Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 422

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Schlimme Tactzeit; s. v. a. schlechte (s. b.).
2Schlittage- ob. Fasching- Walzer sind gewöhnlich Walzer oder Tänze, welche für die Carnevalszeit gesetzt werden. Zur Begleitung dienen, wie bei den Straußischen, oftmals Glockenspiel, Schellengerassel, Umbos, Thurmuhr, Posthorn, Triangel u. a. Schnurrpfeifereien.
3Schlözer (Carl von), russischer Consul zu Lübeck, Schüler Forkel's, trefflicher Clavierspieler und beliebter Komponist; ein Sohn des berühmten Historikers in Göttingen, woselbst er 1772 geboren wurde. (Fantasien, Rondo's, Variationen, Oden von Klopstock &c.)
4Schlotter, Kammermusikus und erster Flötist zu Dessau.
5Schluchzen, der Fehler einer Orgel, wenn der zu den Pfeifen strömende Wind bisweilen matter und der Ton dabei schwankend wird.
6Schlüssel, 1) nennt man das zur Stimmung der Harfe gebräuchliche Werkzeug.
7Schlüssel, 2) bei Blasinstrumenten der an der Klappe befindliche Stil, auf welchen man mit dem Finger drückt, wenn sich dieselben öffnen oder schließen sollen.
8Schlüssel, 3) der Drahtstift in dem Stöpsel gedackter hölzerner Orgelpfeifen, woran der Stöpsel in die Höhe gezogen ob. niedergestossen wird, um der Pfeife einen höhern oder tiefern Ton zu geben.
9Schlüssel, 4) oder Notenschlüssel, ital. Chiave, frz. Clé, engl. Key, nennt man das Zeichen, welches am Anfange des Liniensystems anzeigt, mit welchem Tone des Notenplans [Beisp. 115] die Tonleiter beginnen soll. Bei den früheren Notationsversuchen wurde jedem einzelnen Zwischenraum, später jeder Linie der Name ihres Tons vorangesezt [Beisp. 112 a], bis man durch Erfahrung gewißigt, endlich die Bezeichnung auf eine einzige Linie beschränkte, von der aus die übrigen Töne leicht abzuzählen waren. Von diesen verschobenen Zeichen sind nur drei geblieben, die den Namen Schlüssel erhalten haben: 1) der F-Schlüssel, auf der sechsten Linie des allgemeinen Notenplans, den Sitz des kleinen f bestimmd, für den Baß; 2) der C-Schlüssel auf der achtten oder eingestr. c-Linie für Tenor und Alt, und 3) der Violin- oder G-Schlüssel auf der zehnten oder eingestr. g-Linie für Discant [Beisp. 115]. Somit wurden durch diese drei Zeichen diejenigen Abtheilungen des Notenplans als Liniensysteme bezeichnet, welche den ungefähren Umfang einer jeden Stimme enthielt und nötigenfalls durch sog. Hülfslinien aufwärts und abwärts erweitert werden konnten, und es kam der Baßschlüssel auf der vierten, der Tenorschlüssel auf der vierten, der Altenschlüssel auf der dritten, der Violinschlüssel auf der zweiten Linie der respect. Systeme zu stehen [Bsp. 116]. Der eigentliche Discant- auch Clavier- schlüssel ist der c-Schlüssel auf der ersten Linie. Diese Zeichen wurden früher auch auf verschiedenen Linien gebraucht, und Beisp. 119 zeigt die Veränderung einer und derselben Note durch Umsetzung der Schlüssel, wie umgekehrt die veränderte Stellung der Note zur Bezeichnung eines und derselben Tones (des eingestr. c) nach den verschiedenen Schlüsseln aus Bsp. 120 zu ersehen ist. (S. auch Tafel I.)
10Schlüsselventil; s. Ventil.
11Schlumperlieb; s. v. a. Gassenhauer.
12Schluss (sine) } s. v. a. Cadenz.
13Schlussfall } s. v. a. Cadenz.
14Schlussfermate; s. Fermate.
15Schlussgesang; das letzte Gesangstück einer Operette, anstatt des zweiten Finales, besteht gewöhnlich aus einem Chorgesang, oder in Bau- devilles aus Couplets, die alle Mitspielende nach einander und das letzte gemeinschaftlich vortragen.
16Schlussnote, die letzte Note eines Tonstücks, wurde in ältern Musikstücken wohl durch eine besondere Farbe oder Verzierung hervorgehoben.
17Schlussag; s. v. a. Coda, Finale (s. b.).
18Schlusszeichen; s. Fermate.
19Schmachtend, languendo, languido.
20Schmähling (Gertr. Elis.); s. Mara.
21Schmal, Instrumentenmacher zu Augsburg, ist der Erfinder des Tangentenflügels (s. b.).
22Schmalz (Amalie), 1771 zu Berlin geb., Tochter des Organisten und Clavierspielers Joh. Dan. Schmalz, Schülerin Neumann's; von 1790 bis 1815 Sängerin an der königl. Bühne in Berlin, eine der größten deutschen Sängerinnen. Vollklang und Schönheit der Töne; Umfang drei Octaven von kl. g bis dreigestr. g; treffliche Methode; daher auch vorzügliche Lehrerin.
23Schmeichelnd, ital. Accarezzevole, lusingando.
24Schmelzer (Joh. Heinr.), blühete um 1658 als Direktor der kaiserl. Instrumentalmusik und erster Violinist zu Wien, und ward später geadelt. Der erste deutsche Kapellmeister in Wien, † um 1700. (Solo's, Sonaten für verschied. Instrum.)
25Schmerzlich, doloroso, addolorato.
26Schmesser, erster Tenorist in Braunschweig, früher in Frankfurt a. M., ein durch schöne Stimme und gebildeten Vortrag ausgezeichnete, beliebter Künstler, dessen Gattin im Besitz einer ungewöhnlichen musikalischen Bildung ist. Aus Weinsberg gebürtig.
27Schmid (Jof.), geachteter Clavierlehrer u. beliebter Komponist in Wien, schätzbar durch seine vielen nützlichen Kompositionen für angehende Clavierspieler. („Die Friedensfeier," Trio, Sonaten, Sonatinen, Rondo's, Übungstücke, Divertissements, 100 Scalen, 27 Partien, Variat. &c.)
28Schmidl; s. Schmiedel.
29Schmidt (Bernh.), der ältere, in England berühmt als Orgelbauer, ging 1660 nach London, und baute unter andern die Orgel in der Kapelle zu Whitehall und 1700 die in der St. Paulskirche; ward 1703 zum Hoforgelbauer der Königin Anna ernannt.
30Schmidt (Carl), Mechaniker zu Pressburg, geb. aus Köthen. Erfinder des Claviolins und Verfertiger großer Claviere mit einem doppelten gepressten Resonanzboden. one of two readings
31Schmidt (Carl), Mechaniker zu Pressburg, geb. aus Köthen. Erfinder des Claviolins und Verfertiger großer Claviere mit einem doppelten gepreßten Resonanzboden. one of two readings
32Schmidt (Ernst Leop.), zu Heiligenstadt; Erfinder der Apollo-Lyra (s. b.) 1832.

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