Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 46

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

14 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 38. See the scan on archive.org.

1Blazon, Thibaut de, Troubadour des 13. Jahrhunderts, gehörte zur Begleitung des Thibaut, Königs von Navarra und Graf von Champagne. Acht Manuscrits seiner, mit Musik versehenen Gesänge befinden sich auf der Pariser Bibliothek.
3Blithemann, William, ein ausgezeichneter englischer Musiker, war Mitglied der Kapelle der Königin Elisabeth und als Orgelspieler berühmt. Er wurde 1586 Baccalaureus der Musik zu Cambridge, einige Jahre darauf Doktor der Musik und starb am Pfingstsonntag 1591. Besonderes Verdienst erwarb er sich als Lehrer des ausgezeichneten englischen Musikers John Bull (s. d. Bd. II, 224).
5Blodek, Wilhelm (II, 51), starb am 1. Mai 1874 in Prag.
7Boccherini (II, 60) ist geboren am 14. Januar 1743 zu Lucca und starb am 28. Mai 1806 zu Madrid. Das Haus in Lucca, in welchem die Familie 15 Jahre wohnte, ist durch die Stadtbehörden mit einer Tafel versehen worden, welche 1743 als Geburts- und 1806 als Todesjahr angibt.
9Boch, Franz Paula de, geboren zu Pottenstein im Königgrätzer Kreis in Böhmen und zu Kosteletz am Adlerfluss erzogen, wurde im Prager Conservatorium zu einem bedeutenden Cello-Virtuosen gebildet; war als solcher bis 1835 im Prager landstädtischen Theater-Orchester thätig, und gehört seitdem als Cellist der Stuttgarter Kapelle an. Einen Ruf als Professor an das Prager Conservatorium lehnte er ab. B. ist häufig mit Erfolg als Solist öffentlich aufgetreten und darf namentlich als Mitbegründer der ersten öffentlichen Quartett-Aufführungen genannt werden. Von seinen Compositionen sind mehrere Werke für Gesang und Violoncello veröffentlicht.
11Bockholz, Falconi Anna (II, 62), starb zu Paris am 24. Dec. 1879.
13Böckeler, Heinrich, geb. den 11. Juli 1836 in Köln, vollendete seine Gymnasialstudien daselbst am 31. Juli 1856. An der Bonner Universität, welche er darauf als kath. Theologe besuchte, wurde er durch den damaligen Repetenten H. Könen für kirchenmusikalische Studien gewonnen und mit der Leitung des academischen Kirchenchores betraut. Bei seinem Eintritte in's Priesterseminar nahm der damalige Gesanglehrer desselben, Pfarrer A. G. Stein, seine weitere Ausbildung in die Hand und veranlasste ihn, nachdem er am 3. September 1860 zum Priester geweiht worden war, das Kölner Conservatorium zu besuchen, um seine musikalischen Studien fortzusetzen und speciell unter Leitung des städtischen Kapellmeisters Dr. F. Hiller den Contrapunkt zu studiren, zugleich aber beim Unterrichten der Seminaristen Aushülfe zu leisten. Am 10. Mai 1862 zum Stiftsvicar in Aachen ernannt und am 12. Februar 1864 mit der Inspektorstelle des dortigen Choralenhauses betraut, fand er vielseitige Gelegenheit, auf das kirchenmusikalische Leben der Stadt Aachen einen grossen Einfluss auszuüben, zumal nachdem er am 19. Mai 1869 zum Vicepräses des Kölner Diöcesan-Cäcilienvereines, am 12. September 1870 zum Präses des Aachener Bezirksvereines und am 12. Januar 1871 zum Chordirigenten der Stiftskirche in Aachen ernannt worden war. Die in dieser Zeit von ihm herausgegebenen Werke sind folgende: »Mangon, Missa in summis festis«, »Processionale«, fasc. 1—3, »Lieder für die verschiedenen Zeiten des Kirchenjahres für Männerstimmen«, »Gesangbuch für höhere Schulen«, »Sammlung zweistimmiger Gesänge zum Gebrauche beim Schulgottesdienste«, »Gesangbuch für Marianische Congregationen«, »Lateinische Gesänge für Männerchor und gemischten Chor«, »Volkslieder für Schule und Haus« etc. Am 1. August 1875 begann er alljährlich mehrere Lehrcursen zur Ausbildung von Organisten und Chordirigenten abzuhalten, welche bis Mitte 1879 von ca. 130 Theilnehmern besucht wurden. Am 1. Juli 1877 gründete er das »Gregoriusblatt, Organ für katholische Kirchenmusik in der Rheinprovinz und Westfalen«, als dessen Redakteur er mit Energie für feste Grundsätze im Betriebe der Kirchenmusik und für Förderung des Studiums der altklassischen, speciell der palestrinensischen Kirchenmusik eintrat.

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