Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon : Encyklopädie der gesammten Musik-Wissenschaft für Künstler, Kunstfreunde und Gebildete, 1840

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1Wiederholung; im Allgemeinen, jede Wiederkehr eines im Tonstück schon enthaltenen Satzes. Die verschiedenen Arten derselben siehe unter 1) Nachahmung, 2) Progression, 3) Rosalie, 4) Transposition und 5) Versetzung. Ferner auch die Wiederkehr eines ganzen Haupttheils eines Tonstücks, welches nicht zweimal ausgeschrieben, sondern durch Zeichen bemerkt wird; s. Reprise.
3Wiederholungsstriche (—); man bedient sich derselben, um wiederholte Worte des Textes nicht zwei- oder mehrmal zu schreiben.
5Wiederholungszeichen, Reprises (frz.); sind starke, mit Punkten versehene senkrechte Striche, welche zu Anfang oder am Ende eines Theils anzeigen, daß der selbe zu wiederholen sei. Bei'm doppeltten, wiederholt man den vorhergehenden und folgenden Theil; bei'm einfachen den, nach welcher Seite hin die Punkte stehen; bei'm kleinen (worüber zuweilen auch bis oder due volle steht), die eingeklammerten Takte; der große zeigt die Wiederholung und zugleich den Schluss des Tonstücks an. Hierher gehören auch Da Capo, Dal Segno und Rückweiser. S. Zeichen und Taf. I. Beisp. II.
7Wiederkehr; s. Epistrophe.
9Wiederkehr (Jac. Christ. Mich.), am 18. April 1759 zu Straßburg geb., Schüler Richter's, kam 1783 nach Paris und erhielt dort eine Anstellung als Violoncellist. Ein geschätzter Komponist, der noch 1818 thätig wirkte. (Sinfonien, Quartette, Claviersonaten &c.)
11Wiederklang; s. v. a. Resonanz.
13Wiederschlag (lat. Repercussio.) In der Fuge die Reihenfolge, in der die Stimmen innerhalb einer Durchführung mit dem Thema auftreten; s. Fuge und Fugenbau.
15Wiegand (Joh.), Lehrer der lateinischen Sprache an der Bürgerschule in Kassel, und Gesanglehrer am dortigen Gymnasium; geschätzter Komponist, geb. 1789 zu Frommershausen bei Kassel, und Schüler seines Vaters, dortigen Schullehrers. Gründete und leitet einen blühenden Gesangverein. (Cantate „die Auferstehung Jesu"; mehrst. Gesänge, 12 Männerquartette, &c.)
17Wiegentied, ein Lied, welches gesungen wird, um kleine Kinder in den Schlaf zu bringen, und dessen Inhalt sich gewöhnlich auf den Schlaf bezieht; die Melodie muß leicht hinfließend und einsförmig sein. Als Muster kann man füglich das bekannte „Schlaf, mein Prinzenchen, schlaf ein", von Mozart, aufstellen.
19Wiegers (J.), am 27. Sept. 1807 in Jossen bei Berlin geb., bildete sich im Königl. Musik-Institut unter B. Klein's und A. W. Bach's Leitung in der Komposition und im Orgel- und Pianofortespiel aus, ward 1823 als Präcentor in der Marienkirche zu Berlin, 1824 als Organist an der Hauptkirche zu Königsberg in der Neumark angestellt, und 1831 „wegen seiner musikalischen Talente und dessen, was er für die Beförderung der kirchlichen Tonkunst und für die Bildung eines kirchlichen Sängerchors gethan" zum Musikdirektor ernannt. Auch ist er Stifter einer Singacademie, seit 1837 Gesanglehrer an der dortigen Schule und zugleich thätig als Lehrer im Clavierspiel. (Präludien u. Choralausführungen f. d. Orgel; Gesangkomp.; kl. Singschule &c.)
21Wiele (Adolph), Concertmeister zu Kassel, trefflicher Violinspieler, am 18. Juni 1794 zu Oldenburg geb., Schüler seines Vaters, Maucourt's und endlich Baillot's, unter dessen Leitung er sich im Pariser Conservatorium ausbildete. 1815 wurde er zu Stuttgart bei der Königl. Württembergischen Hofkapelle als Solist und 1821 in Kassel als Concertmeister angestellt, wo er noch lebt. In den Jahren 1819 bis 1821 hatte er sich auf einer Kunstreise in Deutschland durch seine anerkannte Meisterschaft einen ehrenvollen Ruf begründet. (Kompositionen.)
23Wielhorstky (die Grafen Michael und Matthieu), zwei hochgeachtete Männer in Petersburg, welche die ersten Künstler um sich versammeln. Als ganz vorzüglich werden die musikal. Privatunterhaltungen gerühmt, die sie veranstalten, und in welchen der Graf Michael als Komponist und Matthieu, Schüler von Joh. Heinr. Müller, als ausgezeichneter Violoncellvirt. und Quartettist auftritt. (Sinf. u. a. Komp.)
25Wiener Flügel und Mechanismus; s. Fortepiano.
27Wiener Stimmung; s. v. a. Kammerton.
29Wiener Walzer; s. Walzer.
31Wieseneder, früher Tenorist bei'm Kön. Hoftheater zu Hannover; gegenwärtig Gesanglehrer zu Braunschweig.
33Wilbye (John), ein berühmter Tonkünstler des 17ten Jahrh. zu London, dessen 5- und 6-stimm. Gesänge, als des vom Grafen Essex außergewöhnlichen Preises würdig, in die 1601 zu London unter dem Titel „Triumph der Orionen" gedruckten Tonstücke aufgenommen wurden.
35Wilcke (Joh. Casp.), am 7. Febr. 1707 zu Weimar geb., † am 25. Febr. 1758 in Sondershausen; berühmter Tenorist, dessen Bruststimme bis in das zweigestr. c hinaufreichte.
37Wilcke (Friedr.); s. Wilcke.
39Wilczek (Elisabeth, Gräfin), geb. Gräfin von Neidhardt, lebte im Anfange des 18ten Jahrhunderts auf ihren Gütern in Schlesien. Sängerin und Virtuosin auf der Laute.
41Wild, ungestüm, Feroce.
43Wild (Franz), geb. am 31. Dec. 1792 in Niederhollabrunn in Unter-Oesterreich, einer der ausgezeichnetsten deutschen Tenoristen, besonders als Romanzensänger unübertrefflich. War 1811 beim Theater a.d. Wien, 1813 beim Hofoperntheater; gastierte 1816 in Berlin und Hamburg, wo er auch Barytonparthieen, z. B. den Don Juan, den Drest in Gluck's Iphigenia mit mächtigem Vortrag sang. 1817—1825 war er als Kammeränger in Darmstadt eine Zierde dieser damals mit so großer Vorliebe ausgestatteten Bühne. Weniger gefiel er in Paris, wohin er auf Gastrollen gegangen war; worauf er in Kassel und 1830 in Wien engagirt wurde. Wild besaß früher eine ungewöhnliche Kraft und Tonfülle, und obgleich eine Abnahme der-

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