Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 278

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

12 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 270. See the scan on archive.org.

1und des eigenen Werkes »Atlas der alten Musik«, mit einer Vorrede für die Schüler der Geschichte und Philosophie der Musik.
3Meckenheuser, Jacob Georg, Hoforganist zu Quedlinburg, geboren zu Goslar 1660, war Organist des Klosters Hammersleben, wo er sich mit Mathematik beschäftigte. Er gab das Werk heraus: »Die sogenannte allerneueste musikalische Temperatur, oder die von den Herren Kapellmeistern Bümlern und Mattheson communicirte 12 rational gleiche Toni minores oder semitonia«, 1727, in 4°, 8 Blätter.
5Médard, Nicolas, Lautenmacher, der zu Nancy in den letzten Jahren des 17. Jahrhunderts lebte. 1701 liess er sich in Paris nieder. In London befindet sich eine Violine von ihm, gezeichnet Pariisis 1700. Er imitirte die Amati Geigen.
7Mederitsch oder Medritsch, Johann, mit dem Beinamen Gallus, dessen eigentlicher böhmischer Name aber Megdrzicky ist (auf deutsch »Hahn«), wurde zu Nimburg an der Elbe gegen 1765 geboren und studirte Musik in Prag und Wien. Als Clavierspieler und Componist hatte er gegen Ende des 18. und Anfang des 19. Jahrhunderts Erfolge. 1794 ging er als Kapellmeister nach Ofen, kehrte aber schon 1796 nach Wien zurück. Hier wurden vier seiner Opern mit Erfolg aufgeführt; eine fünfte auf dem Schikanederschen Theater 1797 zuerst aufgeführt, war von ihm in Gemeinschaft mit Winter componirt: »Die Ruinen von Babylon«, gedruckt in Wien, Offenbach, Leipzig, Braunschweig. Ausserdem schrieb M. die Musik zur Tragödie »Macbeth« und anderen Dramen, und gab bei Artaria in Wien und André in Offenbach heraus: Zwei Clavierquartette, Sonaten für Clavier und Violine, Trois sonates dialoguées für Clavier und Violine. In Traegs Catalog in Wien 1799 sind noch Clavierconcerte, Kammer- und Kirchenmusik und Compositionen für Männerchor verzeichnet.
9Medici, Ferdinand von, Prinz von Toskana, Sohn des Grossherzogs Cosimo III., geboren 1663, starb am 30. October 1713. Er war einer der eifrigsten fürstlichen Pfleger und Förderer der Tonkunst, zog viele Componisten an seinen Hof, die er mit der Composition von Opern, Oratorien und anderen Werken betraute und auch sonst förderte. Es gehören zu diesen: Scarlatti, Perti, Händel, Clari, Pasquini, Palaroli, Della Porta, Mancini, Lucatelli, Montuoli. Auch Cristofori lebte an seinem Hofe, der 1709 das erste Pianoforte construirte. Leto Puliti publicirte (in den Akten der königl. Musikakademie zu Florenz im 12. Jahrgang) das Schriftchen: »Delia vita del Serenissimo Ferdinando dei Medici gran-principe di Toscana e'della origine del piano-forte«.
11Meerens, Charles, Violoncellist und musikalischer Schriftsteller auf dem Gebiete der Akustik, geboren in Brügge in Belgien am 26. December 1831 als Sohn eines auf der Flöte, Guitarre und Violine geschickten Virtuosen. 1845 kam er mit seinem Vater nach Antwerpen; und erhielt dort J. Bessem als Lehrer des Cellospiels. In Gent unterrichtete ihn Dumont, worauf er nach Brügge, 1855 aber nach Brüssel ging und am Conservatorium daselbst noch unter Servais studirte. Nachdem er sich auch öffentlich producirt hatte, trat er in das, von seinem Vater errichtete Claviermagazin ein, und beschäftigte sich nun hier in der Folge sehr angelegentlich mit physikalisch-mathematischen Untersuchungen, welche zur musikalischen Kunst in Beziehung stehen. Es entstanden die folgenden Schriften: 1) »Le Métromètre, ou Moyen simple de connaitre le degré de vitesse d'un mouvement indiqué« (Bruxelles, Schott, 1859); 2) »Instruction élémentaire du calcul musical et philosophie de la musique« (Brüssel, Schott, 1864, Broschüre in 8°); 3) »Phénomènes musico-physiologiques« (id. id., 1868, Broschüre in 8°; 4) »Hommage à la mémoire de M. Delézenne, examen analytique de ses précieuses experiences d'acoustique musicale« (id. id., 1869, Broschüre in 8°); 5) »Le Diapason et la notation musicale simplifiée« (id. id., 1873, Broschüre in 8°); 6) »Mémoire sur le diapason, adressé a l'Institut national de Genève« (id. id., 1877, Broschüre in 8°); 7) »Petite Méthode pour apprendre la musique et le piano en peu de temps, d'après le système de notation musicale

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.