Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 154

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1In seinem 70. Jahre wünschte er um sich zu schonen, einen Gehülfen bei den doppelten Kirchendiensten, weshalb er seinen jüngeren, auch hochbegabten Sohn als Compositeur, Organist in Nyjöbing auf Falster Waage Matthison Hansen einlud, diese Stelle zu übernehmen, welches sehr erfreulich für Beide in Erfüllung ging. Von seinen Compositionen, welche alle der Kirche gewidmet sind, seien besonders erwähnt: »Schwerere und leichtere Präludien und Postludien« bei Lose & Co. (Borchorst) und bei Hornemann (Hagen); »zwei Kyrie eleison«; »Geistliche Gesänge und Romanzen«; »Cyclus von Kirchencompositionen für Weihnachten, Ostern und Pfingsten«; der 130. Psalm und »Vater Unser«; »Ewalds Schwanengesang«. In Leipzig erschienen bei J. Schuberth: Introduction und Variation über »Vom Himmel hoch«; in demselben Verlag in Gottschalgs Repertorium für Orgel: Introduction und Variation über: Haydns »Gott erhalte Franz, den Kaiser« und Fantasie über: »Lobe den Herrn, den mächtigen König«. Im Manuscript sind vorhanden: »sechs Sinfonien«, »sechs Fantasien«, Fantasie über »Dronning Dagmar«, Variationen über »God save the King«, nordisches Tonbild (alle für die Orgel); ausserdem ein Oratorium »Johannes«, 121. 150. und 100. Psalm, welche zu Ostern in Kopenhagen aufgeführt werden (alles für Orchester, arrangirt für Orgel oder für Clavier).
3Hansen, Gottfried Matthison, jun., ist geboren am 1. November 1832 in Roskilde. Er zeigte gleichfalls früh musikalische Anlage, insofern er, lange bevor er überhaupt sprechen konnte, allerlei Melodien sang. Als der Knabe später grosse Lust am Lernen zeigte, wurde er zum Studiren bestimmt und besuchte im Jahre 1850 als Student die Kopenhagener Universität; bestand 1851 das philosophische Examen und studirte einige Jahre die Rechtswissenschaft. Das Musikleben der Hauptstadt Dänemarks und das Zusammensein mit den jungen Künstlern, bewirkte endlich, dass der junge Student eines schönen Tags alle die juristischen Bücher verkaufte, und sich ganz der Musik widmete. Er wählte die Orgel als sein Hauptinstrument und obgleich er keinen Unterricht auf dem Instrument bekommen konnte, weil das Geld fehlte, konnte er sich doch sehr bald in öffentlichen Concerten zeigen. Als Curiosum kann erwähnt werden, dass der junge G. M. H., damals ein sehr mässiger Clavierspieler, doch als erstes Studium Seb. Bachs G-moll Fuge und A-moll Concert ganz ohne Vorstudien (namentlich ohne Pedalübungen) einstudirt und kurz nachher öffentlich mit gutem Erfolge gespielt hat. Erst im Jahre 1859 wurde der junge Künstler als Organist der »deutschen Friedrichskirche« in Kopenhagen angestellt; im Winter 1862—63 machte er mit Hülfe des Ancker’schen Componisten-Reisestipendium eine Reise nach Deutschland; er ging direkt nach Leipzig, wo er ein halbes Jahr mit Hören und Studien zugebracht hat. Im Jahre 1865 richtete er mit E. Grieg, E. Hornemann und dem früh verstorbenen Componisten R. Nordraak das Concertinstitut Euterpe ein, um in Kopenhagen moderne Musikwerke aufzuführen; dieses Concertinstitut existirte nur drei Jahre. Im Juli 1867 wurde G. M. H. als Orgellehrer bei dem Musikconservatorium in Kopenhagen angestellt, und 1871 vertauschte er seine Organistenstelle mit der bedeutenderen Anstellung als Organist der St. Johaniskirche. In den Jahren 1874—77 hat er wiederholt Concertreisen in Dänemark gemacht (ca. 100 Concerte), und auf eigene Kosten später Deutschland jedes Jahr mit seiner musikalischen Frau Helge (geb. Müller) besucht. In dem Verlage von Breitkopf und Härtel in Leipzig sind folgende Compositionen G. M. H.’s erschienen: Trio für Clavier, Violine und Violoncell, op. 5; drei Charakterstücke, op. 1; drei Mazurkas, op. 2, für Piano. »Vom nordischen Mythenkönig Frode Fredegod«, op. 14 (Ballade für Piano); Sonate für Piano und Violoncell, op. 16; Sonate für Piano und Violine, op. 11. Ferner werden in Gottschalgs Orgelrepertorium zwei Compositionen für Orgel erscheinen: die eine, Fantasie in D-moll, op. 15, dem Professor K. Riedel gewidmet, hat der Componist bei dem Musikfeste des allgemeinen deutschen Musikvereins in Hannover im Mai 1877 gespielt und sich, wie die Leipziger und Berliner Musikzeitungen anerkannten, bei dieser

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