Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 527

Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Weinmüller (C. F. C.)
2sten Musiker und besten Orgelspieler seiner Zeit. (Choralmelodien in Walther's Cantionalen.)
3Weinmüller (Carl Friedr. Clemens), geb. am 8. Nov. 1764 zu Dillingen, † am 16. März 1828 als Hofkammersänger zu Döbling bei Wien. Ein ausgezeichneter Künstler und trefflicher Bassänger, mit herrlichem Organ begabt; seine sorgfältig ausgebilbete Stimme war im Umfange von contra D bis zum Tenor f gleich sonor und kräftig.
4Weiske (Joh. Gottfr.), geb. 1746 zu Dobrenz bei Rochlitz, † am 12. Nov. 1806 als Musikdirektor an der Dom- und Stadtkirche zu Meissen. Der von ihm erfundene Tactmesser war das erste in Deutschland bekannte Mittel das Zeitmaß näher zu bestimmen. (Kirchencantaten; Kyrie, Gloria, geistl. Gesänge; viele Son., Sanatinen u. treffl. Uebungst. f. Clavier.)
5Weiß (Ant. Blas.), geb. am 17. Jan. 1793 zu Niedergeorgenthal in Böhmen; Kammermusikus und Flötenvirtuos zu Dresden. (Variationen, Tänze.)
6Weiß (Carl), aus Mühlhausen in der Schweiz, † um 1795 als Concertist und Flötenvirtuos zu London. (Sinfonieen, Quartette, Solo's.)
7Weiß (Franz), Tonseher und Virtuos auf der Viola zu Wien; geb. in Schlesien am 18. Jan. 1778, † am 25. Jan. 1830; war Kammermusikus bei dem Fürsten Rasumowsky und gehörte als Bratschist zu dem berühmten Quartett, bei welchem Schuppantzh, der Fürst selbst und Linke als erster, zweiter Geiger und Violoncello standen, und Beethoven's Schöpfungen dieser Gattung immer zuerst durchspielten. (Ballette, Sinfonieen, Ouvertüren, Quintetts u. Quartetts, Concerstücke f. Flöte, Oboe, Trompete &c.)
8Weiß (Siegmond), geb. um 1690 zu Breslau. Machte als berühmter Virtuos auf der Laute Kunstreisen. Beide, er und sein Bruder Sylvius (s. d.) genossen einen europäischen Ruf. (Kompositionen für die Laute.)
9Weiß (Sylvius Leopold), Bruder des vorhergehenden, geb. 1686 zu Breslau, † am 18. Oct. 1750 als Kammermusiker zu Dresden; begleitete 1708 den Prinzen Alex. Sobienisky als berühmter Lautenvirtuos nach Italien. (6 Concerte, 10 Trio's und 66 Solo's für sein Instrument.)
10Weise (Carl), Kaufmann in Hamburg, 1779 geb., ein großer Kunstsreund und vortrefflicher Violoncellspieler, Freund und Schüler Bernh. Romburg's, vermählte sich 1813 mit der Tochter des berühmten Schicht, wandte sich darauf nach Berlin und endlich nach Leipzig, wo er als Direktor der dortigen Feuer-Versicherungs-Anstalt fungirte und 1836 starb. Fremden und einheimischen Künstlern stand das Haus des Kunstersfahrnen und gastfreundlichen Ehepaars stets offen, und hier auch fand manch hoffnungsvolles Talent thätige Hilfe und Förderung auf der betretenen Laufbahn. one of two readings
11Weise (Carl), Kaufmann in Hamburg, 1779 geb., ein großer Kunstsreund und vortrefflicher Violoncellspieler, Freund und Schüler Bernh. Romburg's, vermählte sich 1813 mit der Tochter des berühmten Schicht, wandte sich darauf nach Berlin und endlich nach Leipzig, wo er als Direktor der dortigen Feuer-Versicherungs-Anstalt fungirte und 1836 starb. Fremden und einheimischen Künstlern stand das Haus des Kunstersfahrnen und gastfreundlichen Ehepaars stets offen, und hier auch fand manch hoffnungsvolles Talent thätige Hülfe und Förderung auf der betretenen Laufbahn. one of two readings
12Weise (Henriette), geb. Schicht, Gattin des Obigen (s. d.), 1791 geb., von ihrem Vater zur ausgezeichneten Sängerin gebildet, war von 1807 bis 1810 als erste Sängerin bei dem großen Concert im Gewandhause zu Leipzig angestellt, und nahm auch später fortwährend an den großen Musikaufführungen in Kirchen u. in geistl. Concerten den thätigsten Anteil. † am 3. Oct. 1831.
13Weiße Noten, lat. Minimae, frz. Blanches, alte Benennung der halben Noten.
14Weißflog (Carl), der bekannte Novellen-dichter Schlesiens, war ein Sohn des Folgenden, geb. am 27. Dec. 1770 zu Sagan, und zuletzt Stadtgerichts-Direktor daselbst. Neben seinen Rechtsstudien zu Königsberg trieb er mit vielem Fleiß und Eifer Musik, wozu er ausgezeichnetes Talent besaß. Schon auf dem Gymnasium zu Hirschberg war er mit Glück als Komponist ausgetreten. Die Bekanntschaft E. J. A. Hoffmann's 1819 zu Warmbrunn regte auch ihn mächtig zur Schriftstellerei an, und nun entstanden jene vielgelesenen Erzählungen, welche meist musikalische Stoffe zum Grunde haben, in Form und Diction aber auch alle das Gepräge und den Charakter ihrer Vorbilder tragen. Er starb am 17. Juli 1826 im Bade zu Warmbrunn. (Eine Messe, ein Salve Regina und Credo [zu Hirschberg mit Beifall aufgeführt]; das Credo der Toten; Gesamm.Schriften, 9 Bde.)
15Weißflog (Christian Gotthilf), geb. am 11. April 1732 zu Lauter bei Schneeberg, † am 21. März 1804 als Cantor bei der Gnadenkirche vor Sagan und College bei der Stadtschule. Er errichtete hier einen tüchtigen Singchor, für welchen er treffliche Sachen komponirte, und ein stehendes Concert. (Operetten, z. B. das Frühstück auf der Jagd, das Entenfest &c.; auch Cantaten u. a. größere Werke.)
16Weite oder zerstreute Harmonie; s. Harmonie.
17Weites Klanggeschlecht; s. Genus rarum.
18Weitner (Dem.), ausgezeichnete Sängerin zu Magdeburg, vorher zu Berlin. Haydn's Nichte und Winter's Schülerin.
19Weixelbaum (Georg), geb. am 8. April 1780 zu Wallerstein, ein wissenschaftlich gebilbeter Künstler; Tenorist u. vortrefflicher Opernsänger, seit 1815 in Mannheim; früher Hofsänger und Schauspieler zu Darmstadt, Karlsruhe und 1806 in München, war ein Schüler des berühmten Sängers Krebs. (Festcantate, Arien und Gesangsscenen). 1809 heirathete er
20Weixelbaum (Josephine), geb. Fantozzi, geb. aus Italien; als Sopransängerin gleichfalls ausgezeichnet und kunstgebildet.
21Weldon (John), Komponist und Organist bei der königl. Kapelle zu London, Schüler Purcell's, zu Chichester geb., † 1736. Ein geachteter Kirchenkomponist.
22Wellatur (Orgelb.) ist der Collectivname für sämtliche zum Spielmechanismus der Orgel gehörigen Stücke, als Welle, Wellenarme, Wellenbrett, Abstrakte &c.
23Wellen (Orgelb.) werden die runben, um ihre Achse laufenden Hölzer oder auch eisernen Stangen (Cylinder) genannt, welche zum Regierwerk der Orgel gehören; sie sind mit zwei

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