Books › Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840 › scan 234
Scan 234
Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840
53 lines. Read by computer on 15 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 0. See the scan on archive.org.
1mente, welche täglich angetimmt werden; die erste, Lobgesang des Zacharias, Luc. Kap. 1, B. 68—79, zur Frühmette; die zweite, Magnificat oder Lobgesang der Jungfrau Maria, Luc. Kap. 1, B. 46—53, zur Vesper; die dritte, Lobgesang Simeons, Luc. Kap. 2, B. 29—32, zur Complete, d. h. zum Schluss des täglichen Gottesdienstes. Interessantes über die musikalische Feier findet man in Augusti's Archäologie und G. Mohnike's hymnologischen Forschungen. S. auch den 130sten der kritischen Briefe über die Tonkunst.
3Hymnus Ambrosianus, der Ambrosianische Lobgesang (s. d.).
5Hypate (griech.), die tiefste Saite der Tetrachorde Hypaton und Meson, im ersten H, im zweiten e.
7Hypatoides (griech.), allgemeiner Name der tiefen Töne des griechischen Tonsystems.
9Hypaton, das tiefste Tetrachord der Griechen.
11Hyper (griech.), über, oben, Hypo, unten, brunter; diese Partikeln werden gebraucht zur Unterscheidung der aufwärts und abwärts gezählten Intervalle, z. B. Hyperditonos die Oberterz, Hypoditonos die Unterterz etc. So auch bezeichnet man mit denselben in dem griechischen Tonsysteme zweierlei Arten des Gebrauchs einer und derselben Tonart, nämlich von ihrer Oberquarte bis zu deren Octave, und von ihrer Unterquarte bis zu deren Octave. Die ursprüngliche (authentische) dorische Tonart z. B. besteht aus den Tönen d, e, f, g, a, h, e; wird nun der Umfang derselben von der Oberquarte des Grundtones bestimmt, d. h. bewegt sich der Gesang innerhalb der Oberquarte und ihrer Octave, also zwischen g—g, so heißt die Tonart hyperdorisch; wird dagegen die authentische Tonart in eine plagalische verwandelt, d. h. bewegt sich die Melodie innerhalb der Unterquarte und deren Octave, zwischen A—a, so heißt die Tonart hypodorisch. Dasselbe gilt für alle übrigen Tonarten; s. Tonsystem der Alten.
13Hyper-áolisch, jastisch, lybisch etc.; s. Tonsystem der Alten.
15Hyperbolaeon, das fünfte oder höchste Tetrachord im Tonsysteme der Griechen, unsern Tönen e, f, g, a entsprechend.
17Hyperbolaeon diatonos, die vorletzte Saite des höchsten Tetrachords, unser g, auch Paranete hyperbolaeon.
19Hyperdiapason, (gr.) die Oberoctave.
21Hyperdiazeuxis. Die Trennung zweier, durch das Intervall einer Octave von einander abgesonderten Tetrachorde.
23Hyperditonos, (gr.) die Oberterz.
25Hypo, unten, brunter; s. Hyper.
27Hypo-áolisch, dorisch, ionisch etc.; s. Tonsystem der Alten.
29Hypodiapason, die Unteroctave.
31Hypodiapente, die Unterquinte.
33Hypodiazeuxis, ein Quintenintervall zwischen zwei Tetrachordsaiten, die durch ein drittes Tetrachord getrennt werden, z. B. zwischen Hypate meson (unserm e) im zweiten Tetrachord, und Paramese (unserm h) im vierten Tetrachorde, zwischen welchen das dritte Tetrachord Synemmenon liegt; s. Tetrachord.
35Hypoditonos, die Unterterz.
37Hypoprolambanomenos, der tiefste der den Griechen bekannten Töne, unser großes G, das noch unter dem tiefsten Tone ihres vollständigen Tonsystems lag.
39Jachus, Jachos, ein Beiname des Bachus, als Sohn der Demeter und des Zeus, ursprünglich auch eine Bezeichnung des Festgesanges, welcher bei der Abholung des Bildes dieses Gottes aus dem Kerameikos zu Athen nach Eleusis gesungen, und in welchem Jachus eingeladen wurde, an dem Feste Theil zu nehmen, und es anzuführen.
41Jackson of Greter (William), großer Violinist in England, blühte um die Mitte des achtzehnten Jahrhunderts. Er hatte sich Geminiani's Manier ganz zu eigen gemacht. Auch fruchtbarer Komponist. (Sonaten, Quartette, Canzonetten, Pastoralduetts, Songs, Epigramms.) Ist zu unterscheiden von dem jüngern Dr. Jackson, von dem auch so manche Kompositionen vorhanden sind, als: Songs, Duets; Metamorphoses, Opera u. s. w.
43Jacobi (Michael), sehr fleißiger Liederkomponist; komponirte besonders viele Lieder von Joh. Rist. (Sonderbares Buch neuer himmlischer Lieder, Lüneb., 1651. Frommer Christen Hausmusik, und musikal. Andachten, eben-dasselbst, 1654.)
45Jacobi, Kammermusikus und Virtuos auf dem Fagott in Coburg. (Concerte.)
47Jadin (Hyacinthe), berühmter Clavierspieler und beliebter Komponist, Professor der zweiten Klasse für Pianoforte am Nationalinstitut in Paris, † 1801. (Meéreres für Gesang; Concerte, Sonaten, Leçons p. le Piano., Quartette, Violintrios.) one of two readings
48Jadin (Hyacinthe), berühmter Clavierspieler und beliebter Komponist, Professor der zweiten Klasse für Pianoforte am Nationalinstitut in Paris, † 1801. (Meßreces für Gesang; Concerte, Sonaten, Leçons p. le Piano., Quartette, Violintrios.) one of two readings
50Jadin (Louis), wurde 1802 am Nationalinstitute als Lehrer des Gesanges angestellt. Fertiger Clavierspieler und gefälliger Komponist. (Opern, Les deux lettres, les bons Voisins, le Mariage de la Veille, Ruse contre ruse u. s. w. Nocturnes, Romanzen, Claviersonaten; Concerte, Quartette.)
52Jäger (Ernst), Sohn des Nachfolgenden, Violoncellvirtuos bei der Kapelle in München, 1800 in Breslau geb.
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.