Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 115

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Dudelsack; s. Sackpfeife.
2Dube, ist der alte Name einer Art Sackpfeife; s. Sackpfeife.
3Due volte, zweimal, so viel als Bis.
4Dufay (Guilielmus), im vierzehnten Jahrhundert, einer der Patriarchen der Harmonie. Suchte mit Binchois gemeinschaftlich die Regeln zum Contrapunkte. Außer einem sechsstimmigen Canon ist von seinen Werken nichts auf uns gelangt.
5Duet, Duetto, Duo. Ein Tonstück für zwei Hauptstimmen, entweder für zwei Instrumente ohne alle Begleitung (eine Gattung der Sonate), oder für zwei Singstimmen mit Instrumentalbegleitung. Eine dritte Gattung des Duetts für zwei Hörner oder Trompeten, aus kurzen und wenig ausgeführten Sägen bestehend, unterscheidet man von den größern durch den Namen Vicinien. Das Duet wurde zuerst durch Paolo Quagliati (1600) in den Kirchenmusiken und in der Oper zu Rom eingeführt, bedeutend vervollkommnet durch Landi in seinem Drama: Il santo Alessio (1634), und später durch Piccini ausgebildet, dem es seine jetzige Gestalt verbankt.
6Dulcian und Dulcino; s. Dolcian.
7Dulcken (Louise), geb. David, geboren zu Hamburg den 29. März 1811, Schülerin vom Musikdirektor C. F. G. Schwencke und später von Wilhelm Grund, der sie bis zu ihrer Verheirathung unterrichtete. Trat schon im elften Jahre als Fortepiano-Virtuosin auf. Sie ging im Jahre 1828 nach London, wurde da selbst Pianistin bei der Herzogin von Kent, und unterrichtet die zukünftige Thronerin, Prinzessin Victorine. Eine mit ausgezeichnetem Talent begabte geistreiche junge Frau. Auch ihre jüngere Schwester Therese, so wie ihr Bruder Ferdinand zeichnen sich in der Tonkunst aus; Erstere ebenfalls durch vielversprechendes Talent für das Pianoforte, Letzterer als Violinist, durch geistvolle Behandlung seines Instruments.
8Dulcan und Dulzain; s. Dolcan.
9Dolon (Fried. Ludw.), der berühmte blinde Flötenspieler, ist zu Oranienburg an der Havel den 14. August 1769 geb. Durch einen ungeschickten Augenarzt verlor er in der ersten Woche seines Lebens sein Gesicht; dennoch entwickelte sich sein musikalisches Talent so schnell, daß er schon im dreizehnten Jahre Kunstreisen mit seinem Vater antreten konnte. Wurde 1796 Kammermusikus in Petersburg. Wolke lehrte ihn die Noten mit erhobenen Lettern lesen. Auch das Clavier spielte er gut, und trug Bach's Fugen ohne Anstoß vor. Bei dem Komponiren diktierte er einem Nachschreiber ohne Beihülfe eines Instruments Alles mit der größten Genauigkeit in die Feder. In den letzten Lebensjahren reiste er nicht mehr, und lebte in Würzburg, wo er am 7. Juli 1826 starb. Er gehörte wegen seiner Fertigkeit, Reinheit, Präcision, und seines Ausdrucks, zu den ersten Virtuosen. Seine Selbstbiographie gab Wieland in 2 Bänden heraus. Zürich, 1807. (Duos, Variationen.) one of two readings
10Dolon (Fried. Ludw.), der berühmte blinde Flötenspieler, ist zu Oranienburg an der Havel den 14. August 1769 geb. Durch einen ungeschickten Augenarzt verlor er in der ersten Woche seines Lebens sein Gesicht; dennoch entwickelte sich sein musikalisches Talent so schnell, daß er schon im dreizehnten Jahre Kunstreisen mit seinem Vater antreten konnte. Wurde 1796 Kammermusikus in Petersburg. Wolke lehrte ihn die Noten mit erhobenen Lettern lesen. Auch das Clavier spielte er gut, und trug Bach's Fugen ohne Anstoß vor. Bei dem Komponiren diktirte er einem Nachschreiber ohne Beihülfe eines Instruments Alles mit der größten Genauigkeit in die Feder. In den letzten Lebensjahren reiste er nicht mehr, und lebte in Würzburg, wo er am 7. Juli 1826 starb. Er gehörte wegen seiner Fertigkeit, Reinheit, Präcision, und seines Ausdrucks, zu den ersten Virtuosen. Seine Selbstbiographie gab Wieland in 2 Bänden heraus. Zürich, 1807. (Duos, Variationen.) one of two readings
11Dulzflöte; s. Dolzflöte.
12Duni (Egidio Romoalb.), 1709 zu Matera im Neapolitanischen geboren, ein Nebenbuhler Pergolesis, machte schnelles Glück, indem er schrieb, wie es der Geschmack der Zeit verlangte; es war seine Meinung, daß das Theater große und kecke Pinselstriche verlange. Duni wandte zuerst italienische Gesangweisen auf französische Worte an, und verdrängte durch leichtere Form und melodischen Gesang Lulli's und Rameau's Musik mit ihrem ganzen schwerfälligen Opern-Apparate von der französischen Bühne. An Rameau's Neffen hatte er einen großen Verehrer. † 1775 zu Paris. (Opern: Le peintre amoureux, l'école de la jeunesse; beide auch auf deutsch. Sein Milchmädchen (la laitière) führte auch auf dem deutschen Theater beinahe zuerst die komische Oper ein.)
13Dunkel (Franz), Violinspieler, 1769 in Dresden geb., Schüler Weinlig's, Kapellist in Dresden. (Duos, Ballette, Cantaten, Lieder.)
14Duo; s. Duet.
15Duodecime, ein Intervall von zwölf Stufen, die Octave der Quinte C-g. Sie darf in der contrapunktischen Behandlung nicht mit der einfachen Quinte verwechselt werden.
16Duodecimole, eine aus zwölf Noten bestehende Figur, die nur acht von gleichem Werthe gilt. Sie wird durch eine über diese Noten gestellte 12 bezeichnet.
17Duodrama, eine Gattung des Melodrama, in welcher nur zwei handelnde Personen auftreten, deren Declamation durch charakteristische Instrumentalmusik theils unterbrochen, theils unterstützt und verstärkt wird. – J. J. Rousseau ist der Erfinder des Melodrama; sein Pygmalion erregte bei dem Schauspieler Brandes die Idee, die Gerstenberg'sche Cantate Arkadne als ein mit Musik begleitetes Drama zu bearbeiten, und Georg Benda übernahm den musikalischen Theil. Dies der Ursprung des ersten Duodrama, welches (um 1766) in Deutschland erschien und großes Aufsehen erregte.
18Duplicatio, Verdoppelung, eine in Kirchengesängen vorkommende Manier, bestehend in der Verdoppelung der vorletzten Note des Gesanges, im Falle diese höher liegt, als die Schlusnote.
19Duport (Jean Pierre, der ältere), 1741 zu Paris geb., Violoncellvirtuos, lernte sein Instrument unter Bertaud. Reiste nach England und Spanien, und starb 1818 als Oberaufseher der Kammermusik in Berlin. Lehrer Fried. Wilh. II. auf dem Violoncell. (Sonaten, Duos, Concerte.)
20Duport (Louis, der jüngere), Bruder und Schüler des Vorigen, 1749 in Paris geb., gleichfalls großer Violoncellist. † als Kammermusikus in Berlin. (Concerte.)
21Dur, Durus, Maggiore, Majeur, hart, wird diejenige der beiden Haupttonarten ge-

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