Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 235

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Jäger (Joh.), zu Schlitz in Schlesien 1748 geb., war früher Musikdirektor in Ansbach. Violoncellvirtuos.
3Jäger (Franz), um 1800 in Wien geb., war Schuhmachergeselle und erregte durch seine schöne Stimme die Aufmerksamkeit Weigl's, der ihm Gesangunterricht ertheilen liess. Er erwarb sich große Fertigkeit, versiel aber zugleich in einen süßlich-karikirten Vortrag. Seine Blüthezeit hatte er mit der Sonntag von 1824—28 am Königst. Theater in Berlin. Nach einem Aufenthalt in Stuttgart kam er nach Berlin zurück; sein Gesang hatte viel verloren. Jetzt ist er in München.
5Jägerhörner hießen vor 200 Jahren die Jagd- und Waldhörner.
7Jagemann (Karoline), Frau von Heigendorf, 1780 geb. zu Weimar, wo ihr Vater Bibliothekar war. Sie widmete sich dem Theater, wo sie mit ihrer Schönheit und ihren Talenten zu glänzen vollen Spielraum fand. Bald entstand ein vertrauliches Verhältniß zwischen ihr und dem Großherzog. Sie wurde in den Adelstand erhoben. Als Künstlerin erwarb sie sich hohen Ruhm, den sie bis in ihre späteren Jahre zu bewahren wusste. Sie war eine eben so bedeutende Sängerin, als zugleich vortreffliche Schauspielerin. Nach dem Tode des Großherzogs Karl August zog sie sich von der Bühne zurück und verliess Weimar, wo sie in viele zwistige Verhältnisse gerathen war. In den letzten Jahren lebte sie zu Berlin. — Sie ist eine Schülerin der berühmten Sängerin Mad. Beck in Mannheim, an welchem Orte sie auch zuerst die Bühne betrat.
9Jagdhautboist; s. Hautboist.
11Jagdhief; s. Hief.
13Jagdhorn, 1) s. Waldhorn; 2) versteht man unter Jagdhörner alle Hörner, mit welchen bei feierlichen Jagden Musikstücke geblasen oder den Jägern und Hunden Zeichen gegeben werden. Dazu gehören das Parforcehorn, das Waldhorn, Flügelhorn (von Messing) und das Hiefhorn (s. d.).
15Jagdmusik, eine bei großen fürstlichen Jagden durch Messinginstrumente, vorzüglich Waldhörner, von den Jagdhautboisten zu Anfang und Ende der Jagd, auch bei Fällung eines jagbaren Wildes aufgeführte Musik. Die Kompositionen zu diesem Behufe nennt man Jagdstücke; es gibt Jagdouverturen (von Mehul z. B.), Jagdsinfonien etc.
17Jambe (v. Griech.), der Springer, Schleuderer, zweitheiliger Versfuß, in welchem die kurze Silbe der langen vorangeht — —.
19Jambe de Fere (Philib.), aus Fere, lebte als Komponist zu Paris um 1561. (Marot's und Beza's Psalmen, vielstimmig.)
21Jambikon wurde ein Theil des Liedes genannt, womit diejenigen sich hören lassen mussten, die in den pythischen Spielen um den Preis stritten; s. Musikalische Wettstreite.
23Jambisch oder männlich nennt man die Cäsur, wenn das melodische Ende eines Absages mit dem harmonischen zusammenfällt [Beisp. 28 b]; trochäisch oder weiblich hingegen, wenn das melodische Ende durch Fortführung der Phrase verzögert wird [Beisp. 28 a]. Vergl. Cäsur.
25Janitsch (Joh. Gottlieb), am 19. Juni 1708 zu Schweidnitz geb., Kammermusikus in Berlin. † 1763. Stifter der ehemaligen musikal. Academie in Berlin. (Quartette, Sonaten.)
27Janitscharenmusik, türkische Musik. Die lärmende Kriegsmusik der Türken, bestehend aus einigen die Melodie führenden Blasinstrumenten und einer Menge blos den Rhythmus hervorhebender Schlaginstrumente, als große Trommel und halber Mond, Becken, Triangel u. s. w.; wurde auch bei allen europäischen Heeren, bei dem österreichischen zuerst, eingeführt, jedoch verbunden mit einer geordneten Harmoniemusik, und so, daß sie die Stellen, welche besonders kräftig bezeichnet werden sollen, mit allen Janitschareninstrumenten hervorhebt. Die Leute, welche diese Instrumente schlagen, und keine besondere Künstler noch Kunstgelehrte zu sein brauchen, heißen Janitscharen (Jan-Gitschery, welches auf turkomanisch bedeutet neue Krieger), und waren früher gewöhnlich Mohren in türkischer Tracht. Diese Mohren, die sich in den Regimentern endlich weiss gewaschen, haben sich überall nun auch heimlich ins Theaterorchester eingeschwärzt, früher zwar unter Haydn (Sinfonie) und Mozart (Entführung) mit gehöriger Bescheidenheit und am rechten Orte, seit dem Großtürken Rossini aber auf das ungebührlichste lärmand und betäubend. one of two readings
28Janitscharenmusik, türkische Musik. Die lärmende Kriegsmusik der Türken, bestehend aus einigen die Melodie führenden Blasinstrumenten und einer Menge blos den Rhythmus hervorhebender Schlaginstrumente, als große Trommel und halber Mond, Becken, Triangel u. s. w.; wurde auch bei allen europäischen Heeren, bei dem österreichischen zuerst, eingeführt, jedoch verbunden mit einer geordneten Harmoniemusik, und so, daß sie die Stellen, welche besonders kräftig bezeichnet werden sollen, mit allen Janitschareninstrumenten hervorhebt. Die Leute, welche diese Instrumente schlagen, und keine besondere Künstler noch Kunstgelehrte zu sein brauchen, heißen Janitscharen (Jan-Gitschery, welches auf turkomanisch bedeutet neue Krieger), und waren früher gewöhnlich Mohren in türkischer Tracht. Diese Mohren, die sich in den Regimentern endlich weiss gewaschen, haben sich überall nun auch heimlich ins Theaterorchester eingeschwärzt, früher zwar unter Haydn (Sinfonie) und Mozart (Entführung) mit gehöriger Bescheidenheit und am rechten Orte, seit dem Großtürken Rossini aber auf das ungebührlichste lärmend und betäubend. one of two readings
30Janitscharentrommel; s. Trommel.
32Jannequin (Clément), ein berühmter französischer Contrapunktist, blühte um 1510; komponirte Chansons, eine Bataille zu 4 Stimmen, Inventions Musicales für 4 und 5 St.
34Jansa (C.), Kapellist und Violinvirtuos zu Wien. (Variationen.)
36Janson l'ainé (C.), wurde bei Errichtung des Nationalinstituts als einer der größten Virtuosen auf seinem Instrumente, als Professor des Violoncellos, angestellt. Gerieth aber nach Verlust seiner Stelle in Armuth. † 1803.
38Janusch (Michael), Flötenvirtuos in Prag.
40Jaraabe (spanisch, sprich Charabe), der Name eines spanischen Nationaltanzes, welcher aus zwei Theilen besteht, wovon der eine gespielt, der andere gesungen wird.
42Jarnowit; s. Giornovichi.
44Jastische Tonart, s. v. a. Ionische (s. d.).
46Jenkins (John), 1592 in Kent geb., um 1650 als Virtuos auf der Viola da Gamba und als Instrumentalkomponist in England sehr berühmt. (Theophila, or Love's Sacrifice, London, 1651. XII Sonates for 2 violins and a base etc.) Von der großen Masse seiner übrigen Werke ist nichts mehr vorhanden.
48Jeremiaden; s. Lamentationen.
50Jeu (franz.), ein Registerzug an der Orgel. Jeudanche, das Schnarrwerk, Jeudanges, one of two readings
51Jeu (franz.), ein Registerzug an der Orgel. Jeud'anche, das Schnarrwerk, Jeud'anges, one of two readings

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