Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Romeka, ein Nationaltanz der Osmanen und Neugriechen, bei welchem die Tänzenden um eine Person im Kreise eine Schlangenlinie herumtanzen; diese hält ein Schnupftuch in der Hand und wirft es vor die Füße einer Tänzerin, welche es aufhebt und gegen einen Tänzer eben so verfährt. Auch Romaika.
2Römische Saiten; s. Darmseiten.
3Römische Schule, ein berühmtes Institut, aus welchem die ausgezeichnetsten Männer hervorgingen, war die erste zu Rom von Guido di S. Schulern, nämlich Gio. Mar. Nannini und Palestrina (s. d.) gemeinschaftlich um 1571 errichtete Bildungsanstalt.
4Ron (Martin de), 1790 in Stockholm geb., seines Standes Kaufmann, aber ein eifriger Musikfreund und in der Tonkunst gründlich gebildeter Dilettant, ausgezeichnet durch sein Kompositionstalent und mehr noch durch seine große Fertigkeit auf dem Fagott und andern Instrumenten. Starb zu Lissabon am 20. Febr. 1718.
5Rong (Wilh.), Kammermusikus in Berlin, Komponist. (Alma und Selmar; viele Märsche, Tänze u. c.; Hymnus zur Rückkehr der Freiwilligen; Elementarlehre des Clavierspiels; Modulationstabellen u. c.)
6Ronconi (Domenico), am 11. Juni 1772 zu Lendinara geb., früher als Sänger, jetzt als Gesanglehrer ausgezeichnet; lebt in Mailand; von 1819—29 in München bei der italienischen Oper. — Sein Sohn
7Ronconi (F.), ist Gesanglehrer in Würzburg.
8Rondino (Dimin. von Rondo), ein Rondo von geringem Umfange.
9Rondo, Rondeau (Ringelstück); ein Tonstück, dessen meist gefälliges Hauptthema mehrmals in gewissen Absägen wiederkehrt; es erscheint theils für sich bestehend, theils auch als brillanter Schlussatz von Sonaten und Concerten; s. Form d. Musikstücke. Es hat seinen Namen von jener Gattung veralteter Geschichte, in deren charakteristischer Form es liegt, daß sich die Anfangsworte, den Hauptgedanken enthaltend, nach bestimmten Regeln wiederholen und den Schluss bilden. Piccini war der erste, der diese Form auf die Musik übertrug. Garti schrieb das erste Rondo mit zwei abweichenden Tempi.
10Rondoletto (Dimin.), s. v. a. kleines Rondo; gleichbedeutend mit Rondino.
11Ronneberger (…), Violinvirtuos und Kammermusikus zu Berlin.
12Ronzi de Begnis (Giuseppina), Prima Donna am Theater zu Neapel.
13Rore (Cyprian de), Schüler des großen Willaert, ein gepriesener Sänger und vorzüglicher Contrapunktist, 1516 zu Mecheln geb., erst Kapellmeister bei dem Herzog von Ferrara, 1563 am Dom zu Venedig, 1565 zu Parma. † 1565. (Madrigale, Motett., Missen, Psalme.)
14Rosa (Salvator), der berühmte Maler und Kupferstecher, war auch Dichter und Musiker, sang und spielte auch mehrere Instrumente. Geb. 1615 zu Renella, † 1673 zu Rom.
15Rosalte (Schusterfleck, Better Michel) nennt man die unmittelbare Transposition eines kurzen melodischen Satzes auf eine höhere oder tiefer Stufe, in mehrmaliger Wiederholung. Die Weise der Alten, meist mit Septimengängen zu moduliren, mußte die Rosalien erzeugen. Damals war das Ohr noch unverwöhnt genug, eben den Satz in einem andern Tone anhören zu können, den er bereits im Grundtone gehört hatte. Man hört's unsren Volksliedern an, daß Rosalien sogar für Schönheiten gehalten wurden; und wirklich singt das Volk eben sie noch jetzt mit besonderer Vorliebe und Freude, wie z. B. im „Better Michel," der mit einer beginnt, und dieser Kunstform daher auch seinen Namen als Stempel aufgedrückt hat. Auch den Namen Schusterfleck hat sie erhalten, wegen der Geistesarmuth, welche ihre häusige Anwendung verrath. Ihren ursprünglichen Namen aber erhielt sie von einem alten italienischen Liede: Rosalia mia cara, welches den absonderlichen Vorzug genoß, daß es aus fast nichts als solchen aneinander gereihten Transpositionen bestand. Die alten Glockenspiele auf den Kirchtürmen lassen sich's noch jetzt hie und da sauer werden, um diese beliebten kleinen Tonweisen vor dem Untergange zu retten, z. B. in Hamburg. Vergl. Reverenz.
16Rose, an Lauteninstrumenten, s. v. a. Schallloch.
17Rose (Joh. Dav.), Musikdirektor in Quedlinburg, am 30. Juli 1784 daselbst geb., Violin- und Klarinettvirtuos.
18Rose (Joh. Heinr. Victor), geb. den 7. Dec. 1744 zu Quedlinburg; Musikdirektor und Organist, † am 9. Mai 1820 daselbst. (Choralbuch; Kompositionen für Violoncell; Clavier- und Kirchenstücke.)
19Rosenbaum (Therese), Tochter des Hofkapellmeisters F. L. Gassmann (s. d.); Hofopernsängerin zn Wien; geb. daselbst am 1. April 1774. Eine Schülerin Salieri's.
20Rosenhain (Jacob), ausgezeichneter Claviervirtuos, Schüler Jacob Schmitt's, wurde am 2. Dec. 1813 zu Mannheim geb., genoß durch die Fürsorge des Fürsten von Fürstenberg zwei Jahre lang Kalliwoda's Unterricht, und bildete sich später unter Snyder von Wartensee in der Komposition aus. Ein talentvoller Künstler, der schon in frühester Jugend bedeutende Anlagen verrieth. Ließ sich 1828 in Frankfurt a. M. nieder. (Operette: „Der Besuch im Irrenhause;" Concertino für Pfe. mit Orch.; 2 Concertante mit Lafont; Lieder u. c.)
21Rosenmüller (Joh.), aus Sachsen gebürtig, 1647 Lehrer an der Thomasschule in Leipzig, ward 1655 wegen eines unnatürlichen Easters in's Gefängniß gesetzt, woraus er entsprang und nach Hamburg entsloß. Von dort her sandte er eine Supplik an den Kurfürsten nach Dresden, welcher er die von ihm komponierte schöne Melodie: „Straf' mich nicht in deinem Zorn" beigelegt hatte, die noch jetzt gesungen wird. Da er jedoch keine Verzeihung

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