Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1Ferdinand von Outrain, und war später durch dessen Munificenz in den Stand gesetzt, nach Venedig zu gehen, um sich dort in der Musik weiter auszubilden; dann nahm er am Churhofe zu München Dienste. Von seinen Werken werden genannt: 1) »Sacrae Cantiones quatuor, quinque et sex voc.«, Monachii 1540. In diesem Werke nennt er sich Anton Blasius Ammon. 2) Motetten zu 4, 5 und 6 Stimmen, München 1554. 3) »Missa quatuor, unica pro defunctis quaternis vocibus 1588«. 4) »Sacrae cantiones, quos vulgo Motetta vocans, 4, 5 el 6 vocum 1590«. 5) »Kurze Messen von 4 Stimmen«, München 1591. 6) »Breves et selectae quaedam Motettae 4, 5 et 6 vocum etc.«, Monachii 1593. Enthält 28 Gesänge. 7) »Quatuor Missae a quatuor, quinque et sex voci«, Monachii 1593. Die Werke 5, 6, 7 sind erst nach seinem Tode herausgegeben. Die »Sacrae cantiones« (4.) enthalten die Widmung des Componisten an den Erzherzog Ferdinand vom 1. Jan. 1590, zugleich aber auch die Vorrede des Druckers und Herausgebers Adam Berg vom 21. Jan. 1590, in welcher dieser dem verstorbenen Componisten eine Lobrede hält, so dass man annehmen darf, A. ist in der Zwischenzeit vom 1. bis 21. Jan. 1590 gestorben. Auch in Donfrieds: »Promptuarium« (1627), wie in Bodenschatz »Florilegium« von 1603 und dessen »Florilegium Portense« (1618) finden sich Gesänge von A.
3Ammon, Wolfgang (I, 203), ist geboren am 26. Januar 1540 zu Elsa im Coburg'schen; war zuerst Pfarrer in Weidelbach im Anspach'schen und seit 1579 Prediger zu Dinkelsbühl; Glaubensdifferenzen veranlassten ihn hier seine Entlassung zu nehmen; er wurde Fürstlich-Schwarzenbergischer Stadtpfarrer zu Marktbraith und starb hier 1589.
5Anders, Henri, ein in Deutschland geborener Tonkünstler, der sich gegen 1696 in Amsterdam niederliess und daselbst (nach Ed. G. J. Gregoir zwischen 1720—1730) verstarb. Er war als Organist thätig. Compositionen sind von ihm folgende bekannt: »Trios, Allemandes, Sarabandes, Gighe« u. s. w. Amsterdam 1976; »Apollo en Daphne« von Charles Zweets, erschienen bei Corneille Zweets, 1697, in 8°; Min en Wijntrijdt herderspel met de muziek van heer Anders«, 1719, 8°; »Symphoniae introductoriae trium et quatuor instrumentorum, op. 1 et 2. Amsterdam, Klaase Knol; enthaltend 24 Sonnaten.
7Andrez, Benoit, Notenstecher in Lüttich im 18. Jahrhundert, war einer der ersten, welcher in den Niederlanden eine periodische Sammlung von Gesängen herausgab. Sein Journal »L'Echo« erschien 1758 zuerst und dann mehrere Jahre bis 1761. Es brachte unter Anderm: ein Lied, eine Menuett und ein Duett und Quartett aus »Tirsi e Niece« von Gluck. Van der Stretten giebt (I, 110) das facsimilirte Titelkupfer des Journals. Benoit A. veröffentlichte auch bereits eine Anweisung, um mit zwei Würfeln verschiedene Menuette mit Bassbegleitung componiren zu können. Gegen Ende des Jahrhunderts führte eine Mlle. Andrez das Geschäft.
9Andries, Jean, Violinist, Violoncellist, Componist und Musikschriftsteller, ist zu Gent am 25. April 1798 geboren und starb am 21. Januar 1872. 1835 wurde er Professor der Violinclasse am Conservatorium zu Gent, und 1851 Direktor dieses Instituts, an welchem er von da an auch den Compositionsunterricht übernahm. Die Stelle als Solo-Violonist an der grossen Oper, welche er gleichfalls bekleidete, gab er 1855 auf, ebenso verblieb er vom Jahre 1856 an nur als Ehrendirektor am Conservatorium. Seine Violin- und Violoncell-Compositionen scheinen nicht gedruckt worden zu sein. Von seinen schriftstellerischen Arbeiten erschien: 1) »Aperçu historique de tous les instruments de musique actuellement en usage« (Gand, in 8°). 2) »Précis de l'histoire de la musique depuis les tempes les plus reculés, suivi de notices sur un grand nombre d'écrivains didactiques et théoriciens de l'art musical« (Gand, Buscher, 1862, 8°).
11Aneurin, Gwawdrydd, britischer Barde, lebte um 510, wie alle Barden des 6. Jahrhunderts, als Krieger und Sänger. Er war der Anführer des Bardenchores im Kampfe gegen die Anglo-Sachsen und gehörte zu den Dreien, die allein von den 363 kämpfenden Barden, welche in der Schlacht von Cattrath

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