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Scan 220
Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840
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1Hemidiapente
2tuoz auf dem Glasspiele oder sogenannten Verrillon (s. b.).
3Hemidiapente (griech.), die verminderte Quinte.
4Hemiditonos (griech.), die kleine Terz.
5Hemiolisch wurde bei den Griechen derjenige Rhythmus genannt, der aus fünf gleichen Zeiten, oder aus zwei ungleichen Theilen (3:2) bestand, und den man in neuern Zeiten in dem 4 oder 6 Tact nachzuahmen gesucht hat. one of two readings
6Hemiolisch wurde bei den Griechen derjenige Rhythmus genannt, der aus fünf gleichen Zeiten, oder aus zwei ungleichen Theilen (3:2) bestand, und den man in neuern Zeiten in dem 4 oder 5 Tact nachzuahmen gesucht hat. one of two readings
7Hemitonium (lat.), der halbe Ton.
8Henkel (Michael), 1780 zu Fulda geb. Domorganist und Musikdirektor baselbst, ein Schüler von Bierling. (200 Orgelversetten, 7 Kirchenmelodien, 48 Orgelstücke, Te Deum; Lieder, Concerte, Solos für Cello.) one of two readings
9Henkel (Michael), 1780 zu Fulda geb. Domorganist und Musikdirektor baselbst, ein Schüler von Bierling. (200 Orgelversetzen, 7 Kirchenmelodien, 48 Orgelstücke, Te Deum; Lieder, Concerte, Solos für Cello.) one of two readings
10Henneberg (Joh. Baptist), Organist in Wien und Kapellmeister am Schikanederschen Theater, schrieb 1793 die Operette: „Die Waldmänner," die vielen Beifall fand. (Notturni, Partita militare solenne.)
11Henning (Meister), aus Hildesheim, ansangs Tischler, nachmal's einer der berühmtesten Orgelbauer, lebte um 1600, baute die Orgel zu St. Blasius zu Braunschweig und die Orgel zu St. Gotthardt zu Hildesheim. Erfand die Blasbälge in jeziger Form.
12Henning (Carl Wilh.), Violinist zu Berlin, königl. Concertmeister. (Concerte).
13Hensel (Joh. Daniel), 1757 zu Goldberg in Schlesien geb., wurde Rektor zu Strehlen in Schlesien, und errichtete später ein Institut zur Erziehung junger Frauenzimmer zu Hirschberg 1794. † 18… („Jesus," ein Oratorium; Clavierschule; Loblied auf Friedrich Wilhelm III.; „Die Geisterbeschwörung," Operette.)
14Heptachord, 1) eine Folge von sieben diaztonischen Stufen, die aus fünf ganzen und einem großen halben Tone bestehen, wie unsere Tonleiter c, d, e, f, g, a, h; 2) eine mit sieben Saiten bezogene Lyra.
15Heptachordon nannten die Griechen die große Septime.
16Herabstrich heißt der bei Behandlung der Geigeninstrumente abwärts geführte Bogenstrich, im Gegensatz des Hinaufstrichs. Beim Contrabass und Violoncello heißt er Herstrich; s. das Nähere unter Bogen und Bogenstrich.
17Herbst (Heinrich), ein vorzüglicher Orgelbauer zu Magdeburg, baute 1718 mit seinem Sohne das kostbare Werk im Dom zu Halberstadt von 74 Stimmen.
18Herbst (Joh. Andr.), 1588 zu Nürnberg geb., lebte noch 1660 als Kapellmeister zu Frankfurt; schrieb mehrere theoretische Werke, Theatrum amoris, Musica practica, Musica poetica; auch eine Generalbasslehre.
19Hering (Carl Ed.), 1807 zu Zittau geb., Sohn des Folgenden, ein junger Komponist von bedeutenden Anlagen, studierte bis 1829 in Leipzig, wurde dann Musiklehrer am Blochmann'schen Erziehungsinstitut in Dresden. Gab mehrere Heste Lieder heraus. 1833 trat er in Leipzig mit einem großen Oratorium: „Der Erlöser," gedichtet von Pröß, auf, das viel Originelles und Schönes enthält. Das Werk ist auch in Dresden mit Beifall gegeben worden. Es fehlt seinem schönen Talent wohl nur Unterstützung, um das Höchste zu leisten.
20Hering (Carl Gottlieb); am 25. October 1766 zu Schanbau geb., ging auf die Schule in Meissen und studirte dann in Leipzig Theologie und Pädagogik. Komposition lernte er unter Schicht. Wurde Hauslehrer bei Krug v. Nidda, dann 1795 Schullehrer und Organist in Oschatz, 1797 Conrektor. Er suchte die Aufgabe eines gleichzeitigen Elementarunterrichts im Clavierspiel mit mehreren Lernenden von ungleichen Fortschritten zu lösen. Zu diesem Zweck arbeitete er 20 Jahre an seiner Clavierschule. Durch diese und viele andere Erzeugnisse seiner Kenntnis und Erfahrung erwarb er sich großes Verdienst um die Methode des musikalischen Unterrichts. Später wurde er erster Lehrer an der Stadtschule in Zittau. (Clavierlieder, Magazin für Kenner und Freunde der Tonkunst, Instruktion, Variationen, Generalbassschule, praktische Violinschule, Clavierschule, Uebungstücke zu vier Händen, Gesanglehre für Volksschulen, allgemeines Choralbuch, Uebungstafeln für den Gesang, wovon das Meiste großen Beifall fand.)
21Hermann (Nicolaus), Cantor im Joachimsthal im Voigtländischen Gebirge um die Mitte des sechzehnten Jahrhunderts. Tonkünstler und Dichter, † 1561. (Dichter und Komponist von Kirchenliedern.)
22Hermannus Contractus, ein gelehrter Benediktinermönch, ansangs zu St. Gallen, dann zu Reichenau, geb. 1013, war von Kindheit an, an seinen Gliedern gelähmt, daher der Beiname; starb auf seinem Landgute Aleshusen 1054; als Musikgelehrter aus jener frühen Zeit berühmt. Er versuchte eine eigene Tonchrift ohne eigentliche Tonzeichen, indem er über dem Texte nur das Intervall anmerkt, in welches der Sänger treten solle, z. B. e für equalis; s semitonium; t tonus; ts tonus et semit.; tt duo toni vel ditonus &c. Vergl. Hucbaldus. Seine seltenen Opuscula musica und Notierung hat Gerbert im zweiten Bande seiner Scriptt. de Mus. aufgenommen. (Zweite Epoche: Guido.)
23Hermstedt (Joh. Simon), fürstl. Schwarzbg. Musikdirektor und Kapellmeister zu Sondershausen, im December 1779 zu Langensalza geb., erster Klarinetvirtuos unserer Zeit. Wurde 1800 Premier-Hoboist beim Musikchore des Clemens'schen Regiments. Fand besonders in Dresden Gelegenheit sich zu bilden. 1810 erhielt er den Ruf nach Sondershausen. Machte viele Kunstreisen und ließ sich öfters bei Musikfesten hören. Er blies zuerst sein Instrument aus allen Tönen. Sein Vortrag ist ergreifend und von einem ganz besonderen Reiz zur Begleitung einer Singstimme am Pianoforte. (Harmonie-Musiken; Arrangements mehrerer one of two readings
24Hermstedt (Joh. Simon), fürstl. Schwarzbg. Musikdirektor und Kapellmeister zu Sondershausen, im December 1779 zu Langensalza geb., erster Klarinetvirtuos unserer Zeit. Wurde 1800 Premier-Hoboist beim Musikchore des Clemens'schen Regiments. Fand besonders in Dresden Gelegenheit sich zu bilden. 1810 erhielt er den Ruf nach Sondershausen. Machte viele Kunstreisen und ließ sich öfters bei Musikfesten hören. Er blies zuerst sein Instrument aus allen Länen. Sein Vortrag ist ergreifend und von einem ganz besonderen Reiz zur Begleitung einer Singstimme am Pianoforte. (Harmonie-Musiken; Arrangements mehrerer one of two readings
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