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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1Mehwald, Friedrich, geboren in Schlesien gegen 1802, besuchte das katholische Gymnasium in Breslau, wo er später als Musiklehrer lebte. Er gab die Biographie seines Lehrers heraus: Biographie Herrn Joseph Ignaz Schnabels, weiland königl. Universitätsmusikdirektors, Domkapellmeisters, Lehrers am katholischen Seminario u. s. w. (Breslau, 1831, zwei Blatt in 8°). M. war auch Redakteur der schlesischen Musikzeitung in den Jahren 1833—34 (Breslau, Crantz).
3Mei, Orazio (VIII, 109), starb zu Livorno im October 1787.
5Meibom, Markus (VII, 109), es existirt noch ein Schriftstück von ihm »Epistola de Scriptoribus variis musicis, ad Marquardum Gudium«, datirt 14. April 1667, abgedruckt in den Episteln des Gudius (Utrecht, 1697).
7Meifred, Joseph Emil, geboren zu Colmar am 22. Nov. 1791, starb zu Paris am 29. Aug. 1867. Er kam mit 21. Jahren nach Paris ins Conservatorium, und bildete sich zu einem vortrefflichen Hornisten aus. Hierauf nahm er Anstellung als solcher erst am italienischen Theater und dann an der Oper. 1833 wurde am Conservatorium eine Classe für ihn eröffnet, die nach seinem Ausscheiden als Lehrer der Anstalt 1865 wieder einging. M. hatte, nachdem das Cornet à piston in Frankreich eingeführt war, sich mit Verbesserungen dieses Instrumentes beschäftigt, die er auch herausfand. Sie bestehen in der Verlegung der Pistons in die Nebenröhren, und in der Anbringung von kleinen Saugern in das Blaserrohr. Diese Veränderungen stellte 1827 der Instrumentenmacher Labbaye her. Ausser einigen Compositionen für Horn veröffentlichte M. folgendes: »De l'étendue, de l'emploi et des ressources du cor en général, et de ses corps de rechange en particulier avec quelques considérations sur le cor à piston« (Paris, Launer, 1829, in 4°); »Méthode pour le cor à deux pistons, à l'usage du Conservatoire de Paris« (Paris, Richault); »Méthode de cor chromatique en particulier« (Paris, de Soye et Comp., 1851, 8°. 16 pp. 2 planches); »Quelques mots sur les changements proposés pour la composition des musique d'infanterie« (Paris, 1852. 16°. 32 pp.).
9Meinardus, Ludwig (VIII, 110), ist am 17. Septbr. 1827 in dem kleinen Hafenort Hooksiel a. d. Jahde geboren. Der Vater wurde später nach Jever als Rentmeister versetzt und dort besuchte Ludwig das Gymnasium. Er glaubte sich zur Theologie bestimmt und konnte doch die Neigung dazu nicht finden; in diesen Kämpfen sprach der ältere Bruder das versöhnende Wort, in dem er ihn, als für den Künstlerberuf bestimmt, erklärte. Bei seiner grossen Neigung zur Musik war es leicht, ihn für diese zu gewinnen, und da keine Lehrer dafür am Orte waren, half er sich mit Selbststudien so gut es eben anging, durch. Fink's Musikalische Schulgrammatik und Albrechtsberger's Generalbassschule wurden fleissig von ihm studirt. Doch machte es ausserordentliche Schwierigkeiten, die Eltern mit dem gewählten Beruf zu versöhnen. Sie verlangten, dass er die Virtuosenlaufbahn erwähle und so entschied er sich für das Violoncello, und weil kein Lehrer desselben am Ort war, so musste der Stadtmusikus, ein guter Violinspieler, einen solchen ersetzen. M. unterbrach seine Gymnasialstudien und übte mit so grossen Eifer Violoncello, dass er sich schliesslich eine langwierige Krankheit zuzog. Nach seiner Genesung liess er sich bestimmen, seine Gymnasialstudien wieder aufzunehmen, die er dann auch vollständig beendete. Dann aber widmete er sich ausschliesslich der Musik. Rob. Schumann, an den er einige seiner Compositionen gesandt hatte, bestimmte den Vater, den Sohn nach Leipzig zum Besuch des Conservatoriums zu senden. Weihnachten 1846 ging der junge M. dahin ab, aber bereits nach 3/4 Jahren gab er das Conservatorium auf und nahm Privatunterricht bei A. F. Riccius. 1849 wurde er Hauslehrer bei einem Gutsbesitzer bei Potsdam, und 1850 ging er nach Berlin, um noch den Unterricht bei Marx zu geniessen. Allein die Berliner Polizei hielt ihn für politisch compromitirt und wies ihn aus. Er wandte sich nach Weimar und trat in nahe Beziehungen zu Franz Liszt; da er indess dessen mächtigen Einfluss zu spüren begann, ging er wieder von Weimar fort und nahm eine Kapellmeisterstelle bei einer ambulanten Schauspielertruppe an, die damals gerade in Erfurt weilte, und mit ihr ging M. auch noch nach Nord-
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