Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 275

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1Contrapunktes, wie sie ihm überkommen sind, nebst Beispielen, ohne sich auf principielle Erklärungen einzulassen. Ein Porträt M.'s von Capuri wurde in Bologna herausgegeben, ein zweites von Romagnoli der Biographie M.'s angefügt »Vita di Stanislao Mattei scritta da Filippo Canuti avvocato, all'Academia Filarmonico di Bologna dedicata« (Bologna, 1829 in 8°).
3Mattei, Tito, italienischer Pianist und Componist, geboren zu Campobasso am 24. Mai 1841, begann unter seines Vaters Leitung mit vier Jahren Clavier zu spielen, und konnte schon nach wenigen Jahren öffentlich auftreten. Bald darauf wurde er in Neapel der Schüler Thalberg's. 1853 liess sich M. unter beifälliger Aufnahme in Paris, in London und in Deutschland hören, und nahm dann Wohnsitz in London. Hier gehört er zu den vom Publicum bevorzugtesten Künstlern. Er ist als Clavierspieler, Orchesterdirigent und Componist thätig. Ein Clavierconcert mit Orchesterbegleitung, Romanzen und Gesänge, und die Musik zu einem lyrischen Drama »Maria di Gand« wurden sehr günstig aufgenommen. Einen ganz allgemeinen Erfolg erzielte der Walzer »Le Tourbillon« und einige italienische Gesänge, wie »Non è ver«; »Non torno«; »La Pesca«. Gegen vierzig Clavierstücke erschienen bei Alph. Leduc in Paris.
5Matthäi, Conrad, ein Componist der altpreußischen Schule, ist 1610 zu Braunschweig geboren und war ein Schüler von Heinrich Grimm in Magdeburg. Er studirte in Königsberg in Preussen die Rechte, wurde Dr. juris und übte darauf in seiner Vaterstadt das Amt eines Advokaten. Doch verliess er die juristische Carière und 1654 finden wir ihn als Cantor an der Altstädtischen Kirche in Königsberg. 1667 scheint er verstorben oder von Königsberg verzogen zu sein. Seine Compositionen, deren noch mehrere in der Bibliothek in Königsberg aufbewahrt sind, erweisen ihn als bedeutenden Contrapunktisten der altpreußischen Schule, deren Haupt Joh. Eccard ist. M. veröffentlichte ein treffliches theoretisches Werk: »Bericht de modis musicis aus den besten und bewährtesten autoribus der Musik zusammengetragen« (Königsberg, 1652), dessen eigentlicher Verfasser indess nach der zweiten Vorrede Heinrich Grimm ist.
7Mattheis, Nicolas, italienischer Violinist, der sich während der Regierungszeit Charles II. in London niederliess. Er kam sehr arm nach London und verscherte sich auch die Gunst des Hofes, vor welchem er spielte, durch ungemessenen Stolz. Es gelang ihm aber dennoch, besonders als Lehrer, sehr in Aufnahme zu kommen. Er schrieb für seine Schüler Lectionen, deren Abschriften sehr gesucht waren, weshalb er sie in Kupfer stechen liess und an dieselben direct verkaufte, und das Exemplar mit fünf oder sechs Guineen bezahlt erhielt. Es waren mit die ersten gestochenen Musikstücke die in England gangbar wurden, und M. erwarb durch diesen Verkauf und seine Stunden ein bedeutendes Vermögen. Der Titel des Werkes ist: »Ayres for the violin to wit: preludes, fugues, allemandes, sarabands, courants, gigues, fancies, and like wise other passages, introductions for single and double stops. M. liess auch ein ähnliches Werk für Guitarre stechen. Seine Violincompositionen, Concerte u. s. w. blieben ungedruckt.
9Mattheis, Nicolas, Sohn des Vorigen, geboren zu London, wurde von der frühesten Kindheit an von seinem Vater im Violinspiel unterrichtet, und machte sehr schnelle Fortschritte. 1717 kam er nach Wien als erster Violinist der kaiserl. Kapelle. Später ging er nach Böhmen, wo er 1727 noch in Prag weilte. Hier componirte er, wie es das Titelblatt bezeugt, die Balletmusik zu der Oper Costanza e Fortezza von Fux, des damaligen Kapellmeisters, der diese Oper zu den Krönungsfeierlichkeiten Carl VII. schrieb. M. kehrte jedoch wieder nach England zurück, wo ihn 1737 in Shrewsbury Burney kennen lernte und von ihm Unterricht in der Musik und der französischen Sprache erhielt. B. versichert, dass M. Corellische Sonaten bewundernswürdig spielte. M. starb in Shrewsbury 1749. In Amsterdam erschien von ihm: »Arie cantabile a violino solo e violoncello o basso continuo«.
11Matthison-Hansen, s. Hansen.

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