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Scan 490
Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840
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1Tonumfang
2davon immer eine um einen halben Ton höher war als die andere. Es waren diese die dorische, die ionische oder jastische, die phrygische, äolische und lydische. Diesen 5 ursprünglichen Tonarten entsprachen 5 in der Unterquarte und andere 5 in der Oberquarte, so daß jede Stammtoneart ihre zwei Nebentonarten hatte, und zwar die ihr zunächst verwandten, d. h. ihrer beiden Dominanten. Auch diese behielten ihre Stamnnamen bei, nur mit der hinzugefügten Bezeichnung hypo (unter) für die Unterquarte und hyper (über) für die Oberquarte. Sie hießen also
3Diese Tonarten. Stammtonearten. Hohe Tonarten.
4Hypodor. a Dorisch d Hyperborisch g
5Hypoion. b Ionisch dis Hyperion. gis
6Hypophr. h Phrygisch e Hyperphryg. a
7Hypoäol. c Aeolisch f Hyperäolisch b
8Hypol. cis Lydisch lis Hyperlydisch h
9Die griechische Gemeiographie übrigens enthielt nach Alypius nicht weniger als 1620 Tonzeichen, die aus den auf alle mögliche Weise alterirten grossen Buchstaben des griechischen Alphabets bestanden.
10Tonumfang; s. Tongrenzen.
11Tonus; die große Secunde.
12Tonverbeissung, im Singen, das Angeben nur der leichten Hälfte einer Note, nachdem man während der ersten pausirt hat.
13Tonverbindung, eine Folge von Tönen, in welcher alle unter einander eine gewisse zusammenhängende Ordnung beobachten.
14Tonverhältniß; s. Verhältniß.
15Tonverwechslung; s. Enharmonisch.
16Tonverziehung; s. v. a. Tempo rubato.
17Tonverzierung; s. Manier.
18Tonweite; s. Ambitus u. Intervall.
19Tonwerkzeuge, nennt man die Hilfsmittel, wodurch Töne hervorgebracht werden; diese sind entweder natürliche (die menschliche Stimme) oder künstliche (Instrumente, s. d.). one of two readings
20Tonwerkzeuge, nennt man die Hülfsmittel, wodurch Töne hervorgebracht werden; diese sind entweder natürliche (die menschliche Stimme) oder künstliche (Instrumente, s. d.). one of two readings
21Tonwissenschaft; s. Tonkunde.
22Tonzeichen; s. Mensuralmusik, Neumen, Noten, Gemeiographie u. Zeichen (Tafel I.).
23Toomeree, ein in Bengalien gebräuchliches, aus einer Gourd oder Cuddos-Nuß verfertigtes Blasinstrument, an dessen zwei äussern Enden zwei enge Röhren oder Flöten von Bambusrohr mit Tonlöchern angebracht sind, deren Stiel, durch welchen der eingeblasene Luftstrom ausfließt, am entgegengesetzten Rande der Nuß eben so lang heraussteht.
24Toph, ein uraltes hebräisches Paukeninstrument, ähnlich dem Tambourin, bei den Mauern Aduph genannt.
25Torelli (Giuseppe), geb. aus Verona, † 1807 zu Bologna; berühmter Violinist, vormals an der Petronikirche, dann Concertmeister zu München. Der erste, welcher Violinconcerte schrieb, in dem Sinne, in welchem jetzt das Wort Concert gebraucht wird. (Viele Kompositionen.)
26Torröpil, eine Art Maultrommel (s. d.), ein Nationalinstrument der eheländischen Bauern. one of two readings
27Torrpil, eine Art Maultrommel (s. d.), ein Nationalinstrument der eheländischen Bauern. one of two readings
29Trampeli (C. W.)
30Tosi (Adelaide), italienische Sängerin, Tochter des berühmten mailändischen Rechtsgelehrten und Ehrenmitgliedes der philarmonischen Gesellschaft zu Verona. Eine Schülerin Crescentinis. Sehr berühmt.
31Tosi (Pietro), Sopranist, als trefflicher Sänger und Gesanglehrer berühmt; auch Komnist. Geb. zu Bologna 1647, † zu London 1727. (Anleit. zur Singkunst, von Agricola in's Deutsche übersetzt, neue Aufl. Berlin 1757; mehrere Cantaten u. c.)
32Tosto (ital.); siehe unter Piu tosto.
33Touche (frz.), Clavié, Taste; bei Saiteninstrumenten das Griffbrett.
34Touchemoulin (Joh.), geb. 1727 zu Châlons, berühmter Violinvirtuos, Schüler Tartini's, starb 1801 als Kapellist des Fürsten von Thurn und Taxis zu Regensburg. (Opern, Messen, Sinfonien u. c.)
35Toujours lié (frz.), immer gebunden. Bezeichnung der Vortragsart.
36Touquet; s. Toccato.
37Tournebout, ein berühmtes Blasinstrument, welches mit vielen Tonlöchern versehen und am untern Theile gekrümmt ist.
38Tourt, berühmter Saiteninstrumentenmacher in Paris, dessen Violin- und Violoncellbogen besonders einen hohen Ruf erlangten.
39Tourti, ein der Schalmei ähnliches Instrument, mit welchem die Bajaderen ihren Gesang und Tanz zu begleiten pflegen.
40Toutareh, eine indische Kriegstrompete, die sich im Neufern durch einen geringern Umfang von der Tare (s. d.) unterscheidet.
41Tractur (vom lat. tractare) nennt man auch das Regierwerk der Orgel.
42Tractus (lat.), heißt der katholische Fastengesang zwischen dem Evangelium und der Epistel.
43Träger, bei Geigeninstrumenten s. v. a. Balken (s. d.).
44Träger; Zeichenmeister an der Schule zu Bernburg; erfand 1791 das Nageleclavier (s. d.).
45Traëtta (Tomaso), geb. um 1738 zu Neapel, hielt sich zu London, Parma, Petersburg Venedig auf, und † um 1786 als Kapellmeister in seinem Geburtsorte. Einer der letzten und tüchtigsten Tonseher aus der berühmten neapolitanischen Schule, studirte unter Durante. Als Komponist Meister im Tragischen; reich an schönen Melodien, ausgezeichnet durch Feuer und Kraft im Satz. (Viele Opern; darunter „Antigone“ sein Meisterwerk.)
46Tragen der Töne; s. Portamento.
47Tragezeichen; s. Bogen.
48Tragische Oper; s. Oper.
49Trainé (frz.), geschleift, gebunden; s. v. a. Legato (s. d.).
50Trait (frz.), eine rasche Notenfolge.
51Trait de chant (frz.), ein melodischer Satz.
52Trait d'harmonie, eine Accordenfolge.
53Traktur; s. Tractur.
54Trampeli, (Christian Wilh., Joh. Gottl. und Joh. Paul), drei Brüder und berühmte Orgelbauer des vorigen Jahrhunderts zu Adorf
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