Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Grundtonart
2(franz.). Derjenige Ton, dessen diatonische Tonleiter einem Musikstücke zum Grunde gelegt und herrschend ist, und dessen Dreiklang sowohl am Anfang als am Ende des Tonstückes gehört werden muß, um demselben Einheit zu verschaffen. Im weiteren Sinne nennt man auch Grundton den tiefsten Ton eines jeden Accordes. Vergl. Hauptton.
3Grundtonart; s. Haupttonart.
4Grupetto; s. Halbzirkel u. Doppelschlag.
5Gruppo oder Groppo; s. Walze.
6Guarache. Neapolitanische (ursprünglich spanische) Tanzmelodie in abwechselndem 4/4 und 2/4 Takt und von mäßiger Bewegung. Von Luber im Ballett der Stummen von Portici ungemäss zart und graziös behandelt.
7Guarnerio (Andrea), einer der berühmtesten Geigenmacher in Italien, lebte zu Cremona in der zweiten Hälfte des siebenzehnten Jahrhunderts. Lehrmeister des Straduari.
8Guarnerio (Giuseppe), um 1700, und Guarnerio (Pietro), um 1720, gleichfalls zwei vorzügliche Geigenmacher, der erste zu Cremona, der zweite zu Mantua.
9Guarnerio (Guglielmi), berühmter Contrapunktist Italiens. Niederländer. Blühte um 1458 bis 1494, zu Ockenheim's Zeit.
10Gudok. Eine bei den gemeinen Russen gebräuchliche Violine mit drei Saiten, welche mit einem kurzen Bogen gestrichen werden. Die Melodie trägt man auf derselben nur auf der oberen Saite vor, wobei die beiden übrigen, die in die Quinte gestimmt sind, als bloße Saiten stets mit angestrichen werden.
11Gudoschnik, ein Gudokspieler.
12Gürlich (Augustin), Musikdirektor an dem Königl. Theater in Berlin; früher Organist. (Variationen, Clavierlieder.)
13Guet (franz.), die Wacht. Ein Tonstück, Marsch, oder Bicinium, das von den Trompetern bei der Wachtparade geblasen wird.
14Gugel (Jos. und Heinr.), berühmte Virtuosen auf dem Walzhorn, in Petersburg.
15Guglielmi (Pietro), zu Massa Carara geb. Seines Vaters Giacomo und Durante's Schüler. Er komponirte komische und heroische Opern, in beiden Gattungen mit gleichem Glück. Nachdem er sich längere Zeit in Wien, Madrid und London aufgehalten, kehrte er in einem Alter von ungefähr funfzig Jahren nach Neapel zurück, wo sich nun sein Talent am glänzendsten zeigte. Um diese Zeit stritten zwei große Meister um die Palme: Cimarosa und Paisiello. Jedem Werke des Letztern setzte er eins entgegen, und besiegte ihn unablässig. 1793 wurde er zum päpstlichen Kapellmeister in Rom ernannt, wo er am 19. Nov. 1804 starb. Man zählt von ihm über 200 Werke (worunter auch Kirchensachen), welche sich durch einfachen, lieblichen Gesang, klare Harmonie und Eigenthümlichkeit auszeichnen. (Opern: I Viaggiatori, Enea e Lavinia, I Fuorusciti, Pallade, Artaserse, Arsace, Rinaldo; Operetten: die bei-
16den Flüchtlinge, der verliebte Zwist, Robert und Kalliste.)
17Guglielmi (Pietro Carlo), Sohn des Vorigen, gleichfalls ein talentvoller und gefälliger Opernkomponist zu Neapel, um 1804. (Opern: Asteria e Tesco, La serva bizzarra.)
18Guhr (Fr. Heinr. Florian), Bruder des Folgenden, Cantor zu Mielitsch in Schlesien, 1791 daselbst geb. Stiftete dort einen Musikverein. (Katechismus der Singekunst.)
19Guhr (Karl Wilh. Heinr.), Kapellmeister zu Frankfurt am Main, vorher zu Cassel, am 27. Oct. 1787 zu Mielitsch geb. Ist besonders als meisterhafter Dirigent der Oper berühmt. Auch Violin- und Pianofortevirtuos. Ein Schüler Schnabel's. Er besitzt eine außerordentliche Fertigkeit im Partiturlesen, ein äußerst feines musikalisches Ohr und ein seltenes Gedächtniß, mit Hilfe dessen es ihm möglich wurde, die schwersten Concerte Paganini's auf Noten zu bringen. Dies benutzte er zur Herausgabe einer Schule des Paganinischen Violinspiels. Auch trat er 1830 in Frankreich öffentlich als Concertspieler à la Paganini auf, jedoch nicht mit Glück. (Opern: die Bestalin, König Siegmar von Rochlig.) Seine Gattin, geborene Epp, ist Sängerin an der Oper zu Frankfurt.
20Guichard (J. F.), ein fleißiger und schlagbarer Komponist, war um 1787 Abbé, Kanonikus und Altänger an Notre-Dame zu Paris. Guitarrvirtuos. Die Revolution zerrüttete sein Glück und seine Gitarre. Er mußte für's Geld schreiben, und starb 1807 in dürftigen Umständen. (Messen, Motetten, Romanzen, Arietten; Solos, Duos, Trios; Hymnen. Ueberall treffliche Melodien.) one of two readings
21Guichard (J. F.), ein fleißiger und schlagbarer Komponist, war um 1787 Abbé, Kanonikus und Altänger an Notre-Dame zu Paris. Guitarrvirtuos. Die Revolution zerrümmerte sein Glück und seine Gitarre. Er mußte für's Geld schreiben, und starb 1807 in dürftigen Umständen. (Messen, Motetten, Romanzen, Arietten; Solos, Duos, Trios; Hymnen. Ueberall treffliche Melodien.) one of two readings
22Guida (ital.), Guide (franz.), Führer.
23Guido Aretino oder Guido d'Aretzo, Benedictiner-Mönch in dem Kloster zu Pomposa, einer der berühmtesten Altväter der Musik. Erfinder der Noten, des Herachords, der harmonischen Hand, des Clavichords, und Verbesserer des Monochords; er setzte statt der Buchstaben, die nach der Strophensfolge eines lateinischen Liedes mit den Silben ut, re, mi, fa, sol, la benannten Stufen auf vier über einander gezogene Linien, um bildlich das Steigen der Töne anzudeuten (s. Solmisation). Diese Erfindungen werden ihm ausdrücklich zugeschrieben, wiewohl er sich nicht allein der eignen, sondern auch verschiedener bereits vorgefundener bediente, und aus diesem allen sein Lehrgebäude zusammentrug. Guido sah deutlicher als seine Vorgänger ein, daß Kirchensänger nicht auf dem Wege der Speculation gebildet werden mußten, sondern es hierzu einer einfachen praktischen Methode bedürfe; und er war so glücklich, eine solche zu ersinnen. Er bediente sich, bis er den Schüler zu richtiger Intonation gebracht hatte, des Monochords (das schon die alten Griechen gekannt, und welchem schon zu Guido's Zeiten ein Ton in der Liebe I' (Gamma) beigefügt worden war). Die Scala, welche nur bis

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