Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 279

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

8 lines. Read by computer on 15 September 2026. Printed page 271. See the scan on archive.org.

1simplifiée«. M. ist correspondirendes Mitglied des National-Instituts zu Genf und zu Palermo.
3Meerts, Lambert Joseph, Professor des Violinspiels am königl. Conservatorium zu Brüssel, ist geboren daselbst am 6. Januar 1800. Ursprünglich für den Handelsstand bestimmt, und die Musik nur zum Vergnügen betreibend, konnte er bei veränderten Glücksumständen seine Kenntnisse alsbald verwerthen, indem er vierzehn Jahr alt, als Repetitor und erster Violinist am Theater zu Antwerpen angestellt werden konnte. Er wurde hier Schüler von Fridzeri und bei mehrfachem Aufenthalt in Paris, von Habeneck, Lafont, Baillot. Nach Brüssel zurückgekehrt, widmete er sich dem Unterricht, und trat 1828 als Solo-violinist in's Orchester. Im Concert liess er sich mit Beifall hören. Obgleich er schon einige Concerte, Fantasien und dergl. componirt und mit Beifall vorgeführt hatte, wurde er 1833 Compositionsschüler von Fétis, Direktor des Brüsseler Conservatoriums, an welchem M. 1835 als Lehrer eintrat und sehr erfolgreich wirkte. Nach eingehender Beschäftigung mit dem Gegenstande, veröffentlichte er eine Reihe durchdachter Lehr- und Studienwerke für Schüler des Violinspiels, welche von den bedeutendsten Autoritäten anerkannt sind, und deren Methode auch durch Warot für Cello, und Bernier für Contrabass übertragen worden ist. Es sind: 1) »Etudes pour violon avec accompagnement d'un second violon«, 2 Theile (Mainz, Brüssel, Schott). Betrifft die Bogenführung; 2) »Mécanisme du violon«; 3) »Douze études considérées comme introduction à la seconde partie du mécanisme du violon en ce qui regarde la double corde«; 4) »Trois livraisons sur l'étude de la deuxième de la quatrième et de la sixième position«; 5) »Douze livraisons d'études de rythmes sur des motifs de Beethoven«; 6) »Trois études pour le style fugué et staccato«; Le mécanisme de l'archet en douze études pour violon seul«; »Le travail journalier des jeunes solistes«; »Six fugues à deux parties pour violon seul«; »Trois études brillantes«. Sämtlich Schott, Mainz und Brüssel.
5Megerle, Abraham (nicht zu verwechseln mit Ulrich Megerle, Abraham a Sancta Clara genannt), ein berühmter und fruchtbarer Tonsetzer, ist am 9. Febr. 1607 zu Wasserburg im Isarkreise geboren. Von Jugend auf für die Musik begeistert, machte er früh darin bedeutende Fortschritte. 1617 trat er als Kapellknabe in das Serviten-Kloster zu Insbruck, wo er vier Jahre blieb, dann wurde er als Instrumentalist unter die Hofmusiker des Erzherzogs Leopold aufgenommen. Nach Beendigung seiner Studien trat er in den geistlichen Stand. Als 1632 der Erzbischof mit dem Tode abgegangen war, ertheilte M. drei Jahre lang Unterricht bei den Chorfrauen im adeligen Stift zu Hall und hier erwarb er sich bereits Ruf durch seine Aufführungen von Kirchenmusik. In Folge dessen wurde er vom Fürstbischof zu Konstanz zum Kapellmeister der Kathedrale ernannt, und hier schloss er einen engen Freundschaftsbund mit dem Grafen Carl von Fugger. Als der Kapellmeisterposten an der Erzbischöflichen Kirche zu Salzburg erledigt war, zog man M. dorthin, und hier erwarb er sich Ehren und Würden; er wurde Canonikus an der Kirche der heil. Jungfrau Maria ad Nives, dann Canonikus und Scholastikus an der Collegiatkirche zu Alt-Oetting in Baiern und endlich der römischen Kirche Protonotar und öffentlicher apostol. Notarius juratus. 1650 ging er nach Wien, ward 1652 vom Kaiser in den Adelstand erhoben, und starb zu Alt-Oetting am 29. Mai 1680 im 74. Jahre seines Lebens. M. hat an die 2000 Compositionen, theils gedruckt, theils handschriftlich hinterlassen, »ohne die Schlagsachen (wie er selbst sagt) und Spartituren, dabei ich auch mit genennet worden, die vielfältige »Arcana Musica, auch Anagrammata, Logogryphi, Labyrinthi, Canones, Aenigmata Musica, ABCdaria, Invocatio per nonima notarum et aliae plures picturae Musicae«.
7Méhul, Etienne Nicolas (VII, 104), Pougin Biogr. des Mus. Supp. II, S. 197 giebt nach Einsicht des Taufzeugnisses Méhul's, dessen Vorname als Etienne Nicolas (nicht Etienne Henri) an, nach derselben Quelle ist auch der Geburtstag M.'s am 22. (nicht 24. Juni) 1763.

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.