Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon. Eine Encyklopädie der gesammten musikalischen Wissenschaften. Für gebildete aller Stände, 1879

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1machte ihn die Maatschappij tot Bevordering der Toonkunst in Holland zu ihrem Ehrenmitgliede. Seit mehreren Jahren hat Vierling jede öffentliche Thätigkeit aufgegeben. Seine Compositionen, die vollständig auf klassischem Boden stehen und dabei zugleich der modernen Weise des Empfindens und Denkens Rechnung tragen, sind zum Theil weit verbreitet, in allen musikalischen Kreisen hochgeachtet. Es sind dies Lieder für eine Singstimme: op. 2, 3, 4, 5, 7, 8, 12, 13, 15, 21, 27, 36, 48. Duette: op. 20, 45, 46. Männerchöre: op. 10, 18, 28, 32, 35, 47, 49. Gesänge für Frauenchor: op. 37, 54; für gemischten Chor: op. 1 (mit Pianofortebegleitung), op. 11, 19. Op. 32: Psalm 137 für Chor, Soli und Orchester; op. 25: Motette »Frohlocket mit Händen« für zwei Chöre a capella; op. 26, 29, 34, 38, 39, 42, 52. Clavierwerke: op. 9 Capriccio für Pianoforte und Orchester; op. 16, 17, 40, 41, 43, 44, 53; für Orgel: op. 23; für Orchester: op. 6 Ouverture zu Shakespeare's »Sturm«, op. 14 Ouverture zu »Maria Stuart«, op. 24 »Im Frühling«, Ouverture, op. 31 Ouverture zu Kleist's »Hermannschlacht«, op. 33 Sinfonie. Ausserdem sind noch veröffentlicht ein Trio für Pianoforte, Violine und Violoncello, op. 51 und die grossen chorischen Werke mit Orchester: »Hero und Leander«, op. 30 und »Der Raub der Sabinerinnen«, op. 50. Das letzte Werk namentlich hat Vierlings Namen und seine hohe künstlerische Bedeutung in den weitesten Kreisen bekannt gemacht. Eine Reihe von Städten haben es bereits unter dem lebhaftesten Beifall zur Aufführung gebracht. Sein Vater:
3Vierling, Jakob, geboren am 22. October 1796 zu Käferthal bei Mannheim, widmete sich dem Schulfache und wirkte in Frankenthal in der bairischen Rheinpfalz in den Jahren von 1818 bis 1843 als Lehrer und Organist, wurde dann als Stadtorganist und Gesanglehrer am Progymnasium nach Durlach berufen, in welchen Stellen er vortheilhaft wirkte, bis er wegen Körperschwäche 1865 sein Amt niederlegte. Seitdem lebte er in Kaiserslautern, wo er 1867 starb. Er hatte sich als Lehrer wie als Organist eines vortheilhaften Rufes zu erfreuen. Dauerndes Verdienst erwarb er sich durch die, im Auftrage des königl. Consistoriums zu Speyer unternommene Ausarbeitung des in der unirten Kirche der Pfalz noch heut gebräuchlichen Choralbuchs mit Zwischenspielen.
5Vierling, Johann Gottfried, trefflicher Organist und Componist, wurde am 25. Jan. 1759 zu Mezels, einem Dorfe bei Meiningen, geboren. Den ersten Unterricht in der Musik erhielt er vom Componisten Fischer, und machte so schnelle Fortschritte, dass er, erst 18 Jahr alt, zu dessen Stellvertreter ernannt werden konnte. Er strebte jedoch danach, seine Ausbildung noch weiter zu führen und ging deshalb nach Hamburg, um sich in die Schule Philipp Emanuel Bach's zu begeben, der ihn im Orgelspiel vornehmlich unterrichtete. Sodann ging V. nach Berlin und studirte unter Kirnberger Contrapunkt. Dann kam er nach Schmalkalden und übernahm seines ehemaligen Lehrers Platz an der Orgel. Diese Stelle füllte er bis zu seinem Tode, der am 22. November 1813 erfolgte, aus. Wohlausgerüstet mit guten Kenntnissen, wie er es durch jene vorzüglichen Lehrer war, konnte er auch von diesem bescheidenen Platze aus für Viele wirksam werden. Er schrieb und veröffentlichte eine grosse Zahl von instruktiven Orgelstücken, Präludien und Chorälen. Das erste dieser Werke war: »Choralbuch auf vier Stimmen zum Gebrauch bei dem öffentlichen und Privatgottesdienst, nebst einer Vorrede und kurzem Vorbericht mit einem Haupt- und Melodienregister herausgegeben von J. G. Vierling« (Kassel, 1789, in 4°), nebst einer kurzen Anleitung zum Generalbass u. s. w., 13 Seiten Text und 11 Seiten Notenbeispiele. Ferner sind zu nennen: »Versuch einer Anleitung zum Präludiren für Ungeübtere, mit Beispielen erläutert« (Leipzig, Breitkopf, 1794). »22 leichte Orgelstücke für ein und zwei Manuale und Pedal«, zweite Auflage (Leipzig, Breitkopf). »Sammlung leichter Orgelstücke nebst einer Anleitung zum Zwischenspielen bei dem Choral«, 1., 2., 3. und 4. Theil (ebend. bis 1794). »48 kurze und leichte Orgelstücke« (ebend. 1795). »Dreissig leichte Orgelstücke in drei Theilen« (Leipzig, Peters). »Hundert kleine Versetten für

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