Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 341

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Narrante
2Narrante (ital.), erzählend.
3Narrwerke, Benennung, die zuweilen vorkommt für Schnarrwerke.
4Nasat (Orgelsp.); s. Gemshorn.
5Nasenton, derselbe entsteht nach Naumburg, wenn der aus der Lufröhre strömende Atem, durch den frei schwebenden Gaumenvorhang getheilt, zugleich durch Mund und Nase getrieben wird und sich in letzterer versängt.
6Nass (Franz), ausgezeichneter Violinvirtuos zu Breslau, geb. 1791 zu Johannisberg. Ein Schüler Spohr's.
7Nationalmusik, nennt man jede einem Volke eigenthümliche, den Charakter, den Geschmack und die Sitte derselben vorzüglich ausprechende Musik; dahin gehören Gesänge, Lieder und Tanzmelodien.
8Natorp (Bern. Christ. Ludw.), Doctor der Theologie, Ritter des roten Adlerordens und Oberconsistorialrat zu Münster, am 12. Nov. 1774 zu Werden an der Ruhr geb., ein um das Schulwesen und den Kirchengesang vielverdienter Mann. (Melodieenbuch; Choralbuch; Lehrbuch der Singekunst &c.)
9Natorp (Imp. und Mar.); s. Sessi.
10Natürlich; s. v. a. Leitereigen (s. d.).
11Natürliche Intervalle, frz. tons naturels, engl. natural notes; nennt man diejenigen Töne oder Intervalle, welche in der Tonleiter, aus der man spielt, enthalten sind. Die Intervalle hingegen, welche nicht in der Tonleiter liegen, sondern durch ein Verseungszeichen erst unmittelbar vor der Note bezeichnet werden, pflegt man zufällige oder künstliche zu nennen. Erstere nennt man jetzt passender leitereigne, letztere leiterfremde (s. d.). one of two readings
12Natürliche Intervalle, frz. tons naturels, engl. natural notes; nennt man diejenigen Töne oder Intervalle, welche in der Tonleiter, aus der man spielt, enthalten sind. Die Intervalle hingegen, welche nicht in der Tonleiter liegen, sondern durch ein Verseungszeichen erst unmittelbar vor der Note bezeichnet werden, pflegt man zufällige oder künstliche zu nennen. Erstere nennt man jeßt passender leitereigne, letztere leiterfremde (s. d.). one of two readings
13Natürliche Stimme; s. Bruststimme.
14Natürliche Töne; s. nat. Intervalle.
15Natürliche Tonleiter; s. Normaltonl.
16Naue (Dr. Joh. Friedr.), Universitäts-Musikdirektor in Halle, geb. daselbst am 17. Nov. 1787. Bekannt durch seine musikalische Agenda, und als Stifter des thüringisch-sächsischen Musik-Vereins. Ein tüchtiger Theoretiker und Antiquar. 1829 unternahm er das große von Spontini geleitete Musikfest zu Halle, welches ihn um einen großen Theil seines Vermögens und um seine bedeutende Sammlung alter Musikwerke brachte, welche der König ankaufte. (Religiöse Musikstücke, Choralbuch &c.) one of two readings
17Naue (Dr. Joh. Friedr.), Universitäts-Musikdirektor in Halle, geb. daselbst am 17. Nov. 1787. Bekannt durch seine musikalische Agenda, und als Stifter des thüringisch-sächsischen Musik-Bereins. Ein tüchtiger Theoretiker und Antiquar. 1829 unternahm er das große von Spontini geleitete Musikfest zu Halle, welches ihn um einen großen Theil seines Vermögens und um seine bedeutende Sammlung alter Musikwerke brachte, welche der König ankaufte. (Religiöse Musikstücke, Choralbuch &c.) one of two readings
18Nauenburg (Gustav), am 20. Mai 1803 zu Halle geb., studirte anfangs Theologie und widmete sich später der Tonkunst. Ein ausgezeichneter Sänger, Lehrer und kritischer Schriftsteller, Mitarbeiter am Univ. Lex. d. Tonk. (Viele Aufsätze in d. versch. musikal. Zeitungen.)
19Raumann (Joh. Gottlieb oder Amadeus), 1741 zu Blasewitz bei Dresden geb., zu seiner Zeit einer der bedeutendsten deutschen Komponisten. Sein Vater war ein armer Landmann. Als neunjähriger Knabe kam er zufällig in die katholische Kirche zu Dresden, wo er von der Musik so ergriffen wurde, daß er mit einemmal wie verwandelt erschien. Trotz dem Verbot seiner Eltern besuchte er nun jeden Sonn- und Festtag die kathol. Kirche. Sein Drang nach der Musik stieg immer höher. Doch sollte er durchaus ein Schlosser werden, und ward auch wirklich in Dresden in die Lehre gethan. In Verzweiflung lief er davon. Nun mußte er das Vieh hütten, was er gern that, weil er Abends Klavier spielen konnte. Ein schwedischer Kapellist nahm den 15-jährigen Knaben mit nach Italien; er aber mußte bei seinem Herrn die niedrigsten Dienste verrichten, oft Mangel leiden und zu Füße seinen Herrn nach Italien begleiten. Endlich nahm ihn Tartini unter seine Schüler auf, und brachte ihn als Violinlehrer in den Dienst eines humaneren Herrn, der ihn 1761 nach Rom, und darauf nach Neapel führte, wo sich Raumann, durch die herrliche Oper begeistert, dem Studium der Theatermusik ergab. In Bologna erhielt er Unterricht von dem berühmten Pater Martini und von Hasse. Dann ließ er sich in Venedig nieder, und machte daselbst durch die Komposition einer Opera buffa, die zwanzigmal wiederholt wurde, großes Glück. Nachdem er sich acht Jahre in Italien aufgehalten, wurde er 1765 als kurfürstl. Kirchenkomponist nach Dresden berufen mit 220 Rthlr. Gehalt. Nach seiner Rückkehr von einer dritten Reise nach Italien, wo seine Opern mit großem Beifall zur Aufführung kamen, wurde er von Friedrich II. als Kapellmeister nach Berlin berufen. Doch blieb er in Dresden, wo er von 1786 an einen Gehalt von 2000 Rthlr. erhielt. Im Jahre 1780 ging er nach Stockholm und komponierte sein berühmtestes Werk, die Oper „Cora“ für die dortige Bühne, die neben Gluck's und Piccini's Werken den größten Beifall fand. Häufige Besuche stattete er dem Berliner Hofe ab, wo er bei'm Einstudiren seiner Opern die Leitung des Orchesters übernahm; bei einer solchen Gelegenheit ereignete es sich, daß er, hingerissen, den Bassen, wo der König (Fr. Wilh. II.) selbst mitspielte, heftig zurief: „Feuer! mehr preußisches Feuer, Ihr Majestät! Ich höre die Basse nicht!“ Raumann starb in seiner Sommerwohnung in Blasewitz am 23. Oct. 1801, nachdem er zwei Tage zuvor auf einem Spaziergange im sog. großen Garten vom Schlag gerührt worden war, wo Vorübergehende, als er sich nicht aufrichten konnte und fortzukriechen versuchte, ihn für einen Betrunkenen hielten und die Nacht über hülfslos liegen ließen. Seine hinterlassenen Söhne sind beide Professoren, der älteste (K. Fr.) zu Freiberg, der jüngere (M. E. Ad.) zu Bonn. (Viele Opern, z. B. Achille in Sciro; Elisa, Tutto per amore, Armida, Amphion, Orpheus u. s. w.; Kirchenkompositionen, unter welchen sein „Vater Unser“ oben an steht.)
20Nazard (Orgelstimme); s. v. a. Nasat.
21Reabhim, ein Saiteninstrument der Hebräer.
22Neapolitanische Schule. Derselben war es vorbehalten, der Musik, wie sie sich bis dahin, namentlich unter Scarlatti's Einfluß,

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