Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 269

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1der halben Töne, der Klangstufen, des Komma, des Wiederholungszeichens (s. d.); 3) der Octaven und 4) zur Bezeichnung des weichen Dreiklangs oder Mollaccords.
3Klein (Bernhard), einer der ausgezeichnetsten Komponisten unserer Zeit, war 1794 zu Köln geb., und 1822 in Berlin als Lehrer des Gesanges bei der Universität und des Generalbasses bei der Orgelschule angestellt. Er schrieb das Oratorium Hiob und die Oper Dido (von Rellstab); 1828 für das Musikfest in Köln das Oratorium Jephtha, und 1830 für das Musikfest zu Halle, David; die beiden großen Eindruck machten, und starb in der Blüthe seines Lebens und Wirken am 9. Sept. 1832. (Achtstimmiges Pater noster; großes schäfts. Magnificat; Responsorien, acht Hefte Psalmen und Hymnen für Männerstimmen, Lieder.) Eine geistreiche Würdigung Klein's von Rellstab steht im 3ten Bande der N. Jtschr. f. Musik.
5Klein (Jos.), Bruder Bernhard's, unter dessen Leitung hauptsächlich er vom Jahre 1820 an seine musikalischen Studien machte; Musiklehrer in Köln, geb. daselbst 1802. (Die Oper Kalypso, Salve Regina; Clavierlieder. Aufsäge in der rhein. Flora uc.)
7Kleine Bassgeige; s. Violoncello.
9Kleine Intervalle; Secunde, Terz, Sexte, Septime; s. Intervall.
11Kleine Octave, Benennung der zweiten Octave in der deutschen Tabulatur; s. Octave.
13Kleine Tonart; s. v. a. Molltonart.
15Kleiner Dreiklang; der Mollaccord: Grundton, kleine Terz, reine Quinte. (Bsp. 40 h.)
17Kleiner ganzer Ton. Eine diatonische Stufe, die von der nächst vorhergehenden, dem großen ganzen Tone (s. d.), um ein syntonisches Komma abweicht, und im Verhältniß 1:2 erscheint, d-e, g-a.
19Kleiner halber Ton. Das kleinste Intervall im neuern Tonsysteme im Verhältnisse 1:2; es nimmt keine eigene Stufe ein, sondern wird durch Versehungszeichen bemerkt; s. Großer halber Ton.
21Kleines b, B rotundum; s. unter B.
23Kleines Kreuz; in der politischen Welt nicht selten ein Zeichen großer Erniedrigung; in der Musik hingegen stets ein Zeichen der Erhöhung.
25Kleines Limma; das bei Berechnung der Tonverhältnisse vorkommende Intervall 1 2/3, welches den Unterschied zwischen dem großen ganzen (§) und großen halben Tone (1 1/2), so wie zwischen der reinen (§) und der verminderten Quinte (4/5), zwischen der übermäßigen (4/3) und der reinen Quarte (2), zwischen dem großen halben Tone (1 1/2) und dem Diaschiëma (2 2/3) und endlich zwischen dem großen Limma (2 1/2) und der Diesis (1 2/3) ausmacht. one of two readings
26Kleines Limma; das bei Berechnung der Tonverhältnisse vorkommende Intervall 1 2/3, welches den Unterschied zwischen dem großen ganzen (§) und großen halben Tone (1 1/2), so wie zwischen der reinen (§) und der verminderten Quinte (4/5), zwischen der übermäßigen (4/3) und der reinen Quarte (2), zwischen dem großen halben Tone (1 1/2) und dem Diaschiëma (2 2/3) und endlich zwischen dem großen Limma (2 2/3) und der Diesis (1 2/3) ausmacht. one of two readings
28Kleines Wiederholungszeichen; s. u. Wiederholung.
30Kleingebäck; s. Gebäck.
32Kleinheinz (Frz. Xav.), Clavierspieler in Wien, später Musikdirektor in Pesth; geb. den 3. Juli 1772 zu Mindelheim, starb 1832. Ein feuriger Kopf, reich an Ideen, mit einem vorzüglichen Kompositionstalent begabt. (Oratorien, Messen, Opern, Sonaten, Romanzen uc.)
34Klein-Principalwerk nennt man eine solche Orgelabtheilung, deren größtes Principal nur vier- oder achtfüzig ist.
36Klengel (Aug. Alex.), Sohn des berühmten Landschaftmalers in Dresden, ist geb. daselbst 1784. 1804 bereiste er mit Clementi, der seine fernere Bildung übernahm, und Berger Deutschland, Russland, Italien und England, und brachte eine Zeitlang in London als Lehrer zu. Später kehrte er nach Dresden zurück, wo er als Organist angestellt wurde und jetzt lebt. Dieser im strengen Satz als Komponist ausgezeichnete Meister war zu seiner Zeit einer der größten Pianofortevirtuosen, von dem Clementi sagte, er selbst habe seine eigenen Kompositionen und besonders die im vielflammigen, gebundenen und fugirten Stile, nie so vollendet gespielt und spielen hören, als sie Klengel vortrug. (Concerte, Variationen, Rondo's, Tänze; Leçons faciles pour le Pste. Leçons progressives.)
38Klengel (Aug. Gottlieb), geb. zu Dresden am 7. April 1787, kam im Jahre 1798 als Alumnus auf die Kreuzschule nach Dresden, wo er seines ausgezeichneten, vom Vater (Kantor zu Stolpen in Sachsen) schon früh ausgebildeten Soprans wegen, bald als Solosänger in der Kirche, bald im Chor der italienischen Oper benutzt wurde, welches für seine spätere musikalische Ausbildung von unendlichem Vortheil war. 1808 verließ er als Präfekt die Schule, und ging zum Studium der Theologie nach Leipzig, wo er zwar am 5. Januar 1811 seine erste Predigt hielt; aber durch den Kapellmeister Weber, der ihn in den Gewandhaus-Concerten gehört hatte, kurz darauf veranlaßt wurde, sich der Bühne zu widmen, und ein Engagement als erster Tenorist in Breslau anzunehmen, wo er mit entscheidendem Weifall im März desselben Jahres als Murney aufgetreten war. Hier verheiratete er sich 1818 mit Friederike Charlotte Schaffner, verw. Kalmes, und begann eine Reise nach Wien, wo er mit der ausgezeichneten Anerkennung aufrat; 1813 wurde er in Mannheim, 1816 in München, 1817 in Leipzig und endlich 1820, nach Gerstäcker's Abgang, in Hamburg angestellt, wo er 1835 seine theatralische Laufbahn beschloß. Mit der von der Natur ihm verliehenen schönen klangvollen Stimme verband er eine treffliche Methode und einen geläuterten Geschmack. Seine Bildung und sein wohlwollendes Gemüth erwarben ihm überall Freunde, und die Kunst fördert er, noch jetzt auf das Beharrlichste durch seinen gediegenen Gesangunterricht und seine Leitung von musikalischen Vereinen.
40Klimpern, ohne Ausdruck und nur Leichtes spielen; im verächtlichen Sinne beim Clavier.
42Klingelzug; s. Galcanten-Wecker.

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