Books › Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840 › scan 528
Scan 528
Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840
28 lines. Read by computer on 15 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 0. See the scan on archive.org.
1Wellenarme
2Armen und an beiden Enden mit Zapfen versehen, und liegen in gleicher Anzahl, als die Tastatur Tasten hat, auf dem Wellenbrett (s. d.).
3Wellenarme (Orgelb.) werden die an jedem Ende der Wellen befindlichen kleinen Zapfen genannt, an welche die Abstrakte befestigt sind.
4Wellenartig, Ondeggiante.
5Wellenbrett (Orgelb.), ein zwischen der Tastatur und der Windlade befestigtes Brett. Weil nämlich letztere mit ihren Cancellen (s. d.) wegen des darauf stehenden großen Pfeifwerks viel länger ist, als die Breite einer Tastatur, folglich auf beiden Seiten derselben weit hervorspringt, so kann die Abstrakte (s. d.) jeder Taste nicht in gerader Richtung zu demjenigen Cancellenventil (s. d.) geführt werden, auf welchem die für dasselbe bestimmte Pfeife steht. Daher laufen die Abstrakten zuerst nur bis zu den Wellen des Wellenbrettes, wo jede an dem einen Arme der für sie bestimmten Welle angehängt ist; der andere Arm jeder Welle hingegen ist genau derjenigen Cancelle gegenüber, deren Ventil geöffnet werden soll, eingefügt, so daß diejenige Abstrakte, welche von diesem Arme durch den Windkasten (s. d.) bis zum Cancellenventil geht, wieder in gerader Richtung läuft. Wenn daher ein Taste niedergedrückt wird, so zieht die an derselben befestigte Abstrakte ihre Welle, und diese durch ihren zweiten Arm zugleich wieder die andere in die Windlade führende Abstrakte an, wodurch sich das Cancellenventil öffnet und der Wind in die Pfeife strömt. — Anstatt des Wellenbrettes bedient man sich zuweilen auch eines
6Wellenrahmens, in welchen die Zapfen der Wellen eingesetzt werden.
7Wellenton, Nota sostenuta; s. v. a. Glockenton.
8Wellentreter (Treumund), Pseudonym für Dr. Heinroth, Musikdirektor in Göttingen (s. d.).
9Weller (Aug. Heinr.), gräfl. schönburgischer Secretair zu Hartenstein. (Orgelstücke; Trios; Tänze; über Temperatur der Orgel und des Claviers, Epz. 1803.)
10Welsh Harp (engl.); s. Walliser Harfe.
11Wende um, Si volte; wende schnell um, Volti Subito; abgek. V. S.
12Wendling (Dorothea, geb. Spurei), geb. 1738 zu Stuttgart, ehemals berühmte Hoffänserin zu Mannheim und München, † nach 1798 an letztem Orte als Witwe des Folgenden. Bildete in Deutschland und Italien viele Schüler. one of two readings
13Wendling (Dorothea, geb. Spurei), geb. 1738 zu Stuttgart, ehemals berühmte Hoffänserin zu Mannheim und München, † nach 1798 an leichten Orte als Witwe des Folgenden. Bildete in Deutschland und Italien viele Schüler. one of two readings
14Wendling (Joh. Bapt.), aus dem Elsaß, † um 1795 als Kammermusiker zu München, ausgezeichneter Flötenvirtuos. (Concerte; Quatuors, Trio's u. c.)
15Wendt (Joh. Amandeus), geb. zu Leipzig am 29. Sept. 1783; studierte anfangs Theologie daselbst, wendete sich aber später zu dem Studium der Philosophie und der Theorie der Konkurs, wozu ihm Schicht behülflich war. Er ließ sich 1808 in seinem Geburtsorte als Privatdocent nieder, wurde 1810 außerord. Professor und 1816 ordentlicher Professor der Philosophie daselbst, nahm aber 1829 einen Ruf nach Göttingen an Bouterweck's Stelle an. † am 15. Oct. 1836. Erhob sich sein musikalisches Wissen und Vermögen nicht eben über die Mittelmäßigkeit, so galt er doch für einen angesehenen Schriftsteller auf dem Gebiete der Aesthetik und Musik. (Aesthetische Aufsätze in seinem Leipziger Kunstblatte, dem Morgenblatte, der Jtg. für die eleg. Welt, der Allg. Jtg. u. c.; Rossini's Leben; Ueber die Hauptperioden der schönen Kunst. Komp., Lieder, z. B. „Mignon", „des Burschen Abschied" u. c.)
16Wenig, Poco; ein wenig, Un poco; ein klein wenig, Un pochettino.
17Wenkel (Joh. Friedr. Wilh.), geb. am 21. Nov. 1734 zu Niedergebra im Hohensteinischen, lebte lange zu Berlin, und † nach 1792 als Subconrektor und Organist zu Uelzen im Lüneburgischen. Ein vorzüglicher Clavier- und Orgelspieler und beliebter Komponist. (Gesangskompos.; Clavierstücke; Flötenduette u. c.)
18Wenn es beliebt, Se piace.
19Wenn es nötig ist, Se bisogna.
20Wepper (….), geb. 1807 zu …., † am 13. Mai 1830 als Hoffänger zu München. Tenorist.
21Werbungstanz, fälschlich für Werbung; s. Werbung.
22Werk nennt man die gesammten innern und äußern Theile der Orgel, welche zu ihrem Mechanismus gehören.
23Werkmeister (Andr.), geb. am 30. Nov. 1645 zu Benneckenstein im Hohensteinischen, † am 26. Oct. 1706 als Organist an der Martinikirche zu Halberstadt und Inspektor aller Orgelwerke des Fürstenthums. Ein berühmter Orgelspieler und nächst Prinz der thätigste und gründlichste musikal. Schriftsteller seiner Zeit. Er war der Sohn eines Bauers, und bildete sich unter der Leitung Hildebrand's zu Nordhausen und seines Onkels Victor W., der Cantor war in Quedlinburg. (Viele theoretische Schriften, z. B. Orgelprobe; musikalische Temperatur; Harmonologia oder Anleitung zur Komposition u. c.)
24Werner, Violoncellvirtuos und Komponist, Direktor an der Kreuzherrenkirche zu Prag, † daselbst 1768; hatte als Violoncellist einen so berühmten Namen, daß sich, so lange er lebte, kein fremder Virtuos dort hören lassen wollte. (Concerte, Solo's u. c.)
25Werner (Gottlieb Christian), geb. am 20. Sept. 1768 zu Walbenburg im Schönburgischen, † am 14. Febr. 1805 als Komponist und Tonkünstler zu Dresden. (Balladen, Tänze.)
26Werner (Joh. Gottlieb), geb. 1768, † am 15. Febr. 1830 als Schullehrer und Organist zu Bielau bei Zwickau.
27Werner (Joh. Gottlob), 1777 zu Hayn bei Leipzig geb.; † am 19. Julius 1822 zu Chemnitz, Musikdirektor und Organist an der Schloß- und Domkirche zu Merseburg; vorzüglicher Orgelspieler und Verfasser mehrerer geschätzter Elementarwerke. (40 Orgelstücke;
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.