Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 464

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Stiasny (J.)
2Theaters; einer der vorzüglichsten Oboisten des ganzen 18ten Jahrhunderts.
3Stiasny (Jos.), jüngerer Sohn desselben; Virtuos auf dem Violoncell und Komponist. (Mehr schätzbare Violoncellsachen, Lieder.) one of two readings
4Stiasny (Jos.), jüngerer Sohn desselben; Virtuos auf dem Violoncell und Komponist. (Mehre schätzbare Violoncellsachen, Lieder.) one of two readings
5Stiasny (Wenzel), älterer Bruder desselben und gleichfalls ein ausgezeichneter Violoncellspieler und Komponist für sein Instrument. (Sonaten, Duette.)
6Sticcato (ital.), Strohsiedel (s. d.).
7Stich (Joh. Wenz.), genannt Punto, um 1755 zu Teschen in Böhmen geb., als Leibegner des Grafen von Thun; starb zu Prag am 16. Febr. 1803. Einer der berühmtesten Hornvirtuosen, Schüler Hempel's in Dresden. Er bereiste 1785 von Paris aus, wo er in Diensten des Grafen von Artois war, in eigener Equipage Deutschland, und erregte allgemeine Bewunderung. Er pflegte sich eines silbernen Horns zu bedienen. Seinen Namen übersetzte er ins Italienische, um sich den Nachstellungen des Grafen von Thun zu entziehen, aus dessen Diensten er heimlich entwichen war, und der seinen Leuten den christlichen Befehl ertheilt hatte, ihm, dem Leibeigenen, wenn sie seiner habhaft werden sollten, sanft die vordern Zähne einzuschlagen, um ihn zum Blasen unfähig zu machen. Für ihn schrieb Beethoven, durch seine Kunst begeistert, die bekannte Clavier-sonate mit concertirendem Horn. Von Punto sind 34 verschiedene Werke erschienen, worunter einige Concerte und Quartette von Sterkel, Stamiß und Andern, die er ohne weiteres in Paris unter seinem Namen stehen ließ. one of two readings
8Stich (Joh. Wenz.), genannt Punto, um 1755 zu Teschen in Böhmen geb., als Leibeigner des Grafen von Thun; starb zu Prag am 16. Febr. 1803. Einer der berühmtesten Hornvirtuosen, Schüler Hempel's in Dresden. Er bereiste 1785 von Paris aus, wo er in Diensten des Grafen von Artois war, in eigener Equipage Deutschland, und erregte allgemeine Bewunderung. Er pflegte sich eines silbernen Horns zu bedienen. Seinen Namen übersetzte er ins Italienische, um sich den Nachstellungen des Grafen von Thun zu entziehen, aus dessen Diensten er heimlich entwichen war, und der seinen Leuten den christlichen Befehl ertheilt hatte, ihm, dem Leibeigenen, wenn sie seiner habhaft werden sollten, sanft die vordern Zähne einzuschlagen, um ihn zum Blasen unfähig zu machen. Für ihn schrieb Beethoven, durch seine Kunst begeistert, die bekannte Clavier-sonate mit concertirendem Horn. Von Punto sind 34 verschiedene Werke erschienen, worunter einige Concerte und Quartette von Sterkel, Stamiß und Andern, die er ohne weiteres in Paris unter seinem Namen stehen ließ. one of two readings
9Stichoben, bei den alten Griechen diejenigen Sänger, welche beim Vortrag ihrer Lieder einen Lorbeerkrantz in der Hand hielten.
10Stickel (Franz), geb zu Diesen am Immersee, † 1742 als Organist zu Ingolstadt; Kirchenkomponist. (Vesper-Psalmen, Messen.)
11Stiefel, 1) die kleine verjüngt zulaufende messingene oder gläserne Röhre der Oboe, an welcher die Blättchen des Rohrs festgebunden sind.
12Stiefel, 2) bei der Posaune s. v. a. Stange.
13Stiefel, 3) bei den Rohr- oder Schnarrwerken der Orgel, der hölzerne, bisweilen auch blecherne, länglich viereckige Kasten, welcher auf dem Pfeifenstock befestigt ist, die Pfeife trägt und derselben den Wind zuführt. Für kleine Pfeifen hat man einen
14Stiefelkloß oder
15Stiefelstock, ein Klößchen, in welches mehrere Löcher gestemmt sind, und zum Stiefel für sämtliche Pfeifen des Registers dient.
16Stiel, frz. Queue, engl. Stem.
17Stieler (Joh. Dav.), geb. den 7. Sept. 1707 zu Beresbach in Meissen, † um 1770 zu Zwickau als Obercantor an der Marienkirche daselbst; Clavielspieler und Lieblingskomponist des Publikums seiner Zeit; Schüler des Organisten J. T. Krebs zu Buttstädt. (Eine Menge Serenaden, Cant., Festmus., Kirchenstücke &c.)
18Stiftstock, der Theil eines Claviers oder Fortepianos, in welchem die messingenen Stifte stecken, woran die Saiten vermittelst der Dehre befestigt werden.
19Stil, Stilo (ital.), Style (frz.), Schreibart; die durch die Verschiedenheit des Zwecks oder des Komponisten verschieden bestimmte Anwendung der Tonsprache, oder die eigenthümliche Art, seine Gedanken durch Töne auszudrücken. Da der Stil mit der Denkungsart und Bildung des Menschen auf das genaueste zusammenhängt, und gleichsam ein getreues Bild von ihm liefert, so zeigt er sich nicht nur verschieden in Ansehung der einzelnen Komponisten, sondern auch der Nationalität derselben. In Rücksicht auf die Verschiedenheit der Behandlung des Kunstmaterials nimmt man zwei Hauptarten des Stils an: 1) den strengen oder gebundenen (s. d.), und den freien (s. d.); in Beziehung auf Komposition und Ort theilt man ihn in drei Klassen: Kirchen-, Kammer- und Theaterstil; in Beziehung auf die Nation, zu welcher ein Komponist gehört, oder deren Geschmack er sich anschließt, unterscheidet man einen deutschen, französischen, italienischen Stil u. s. w.
20Stilistiker und Poetiker sind zwei Parteien, die Jean Paul in seiner Aesthetik von einander scheidet. Unter jenen versteht er Leute ohne allen poetischen Sinn, die nur mit symmetrisch ausgetheilter Dinte dichten, in den Aesthetiken nur die Lorbeerbäume scheren; unter diesen versteht er Leute, die, ohne eben Poeten zu sein, doch im Ganzen und Großen Recht haben, obgleich manches gegen sie zu sagen ist, da sie — weil jede Verdauung ein Fieber ist, — umgekehrt jedes Fieber für eine Verdauung ansehen. — Diese Charakteristik findet auch in der Musik ihre Anwendung, und es wäre ein Leichtes, beide Parteien durch bekannte Namen darzustellen.
21Still, von der Orgel, sanft intonirend.
22Stillgedacht, dasselbe, was Barem (s. d.).
23Stilp, Stulp; s. v. a. Stürze (s. d.).
24Stimmbänder; s. Stimmwerkzeuge.
25Stimmbraut; s. Stimme.
26Stimme, 1) Vox (lat.), Voce (ital.), Voix (franz.), bezeichnet hier zunächst die Beschaffenheit der menschlichen Stimme, in wiewen dieselbe zum Singen besonders geeignet ist (Singsstimme), d. h. die Summe der Töne hervorzubringen, welche, indem man die Luft aus den Lungen durch die Stimmlrige treibt, im Kehlkopfe, als eigentlichen und vornehmsten Stimmorgan, gebildet werden. Ueber diesen Mechanismus vergl. Stimmwerkzeuge. Die Stärke der Stimme und die gleiche Haltung des Tones hängen ganz von der Beschaffenheit der Brust, der Lungen und Luftrohren, der festen Consistenz des Kehlkopfes ab, doch tragen auch Mund- und Nasenhöhle, vorzüglich vollzählige Zahnreihen vieles zur Stärke und Resonanz des Tones bei, daher es beim Singsunterricht ein Hauptersforderniß ist, auf gehöriges Deffnen des Mundes streng zu halten, und den Ton nicht durch die Zähne pressen zu lassen. Da diese verschiedenen Stimmorgane

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