Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 293

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1Thisbe« u. a. und wird als Urheber der »Tonadillas« (ein dramatischer Gesang) angesehen. In diesem Genre componirte er eine sehr grosse Anzahl ein- und mehrstimmiger Gesänge. M. gilt als nationaler Componist; er starb in Madrid am 13. Februar 1766.
3Moderne, Jacques, französischer Musiker des 16. Jahrhunderts, wegen seiner Körperlänge »Grand Jacques« genannt, war Kapellmeister der Kirche Notre Dame du Confort zu Lyon. Von seinen Compositionen führt Gessner an: «Chansons françaises à quatre parties» und »Motets à cinq et a six voix lib. 3«. M. errichtete in Lyon eine Notendruckerei, aus der zahlreiche Drucke hervorgingen. Die früheste Sammlung von Motetten von J. Moderne gedruckt, trägt das Datum 1532; die letzte der Sammlungen aus dieser Officin ist vom Jahre 1556.
5Mohammed ben Adolmedschid, arabischer Musikschriftsteller, geboren in Latakie in Syrien, starb 848 (christliche Zeitrechnung 1448). Seine Abhandlung »Fethidjet« ist das vollständigste und bestrenomirte Buch über moderne Musik in Arabien. Es enthält zwei Abtheilungen, die erste behandelt die Tonarten, die zweite den Rhythmus. Nach Hammer-Purgstall ist es dem Sultan Bajasid II. zugeeignet. Eine Abschrift befindet sich in der Wiener Hofbibliothek.
7Mohnike, Theodor Christian, geboren am 6. Januar 1781 zu Grimmen in Pommern, war Schulrektor in Greifswald und wurde 1818 Prediger in Stralsund. Er giebt einige wissenswerthe Nachrichten über den Gegenstand »Geschichte des Kirchengesanges in Neuvorpommern, von der Reformation bis auf unsere Tage« (Stralsund, 1831, in 8°).
9Molique, Bernhard (VII,166), ist nicht 1803, sondern 1802 am 7. Oct. geb.
11Mollenhauer, Heinrich (VII, 167), Violoncellist und Begründer des Conservatoriums der Musik zu Brooklyn bei New-York, ist am 10. September 1825 zu Erfurt geboren, woselbst sein Vater ein ausgedehntes Pelzgeschäft betrieb. Bereits im vierten Lebensjahre zeigte sich M.'s tonkünstlerische Begabung, indem er alle, ihm zu Ohren gekommene Musik nach dem Gehör auf dem Clavier reproducirte, und zwei Jahre später hatte der inzwischen mit ihm begonnene Clavierunterricht so gute Früchte getragen, dass er sich auf Hummel's Empfehlung vor der Grossherzogin von Weimar als Pianist hören lassen durfte. Der Erfolg dieses Debuts veranlasste seinen Vater, mit ihm und seinen beiden ebenfalls begabten Brüdern, eine Kunstreise durch ganz Deutschland zu unternehmen, auf welcher die Wunderkinder überall mit Enthusiasmus aufgenommen wurden. Nach Erfurt zurückgekehrt, erhielt M. auf seinen besonderen Wunsch Unterricht auf dem Violoncell, und dies Instrument lernte er unter der Leitung Knopp's bald so vollständig beherrschen, dass er das Clavier und die Violine verliess, um sich ihm ausschliesslich zu widmen. In Folge späterer Kunstreisen verbreitete sich der Ruf seiner Virtuosität auch über Deutschlands Grenzen hinaus und 1853 erhielt er ein Engagement in der königl. Kapelle in Stockholm, welcher er einige Jahre angehörte, bis der Ablauf seines Contraktes ihn veranlasste, auf's neue längere Concertreisen — diesmal in Schweden und Dänemark — zu unternehmen. Inzwischen hatten sich seine Brüder in Amerika niedergelassen, und ihrem Beispiele folgend, schiffte auch er über den Ocean, und landete 1856 in New-York, wo er vom Publicum um so freundlicher aufgenommen wurde, als die Kunde von der Vortrefflichkeit seiner Leistungen schon längst auch hierher gedrungen war. Zunächst spielte er mit grossem Beifall in einem Concerte der philharmonischen Gesellschaft, dann reiste er zu verschiedenen Malen als Begleiter Thalberg's, Gottschalk's und der Sängerin C. Patti durch die Vereinigten Staaten. Erst in den sechziger Jahren, nachdem M. einen häuslichen Heerd begründet, gelangte seine Laufbahn als reisender Virtuose zum Abschluss; nunmehr widmete er sich in erster Reihe der pädagogischen Seite seines Berufes und gelangte namentlich durch die Begründung einer eigenen Musikschule in Brooklyn (1867), zu einer höchst erfolgreichen Wirksamkeit in dieser Richtung. Dass M. die Thätigkeit des ausübenden Künstlers damit nicht aufgegeben hat, dass er vielmehr die Zöglinge seiner Anstalt

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