Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 288

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1„Paul et Virginie“, „La mort d’Adam“, „Les Bardes“ u. s. w.)
2Lettner (F. X.), frei resignirter Pfarrer und Decan in Boburg, ein um die Kunst verdienter Mann und gründlicher Komponist. 1803 erschienen von ihm zwei von Gennefelder, dem Erfinder des Steindrucks, bei dem Entstehen dieser Erfindung lithographirte deutsche Messen, die mit Beifall aufgenommen wurden. (2 Oratorien, Offertorien, geistliche Lieder u. s. w. in Manuscript.) one of two readings
3Lettner (F. X.), frei resignirter Pfarrer und Decan in Bobburg, ein um die Kunst verdienter Mann und gründlicher Komponist. 1803 erschienen von ihm zwei von Gennefelder, dem Erfinder des Steindrucks, bei dem Entstehen dieser Erfindung lithographirte deutsche Messen, die mit Beifall aufgenommen wurden. (2 Oratorien, Offertorien, geistliche Lieder u. s. w. in Manuscript.) one of two readings
4Levassieur (Joh. Heinr.), der jüngere, um 1778 in Paris geb., erster Violoncellist bei der großen Oper und Professor am Conservatoire; ein ausgezeichneter Künstler. (Sonaten und Uebungstücke für Cello; Méthode de Piano; Fantasien, Rondo’s &c.) one of two readings
5Levassieur (Joh. Heinr.), der jüngere, um 1778 in Paris geb., erster Violoncellist bei der großen Oper und Professor am Conservatoire; ein ausgezeichneter Künstler. (Sonaten und Übungstücke für Cello; Méthode de Piano; Fantasien, Rondo’s &c.) one of two readings
6Levé, Aufschlag; Frappé, Niederschlag.
7Leviten, die Glieder des Stammes Levi, waren nach Gesetz und Ordnung diejenigen, welche den musikalischen Tempeldienst bei den Hebräern zu verrichten hatten, und die einzigen, die es durften. Das gesetzliche Alter war von 25 bis 50 Jahr.
8Lewy (Edu. Const.), am 3. März 1796 zu St. Avolte geb., im Pariser Conservatoire gebilbet; am Hofoperorchester in Wien als Solospiele angestellt; seit 1834 Professor am W. Conservat. Durch eminente Virtuosität und seelenvollen Vortrag berühmt.
9Lewy (Jos. Rud.), dessen jüngerer Bruder, Musikdirektor und ausgezeichneter Hornvirtuos.
10Libitum; s. Ad libitum.
11Libretto (it.), Büchlein, so viel als Operntext, Textbuch. Auch in Frankreich ist dieser italienische Ausdruck gebräuchlich.
12Lichanos; s. Tetrachord.
13Lichtenstein (Ludw. Freiherr von), 1798 bis 1800 Intendant des Theaters zu Dessau, später in Wien, 1805 Regisseur der königl. großen Oper zu Berlin, wo er sich besonders mit Uebersetzung fremder Operntexte beschäftigte; zu Lahn im Untermainkreise geb.; trat als Dichter, Komponist, Sänger und Virtuos auf. In Dessau machte er sich sehr um die Oper verdient. (Die Opern: Bathmendi, die steinerne Braut, Knall und Fall, Mitgefühl, Ende gut, Alles gut &c.)
14Lie (franz.); s. Legato. gebunden.
15Liebau (Friedr. Wilh.), 1802 zu Wickerode geb., ein Schüler Hummel’s, Organist in Quedlinburg. (Cantaten; der 96ste und 146ste Psalm; „das Fest der Musik“ mehrst. Gesänge; Sonaten, Quartette &c.)
16Liebesgeige; s. Viola d’Amore.
17Lieblosend, Accarezzevole.
18Lieblich, Amabile; sanft, dolce, con dolcezza; anmutig, soave.
19Lieblich (Orgel), eine Bezeichnung der Orgelstimmen von zartem Charakter.
20Lieblich-Gedacht; s. Bordun.
21Liebreich, amorevole.
22Lied, Chant, Chanson, Romance (frz.). Die Poesie ist erhöhte Rede, mithin schon auf dem Wege zur Musik. Das Lied ist eine der lyrischen Form angehörende Dichtungsart, deren Charakter auf der Darstellung nur eines Gefühls beruht, welches die Seele bewegt hat. Das subjectiv wahrgenommene Gefühl wird in der ästhetischen Form objectivisirt, und wirkt daher unmittelbar wieder auf das Gefühl und nur mittelbar auf das Vorstellungsvermögen. Der Ton des Liedes wird angeregt durch die Beziehung des Gefühls auf ein ersehntes Gut, oder ein Gut, dessen Besitz und Genuss man feiert, oder das der Fantasie überhaupt lebhaft vorschwebt. In der Form muß es sich auch für den Gesang eignen durch die gleichmäßige Abtheilung in gleichgerhythmerte Strophen. Einförmigkeit in Beobachtung der Abschnitte, geringe Verschlingung der Zeit, Vollendung des Gedankens mit jeder Strophe, leichtes, fließendes Silbenmaß, Gedrängtheit und Wohlklang des Rhythmus, Gesang und Wechsel des Reims und schließlich Rundung und Beugsamkeit des ganzen Gedichts werden hier verangt. Man teilt das Lied in das geistliche, welches zur Erweckung religiöser Gefühle bestimmt ist, und das profane, welches die Darstellung eines bestimmten, durch die Zustände und Vorgänge des wirklichen Lebens, oder durch die Erscheinungen in der Natur angeregten Gefühls ist. Erstere Gattung wurde von Männern, die durch Innigkeit und Liebe des Gefühls ausgezeichnet waren, mit besonderem Fleiß bearbeitet; unter ihnen ragen hervor: Simon Dach, Flemming, Gerhard, Gellert, Klopstock, Cramer, Lavater, Novalis u. &c. Letztere Gattung zerspaltet in so viel Arten, als Zustände, Vorgänge und Naturerscheinungen vielfach aufregen können. So gibt es Wiegentieder, Kinderlieder, Schullieder, Liebeslieder, Trinklieder, Kriegslieder, Volkslieder u. s. w. Als Liederdichter zeichneten sich aus, nächst Goethe, Gleim, Weise, Höltz, Gotter, Bürger, Fouque, Arndt, Schenkendorf, Körner, Fr. Rückert, Witz. Müller, H. Heine u. &c. Schade daß bei so überwiegendem lyrischen Talent letzterer nicht in der Form mehr Rücksicht auf musikalische Komposition genommen.
23„Das Lied“, sagt Jean Paul, „ist ein Schmerz, der sich von der Brust löstösen will, eine fliegende Lust, die über das Herz hinschlägt, und seine Saiten unwillkürlich zittern und klingen macht.“ Von dem tiefen Sinn des Liedes angeregt, also, muß der Komponist alle Momente des Affectes wie in einem Brennpunkt auffassen, aus dem die Melodie hervorstrahlt, deren Töne dann das Symbol aller der verschiedenen Momente des inneren Affectes sind, die des Dichters Wort in sich trägt. Daher ist es, um ein gutes Lied zu komponiren, unerläßlich, daß der Komponist nicht sowohl den Sinn des Liedes tief auffasse, als vielmehr selbst Dichter des Liebes werde. Der Funke, der im Innern des Dichters das Lied entzündete, muß, wie mit erneuter Kraft, im Innern des Komponisten ausglühen, und mit dem Worte zugleich den Ton wecken, der in der Seele des Musikers

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