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Scan 424
Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879
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1vierundzwanzig Mal mit immer gleichem Beifall gegeben. Ausserdem erschien diese Oper auf allen Theatern Deutschlands. W. wurde 1785 in Wien Kapellmeister am Hoftheater und blieb in dieser Wirksamkeit bis zu seinem am 28. September 1808 erfolgten Tod. Zu den hauptsächlichsten Compositionen gehören folgende: »Oberon, König der Elfen«, Oper, für Wien 1791 geschrieben. »Die Poststation«, Operette (Wien, 1793). »Merkur, der Heirathsstifter« (Wien, 1793). »Das Marokkanische Reich«, Operette (Wien). »Die gute Mutter« (Wien, 1794). »Die Weinlese«, Divertissement (Wien, 1794). »Musik zu Rolla’s Tod« (Wien, 1795). »Das Fest der Lazaroni«, Oper (Wien, 1795, Offenbach, Braunschweig). »Zephir und Flora«, Ballet (Wien, Artaria). »Die Fürstenfeier«, Cantate in zwei Akten (zu seiner besten gerechnet), aufgeführt zu Eisleben 1798. »Der Schreiner«, Oper (1799). »Zemire und Azor«, Ballet. Musik zum Drama »Rudolph von Felseck oder der Sturm«, ebenso zu »Siri-Brahé« und »Johanna von Montfaucon«. Symphonie, op. 1; drei Symphonien, op. 11; drei Symphonien, op. 16; eine zur Krönung Franz I., op. 19; eine »Die Jagd«, op. 25 (Offenbach, André, op. 25 auch Paris, Sieber). »Symphonie caractéristique« (Augsburg, Gombert). Drei Symphonien, op. 33, 35, 36, 37, 50, 51 und 52 (Offenbach, André). Quintette für Streichinstrumente, op. 18, Heft I, Heft II (Offenbach, André); drei op. 29; drei op. 38. Sechs Quartette, op. 10 (Offenbach, André; Paris, Janet); sechs idem, op. 15 (Offenbach, André; Paris, Sieber); sechs idem, op. 16 (Wien, Mollo; Paris, Janet & Sieber); sechs dergl., op. 30, 32; drei dergl. op. 40 (Wien, Weigl). Sechs Trios, op. 1, Heft I. II und drei dergl. Heft III (Paris, Janet & Sieber). Concert für Violoncello, op. 27 (Offenbach, André). Concert für Flöte, op. 24 (Offenbach, André). Drei Trios für zwei Flöten und Violoncello, op. 53 (Offenbach, André). Divertissement, Quartett für Piano, op. 54 (ibid.). Sonaten für Clavier, Violine und Violoncello, op. 21 und 22 (ibid.). Ungefähr fünfzig ungedruckte Werke.
3Wrbna-Freudenthal, Rudolph Graf von, geboren 1761 zu Wien, gestorben daselbst im Januar 1823, machte sich um die Musik in Böhmen sehr verdient.
5Wriesbergische Körperchen (corpora wrisbergiana) heissen die beiden keilförmigen Knorpel (cartilagines cuneiformes), auch cartilagines Wrisbergii oder corpuscula Wrisbergiana, so genannt, weil Wrisberg sie zuerst unterschied. Sie liegen, wo sie vorhanden sind, zwischen dem Deckel des Kehlkopfs und den Giesskannenknorpeln innerhalb zweier nach hinten gehenden Falten.
7Wüerst, Richard, geboren am 22. Febr. 1824 zu Berlin, widmete sich, nachdem er im October 1841 das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium mit der Reife für Prima verlassen hatte, ganz der Musik, in deren Ausübung er bereits gründliche Studien gemacht hatte. Besonders war er durch den Unterricht des Concertmeister Ries im Violinspiel so weit gefördert worden, dass er als Geiger mehrfach öffentlich auftreten konnte. Er besuchte dann als Eleve die Königl. Akademie der Künste bis er in Mendelssohn (1843) einen seiner natürlichen Begabung mehr entsprechenden Lehrer fand, den er seit jener Zeit zu seinem ausschliesslichen Vorbilde machte. Er folgte ihm nach Leipzig, nahm hier auch noch Unterricht bei Ferdinand David im Violinspiel, ohne indess die Virtuosenlaufbahn weiter zu verfolgen. 1847 kehrte er nach Berlin zurück, wo er bald eine ausgebreitete Lehrthätigkeit entwickelte, namentlich seit er den Unterricht in der Theorie an der von Kullak gegründeten »Neuen Akademie der Tonkunst« übernahm. 1852 erhielt er die goldene Medaille für Kunst, ward 1856 zum Königl. Musikdirektor, 1874 zum Professor und 1877 zum Mitglied der Akademie ernannt. Von seinen zahlreichen Compositionen sind zunächst die Opern: »Der Rothmantel«, »Vineta«, »Der Stern von Turan«, »Faublas«, »A-ing-fo-hi« und die »Officiere der Kaiserin« zu nennen, von denen sich nur »Faublas« einige Zeit auf dem Friedrich-Wilhelmstädtischen Theater zu halten vermochte. Von seinen Sinfonien gewann die zweite (op. 21) in Köln einen Preis. Weitere Verbreitung fanden
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