Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 426

Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879

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1und starb endlich 1835. Zu den gedruckten Werken gehören: »Trois sonates pour clavecin avec violon et basse«, op. 1 (Paris, 1785). »Pot-pourri pour clavecin« (Paris, Boyer). »Six romances avec accompagnement de Piano« (Paris, 1798). Die beiden oben angeführten Romanzen ebenda. Gerber giebt sie unter dem Namen Wujet als Akademikerin an.
3Wulp, Louis, van der, geboren im Haag am 19. April 1824, war Schüler der Königl. Musikschule und bildete sich zu einem talentvollen Componisten und Violoncellisten. Besonders mit seinen Kindercantaten (wie »Jezus is een Kindervriend«) hat er sich ein unverlöschliches Gedächtniss gestiftet. Er starb schon im 26. Jahre an der Schwindsucht, nachdem er längere Zeit mit segensreichem Erfolg in Gouda als Musikdirektor gewirkt hatte.
5Wunderlich, Johann Georg, berühmter Flötist, Sohn eines Hoboisten im Dienste des Markgrafen von Anspach, wurde zu Baireuth 1755 geboren. Sein Vater unterrichtete ihn im Flötenspiel und schickte ihn, da er Talent entwickelte, als er 20 Jahre alt war, nach Paris, wo er den damals berühmtesten Flötisten Rault als Lehrer erhielt. 1779 wurde W. ins Orchester der Concerts spirituels aufgenommen und trat 1782 in die Kapelle des Königs und der grossen Oper ein. Bei der Errichtung des Conservatoriums berief man ihn als Lehrer an dasselbe und er bildete in dieser Stellung viele vortreffliche Flötisten, zu denen auch Tulou gehört, welcher als solcher einen europäischen Ruf erwarb. W. trat nach dreissigjähriger Thätigkeit an der Oper von derselben zurück, übte jedoch seine Lehrthätigkeit am Conservatorium bis zu seinem Tode im Jahre 1819 aus. Gedruckt von seinen Compositionen sind: »Six duos pour deux flûtes«, liv. I (Paris, Richault). »Sonates pour flûte et basse«, op. 1 (Paris, Janet). »Six solos pour la flûte a cinq clefs«, op. 5 et 6 (Paris, Frères). »Six divertissements pour flûte solo« (Paris, Janet). »Etudes pour la flûte a cinq clefs, composées de soixante quatre exercices dans tous les tons« (ibid.). »Etudes et caprices pour la flûte« (Paris, A. Petit). »Trois grands solos idem« (Paris, Janet). »Six grands solos idem« (Paris, A. Petit). »Trois grandes sonates avec basson ou violoncelle« (ibid.). »Méthode pour la flûte« (Paris, Petit).
7Wünsch, Christian Ernst, Dr. med. zu Frankfurt a. d. Oder, später zu Leipzig, geboren zu Hohenstein 1774, starb im Anfang des 19. Jahrhunderts. Er schrieb die Dissertation: »Initia novae doctrinae natura soni etc.« (Lipsiae, 1776, in 4°, 40 S., 2 Kupfertafeln).
9Wurda, Joseph, Tenorist, geboren in Raab in Ungarn am 11. Juni 1807, erhielt in Wien von einem Italiener, Cicinnarra, gesangliche Ausbildung. Im Besitze einer schönen Tenorstimme, nahm er erst in Strelitz, dann 1839 in Hamburg Engagement an und zeigte sich namentlich vortheilhaft in den Bellini-schen Opern. Er übernahm 1847 die Direktion des Hamburger Theaters und gehörte später zu den gesuchten Gesanglehrern Hamburgs. Er hat auch Lieder componirt.
11Würfel, Wilhelm, Pianist und Componist, geboren 1791 zu Planian in Böhmen, erhielt von seiner Mutter, die sehr musikalisch war, den ersten Unterricht im Clavierspiel und zwar mit solchem Erfolge, dass er sich, als er zwölf Jahre alt war, schon mit Beifall öffentlich hören lassen konnte. In der Composition ersetzten ihm theoretische Bücher und das Studium von Partituren den Lehrmeister und in seinem fünfzehnten Jahre versuchte er sich mit einer Messe. Spätere Compositionen: Concerte, Rondos für Orchester u. A. machten ihn vortheilhaft bekannt. Auch als Clavierspieler erwarb er sich allgemeine Anerkennung, die ihm auch Chopin, der ihn bei seiner ersten Anwesenheit in Wien kennen lernte, nicht versagte. In einem seiner Briefe erwähnt Chopin dankbar die collegialische Liebenswürdigkeit Würfels und dass er sein Concert in der ihm fremden Stadt eigentlich nur mit Hülfe desselben zu Stande gebracht habe. Nach einer Kunstreise durch Böhmen, Ungarn und Polen nahm W. 1815 einen Platz als Lehrer am Conservatorium zu Warschau an, kehrte aber nach einigen Jahren, am Schlusse einer zweiten Concertreise,

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