannt; Gerber hält ihn (Neues Lexicon IV. S. 607) für einen Wiener.
11Wolff, August, Chef der 1807 von Ignaz Pleyel in Paris begründeten Clavierfabrik Pleyel, Wolff & Co., ist am 3. Mai 1821 zu Paris geboren. Im Jahre 1855 an die Spitze dieser berühmten Firma berufen, sah er sich, nach den ausgezeichneten Leistungen seiner Vorgänger einer besonders schwierigen Aufgabe gegenüber. Wie der Stifter des Hauses den bedeutenden Künstler mit dem gewandten Geschäftsmann zu vereinen gewusst hatte, so auch dessen Sohn und Nachfolger Camille Pleyel, der nicht allein tüchtiger Musiker, sondern auch bei seiner Uebernahme der Leitung des Geschäftes (1824) mit allen Bedingungen desselben in Folge mehrjähriger Genossenschaft gründlich vertraut war. Schon unter ihm gelangte das Haus Pleyel, Wolff & Co. zu seiner europäischen Berühmtheit; zur Zeit seines Todes beschäftigte es vierhundert Arbeiter, fabricirte zwölf- bis fünfzehnhundert Claviere jährlich und erhielt bei fast allen von ihm beschickten Ausstellungen die ersten Preise für seine Erzeugnisse. Es bedurfte ungewöhnlicher Fähigkeiten und ungewöhnlicher Anstren- gungen, um ein derart blühendes Geschäft auf gleicher Höhe zu erhalten oder gar seine Bedeutung noch zu steigern, wie dies W., nachdem er die Leitung desselben übernommen, thatsächlich gelungen ist. Mit seinen Vorgängern hat er eine künstlerische Vergangenheit gemein, indem er mehrere Jahre am Pariser Conservatorium gründliche Clavierstudien machte und preisgekrönt entlassen wurde; dann aber warf er sich mit demselben Eifer wie sie auf die Vervollkommnung des seiner Obhut anvertrauten grossartigen Etablissements, dessen Lebensbedingungen er mit weitschauendem Künstlerblick zu erkennen und zu erfüllen wusste, wie sich andererseits seine Sorgfalt auch auf die unbedeutendsten Details des Clavierbaues erstreckte. So konnte die Zahl der vom Hause Pleyel jährlich gefertigten Instrumente bis 1878 auf das Doppelte, auf dreitausend wachsen, von denen etwa nur die Hälfte für Frankreich bestimmt sind, die übrigen aber bis in die entferntesten überseeischen Länder versandt werden. Die Zahl der von der Firma beschäftigten Arbeiter wuchs innerhalb des genannten Zeitraumes auf sechshundert, welche sich auf die beiden ausgedehnten Räumlichkeiten des Geschäfts vertheilen, die eine inmitten der Pariser Geschäftsgegend, Rue Rochechouart 22 und 24, enthaltend die Geschäftslokalitäten, die

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