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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1aber fleissig componirend. Namentlich haben seine Instrumentalcompositionen auch in Deutschland Anerkennung und Freunde gefunden, es sind: ein Violin-Concert, Op. 19; fünf nordische Volkstänze, Op. 18; Serenade, Op. 24; eine nordische Meerfahrt; Ouverture, Op. 25; Vioconcell-Concert, Op. 27; Sinfonie in Es-dur, Op. 29; Clavierwerke; ein Trio, Op. 10 und ausserdem ein Chorwerk: Winter und Lenz, Op. 13, die in verschiedenen Städten Deutschlands mit Beifall aufgeführt wurden.
3Hartmann, ein durch seine hohe wissenschaftliche Bildung ausgezeichneter Mönch, ward im Jahre 920, nach Salomons Tode, Abt von St Gallen. Er dichtete und componirte mehrere Gesänge, die nicht nur im Kloster und in der Umgegend gesungen, sondern auch von den Päpsten für den allgemeinen kirchlichen Gebrauch sanctionirt wurden. Eine seiner Litaneien sang man noch im 17. Jahrhundert. Zu seinen Tonwerken gehört auch ein Begräbnisslied für die Könige. Sein Hauptbestreben war darauf gerichtet, dass das Gregorianische Antiphonar rein gelehrt und die Melodien darnach fest gehalten würden. Er starb 924.
5Hasert, Johann (V, 78), geboren zu Bercka vor'm Haynich in Thüringen.
6Haslinger, Karl, quondam Tobias (V, 83). Das Geschäft ging durch Kauf, im December 1875, an Rob. Lienau, Besitzer der Musikalienhandlung, Schlesinger in Berlin, über.
8Hasslinger-Hassing, Johann von (pseudonym: Johannes Hager), ist am 24. Februar 1822 geboren und widmete sich dem Staatsdienste, in welchem er die Stellung eines Hofrats im k. k. österreichischen Ministerium des Aeussern gewann. Dabei aber machte er auch gründliche Studien in der Musik unter Dr. A. J. Becker, Prof. Fischhof, J. Hauser, Mor. Hauptmann und F. Mendelssohn und componirte eine Reihe zum Theil bedeutender Werke, wie: Quartetten, Trios, ein Sextett für Streichinstrumente, ein Violoncelloconcert, eine Messe, eine Oper: »Jolanthe«, ein Oratorium »Johannes der Täufer«, eine Sinfonie, Lieder, Balladen u. s. w.
10Hatton, J. L. (V, 91), ist zu Liverpool 1815, nicht 1814. geboren. Er hat nicht nur eine Oper: »Bruno Pascal«, sondern deren mehrere geschrieben, »Acis und Galathea« (theilweise componirt, London 1843); »Queen of the Thames«; »Rose or Love's Ransom«; fünf noch unaufgeführte Opern, Ouverturen, Zwischenaktsmusik zu dem Drama Faust und Margaretha; eine Cantate »Robin Hood«, beim Musikfest in Bradford aufgeführt und eine sehr grosse Anzahl von Kirchenmusik und Gesangstücken, die beliebt sind. 1864 wurde H. Musikdirektor am Princess-Theater in London.
12Haubault, Madame, Virtuosin auf der Bassviola, liess sich Mitte des 18. Jahrhunderts in dem »Concert spirituel« in Paris mit Beifall hören. Daquin (Siècle littéraire de Louis XV) rühmt die Feinheit, Leichtigkeit und Sicherheit ihrer Bogenführung und den einschmeichelnden Ton ihres Spiels.
14Hauff, Wilhelm Gottlieb (V, 94), starb am 14. Mai 1817 in Nimegen, wo er Organist der grossen Kirche daselbst war. Sein Bruder:
15Hauff, Ferdinand, gestorben 1812, reiste als Orgelvirtuos viele Jahre in Holland und Deutschland.
17Hauff, Wilhelm G. F., Sohn von Wilhelm Gottlieb H. (V, 94), zu Nimegen 1793 geboren, war so musikalisch veranlagt, dass er schon im zwölften Jahre seinen Vater als Organist vertreten konnte. Er erwarb später Ruf als Organist und erhielt 1818 einen Platz als solcher an der Kirche St. Martin zu Groningen, wo er am 31. October 1850 starb. Seine Schulgesänge und Orgelcompositionen sind schwach. Die Zeitschrift Cäcilia widmete ihm 1860: »Herinneringen aan het orgelspel en het onderwijs van W. G. Hauff«.
19Hauff, Wilhelm, Sohn des Vorigen, ist 1833 in Groningen geboren, war Schüler seines Vaters und S. Meijer's. 1850 wurde er Organist der Hospitalkirche und erhielt 1858 im Concourse mit neun Bewerbern, an der reformirten Kirche zu Kampen eine gleiche Stelle und 1859 nach Vander Dussen's Tode
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