Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 433

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Schweling (Joh. Pet.), auch Swelinck genannt, in Amsterdam, um 1540 zu Deventer geb., ein weltberühmter Organist des 16ten und 17ten Jahrh., Lehrer der berühmten Orgelspieler J. Praetorius, Schild, Syfert, Scheidt, Scheidemann u. a., und daher allgemein unter dem Namen „der Organistenmacher“ bekannt; war Schüler Jarlino’s in der Komposition. (Psalmen, geistliche Gesänge; viele Claviersachen.)
2Schwellen der Stimme s. Messa di voce.
3Schwellend, zunehmend, crescendo.
4Schweller, die bei der Orgel angebrachten Crescendo- und Diminuendo-Züge. Es gibt deren gewöhnlich fünf, als: 1) der Dachschweller, 2) der Jalouzie- oder Thürschweller, 3) der Wind-, 4) der Compressions- und 5) der Claviaturschweller.
5Schwellton, in der Gesangskunst der in allmähligster zu- und abnehmender Kraft vorzutragende, lang auszuhaltende Ton, dessen Zeichen Fig. I. b c vereinigt, oder d, Tafel I.
6Schwenke, berühmte Künstlerfamilie, deren Stammvater Johann Gottlieb 1744 zu Breitenau in Sachsen geb., einer der ausgezeichnetsten Fagottisten seiner Zeit war, und am 7. Dec. 1823 als Rathemusikus in Hamburg starb.
7Schwenke (Christian Friedr. Gottlieb), Sohn des Obigen, als Komponist, Theoretiker und Kritiker berühmt, ein tüchtiger Clavier- und Orgelspieler, war am 30. Aug. 1767 zu Wachenhausen am Harze geb., Schüler seines Vaters, so wie Kirnberger’s und Marpurg’s; studirte in Halle und Leipzig und ward 1789 Bach’s Nachfolger als Musikdirektor in Hamburg, wo er als Komponist und musical. Schriftsteller sich in hohem Grade thätig bewies. Seine zahlreichen Werke zeugen alle von Geist und Gründlichkeit; die für die Kirche gehören zu den besten; auch machte er sich durch die Instrumentierung von Händel’s „Messias“ und Geb. Bach’s großer Messe in H moll, so wie durch mehrere Clavierauszüge, z. B. des Mozart’schen Requiems, sehr verdient. Starb am 27. Oct. 1822 in Hamburg. (Oratorien, z. B. „die Feier der Natur“; viele Cantaten; das Wahr Unser, von Klopfstock; viele Chöre, Motetten, Gesänge, Lieder uc.; 6 große Fugen, Claviersonaten uc.; gehaltvolle Auffäße in der „Allg. Mus. Ztg.“) Er hinterliess vier Söhne: one of two readings
8Schwenke (Christian Friedr. Gottlieb), Sohn des Obigen, als Komponist, Theoretiker und Kritiker berühmt, ein tüchtiger Clavier- und Orgelspieler, war am 30. Aug. 1767 zu Wachenhausen am Harze geb., Schüler seines Vaters, so wie Kirnberger’s und Marpurg’s; studierte in Halle und Leipzig und ward 1789 Bach’s Nachfolger als Musikdirektor in Hamburg, wo er als Komponist und musikal. Schriftsteller sich in hohem Grade thätig bewies. Seine zahlreichen Werke zeugen alle von Geist und Gründlichkeit; die für die Kirche gehören zu den besten; auch machte er sich durch die Instrumentierung von Händel’s „Messias“ und Geb. Bach’s großer Messe in H moll, so wie durch mehrere Clavierauszüge, z. B. des Mozart’schen Requiems, sehr verdient. Starb am 27. Oct. 1822 in Hamburg. (Oratorien, z. B. „die Feier der Natur“; viele Cantaten; das Wahr Unser, von Klopfstock; viele Chöre, Motetten, Gesänge, Lieder etc.; 6 große Fugen, Claviersonaten etc.; gehaltvolle Aussätze in der „Allg. Mus. Ztg.“) Er hinterließ vier Söhne: one of two readings
9Schwenke (Adolf und Gustav), Zwillingebrüder; jetzt in Rostock, Schüler des dortigen Musikdirektors Weber; am 5. Oct. 1807 in Hamburg geboren.
10Schwenke (Carl), ausgezeichneter Clavierspieler und tüchtiger Komponist, am 7. März 1797 in Hamburg geb.; Schüler seines Vaters; war früher in Stockholm und hat jetzt seinen Wohnsitz in Paris aufgeschlagen; lebte seit seinem 17ten Jahre meist auf Reisen, und erwarb überall große Achtung. Eine große Messe, die er in Paris zur Aufführung brachte, erhielt von Cherubini ehrenvolle Auszeichnung. (Claviersachen, Rondo’s, Fantasien, Variat. uc.; viele Clavierauszüge und Arrangements.) one of two readings
11Schwenke (Carl), ausgezeichneter Clavierspieler und tüchtiger Komponist, am 7. März 1797 in Hamburg geb.; Schüler seines Vaters; war früher in Stockholm und hat jetzt seinen Wohnsitz in Paris aufgeschlagen; lebte seit seinem 17ten Jahre meist auf Reisen, und erwarb überall große Achtung. Eine große Messe, die er in Paris zur Aufführung brachte, erhielt von Cherubini ehrenvolle Auszeichnung. (Claviersachen, Rondo’s, Fantasien, Variat. etc.; viele Clavierauszüge und Arrangements.) one of two readings
12Schwenke (Joh. Friedr.), am 30. April 1792 in Hamburg geb., seit 1829 Organist an der Nicolaikirche daselbst, Schüler seines Vaters, und im Violoncell des geachteten Prell. Die Klarinette, auf welcher er sich bedeutende Fertigkeit erworben, musste er wegen eingetretenen Bluthustens aufgeben. Seit seiner Anstellung entwickelte er trotz seiner hemmenden Kränklichkeit eine überaus große Thätigkeit im Fache der Choralmusik. (Cantaten mit Orgelbegleitung; hamb. Choralbuch; über 300 Vor- und Nachspiele; gegen 1000 Choräle, 73 russ. Volkslieder u. a. harmonisirt; Septett für 5 Violoncelle, Contrabass u. Pauken; Orchesterbegl. zu Beethoven’s „Adelaide“ [irrtümlich seinem Vater zugeschrieben]; Clavierauszüge uc.) one of two readings
13Schwenke (Joh. Friedr.), am 30. April 1792 in Hamburg geb., seit 1829 Organist an der Nicolaikirche daselbst, Schüler seines Vaters, und im Violoncell des geachteten Prell. Die Klarinette, auf welcher er sich bedeutende Fertigkeit erworben, musste er wegen eingetretenen Bluthustens aufgeben. Seit seiner Anstellung entwickelte er trotz seiner hemmenden Kränklichkeit eine überaus große Thätigkeit im Fache der Choralmusik. (Cantaten mit Orgelbegleitung; hamb. Choralbuch; über 300 Vor- und Nachspiele; gegen 1000 Choräle, 73 russ. Volkslieder u. a. harmonisirt; Septett für 5 Violoncelle, Contrabass u. Pauken; Orchesterbegl. zu Beethoven’s „Adelaide“ [irrtümlich seinem Vater zugeschrieben]; Clavierauszüge etc.) one of two readings
14Schweran; s. v. a. Dudà (s. d.).
15Schwere Tacttheile, sind die accentuirten Theile des Tactes.
16Schwermuth, Malinconia.
17Schwermüthig, betrübt, Mesto.
18Schwiegel, Schwägel, auch Stamentienpfeife, 1) ein veraltetes Blasinstrument, welches wie die Flöte à bec intonirt wird, und dessen kleinste Gattung von der Grösse einer Querpfiefe ist; doch läuft es unten in eine kleine Stürze aus, und hat nahe derselben drei Tonlöcher, wovon zwei mit den Fingern und eins mit dem Daumen behandelt werden, des- ungeachtet aber einen Tonumfang von 16 Tönen, nämlich von d bis dreigestr. c. Die größte Gattung desselben wurde Stamentienbass genannt, und damit die Tonlöcher von den Fingern bequem erreicht werden konnten, vermittelst einer langen messingenen, dem Fagott-Es ähnlichen Röhre intonirt. one of two readings
19Schwiegel, Schwägel, auch Stamentienpfeife, 1) ein veraltetes Blasinstrument, welches wie die Flöte à bec intonirt wird, und dessen kleinste Gattung von der Grösse einer Querpfiefe ist; doch läuft es unten in eine kleine Stürze aus, und hat nahe derselben drei Tonlöcher, wovon zwei mit den Fingern und eins mit dem Daumen behandelt werden, des- ungeachtet aber einen Tonumfang von 16 Tönen, nämlich von d bis dreigestr. c. Die größte Gattung desselben wurde Stamentienbass genannt, und damit die Tonlöcher von den Fingern bequem erreicht werden konnten, vermittelst einer langen messingenen, dem Fagott- Es ähnlichen Röhre intonirt. one of two readings
20Schwiegel, 2) eine offene Flötenstimme in alten Orgeln von enger Mensur und 2, 4 und 8 Fuß; Schwiegel im Manuale, im Pedale Stamentienbass genannt.
21Schwindend, scenando, calando, slargando, slargandosi, diluendo.
22Schwingungen, frz. Oscillations, Vibrations, welche, gebildet durch die zitternde Bewegung eines stark berührten tongebenden Körpers, den Ton erzeugen; s. Klang u. Fig. S. 254.
23Schwingungskoten, frz. Noeuds, diejenigen Theile einer schwingenden oder tönenden Saite, welche in Ruhe bleiben; s. Klang und Fig. S. 254.
24Schwingungsmittelpunkt, frz. Ventre, der vom Ruhpunkt entfernteste Theil einer schwingenden Saite; s. Klang u. Fig. S. 254.
25Schwingungszahlen in ihrem Verhältniss zu den Saitenlängen, s. u. Verhältniss. one of two readings
26Schwingungszahlen in ihrem Verhältniß zu den Saitenlängen, s. u. Verhältniß. one of two readings
27Scialumo (ital.), Schalmei.
28Sciolamente (ital.), s. v. a. Sciolto. one of two readings
29Scioltamente (ital.), s. v. a. Sciolto. one of two readings
30Scioltezza (ital.), Leichtigkeit, Fertigkeit.
31Sciolto (ital.), frei, ungebunden; im un- gezwungenen, leichten, kecken Vortrag.
32Scordato, verstimmt; bei Pauken zuweilen gebräuchlich; Timp. scord.

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