Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 16

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

18 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 8. See the scan on archive.org.

1Albuzio oder Albuzzi (lat. Albutius), Giov. Giac., Lautenist und Komponist für die Laute, wurde geboren und lebte in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts in Mailand. Von seinen Compositionen für die Laute finden wir in den Sammlungen: »Intabolatura de Liuto de diversi autori etc.« Milano p. J. Ant. Castiano, 1536, kl. in 4° obl. und »Hortus Musarum, in quo tanquam flosculi quidam selectissimarum Carminum collecti sunt ex optimis quibusque auctoribus etc.« Lovanii, ap. Phalesium bibliopolam juratum 1552. Die letztere Sammlung enthält Fantasien, Motetten, Gesänge und Tänze, eingerichtet für die Laute.
3Alcarotti, Giov. Francesco, Componist und Organist an der Kirche zu Como, wurde zu Novarre im Piemontesischen gegen 1536 geboren. Er gab heraus: »Il primo libro de Madrigali a cinque e sei voci«, Venedig, Ant. Gardano, 1567, in 4° obl. »Madrigali a cinque et sei voci con doi dialoghi a otto«, ibid. 1569, in 4° obl.
5Alembert, (Jean le Rond d') (I, 153), starb am 29. Oktober 1783.
7Alessandri, G., Stiftsherr der Kathedrale zu Ferrara in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, schrieb die Musik zu dem Oratorium: »Sancta Francesca Romana« (für fünf Stimmen). Das Manuscript dieser Partitur befindet sich auf der kgl. Bibliothek zu Berlin.
9Aletzie, Paolo, trefflicher Geigenbauer, lebte in München. Seine Bratschen und Violoncelli aus den Jahren 1720—1736 waren sehr beliebt.
11Alexander, mit dem Zunamen der Wilde, deutscher Minnesänger des 13. Jahrhunderts. Er zog, wie aus dem einen seiner Gesänge hervorgeht, als fahrender Sänger von Ort zu Ort, von Schloss zu Schloss, dies muss zwischen 1234—1282 geschehen sein (s. von Hagen, »Minnesänger« IV, S. 665). Sechs von den Gesängen mit Melodien von A. sind von v. Hagen nach den in Wien und Jena befindlichen Manuscripten in seine Sammlung mit aufgenommen.
13Alfred, mit dem Beinamen der Philosoph, englischer Gelehrter, dessen Ruf im 13. Jahrhundert auch in Frankreich und Italien verbreitet war, lebte längere Zeit in Rom und kehrte 1268 nach England zurück. Unter seinen Manuscripten befindet sich eins »De Musica« betitelt.
15Aliquot-Piano (Aliquot-Flügel) nennt der ausgezeichnete Pianofortefabrikant Julius Blüthner in Leipzig das, von ihm nach dem System der mitschwingenden Saiten (Aliquot-System) construirte Instrument. Die wissenschaftlich begründete Wahrnehmung, dass der Klang der Saiten aus einer Reihe von Theiltönen (Partialtönen, Aliquottönen) besteht, nämlich aus dem Grundton und seinen harmonischen Obertönen, und dass der Gesammtklang sich nach der Tonhöhe des Grundtones bestimmt, veranlasste den strebsamen Meister des Pianofortebau's, den Grundton durch mitklingende Saiten zu verstärken.
17Folgende Zeichnung vergegenwärtigt das Arrangement der mitschwingenden Saiten im Aliquot-Piano. Die Befestigung und die abgrenzenden Spannungspunkte der angeschlagenen Saiten sehen wir, genau wie in bisheriger Weise, in den Stimmwirbeln bei A 1, 2, 3, in der Agraffe 2, in den Stegstiften auf

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