Scan 320
Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
8 lines. Read by computer on 10 September 2026. Printed page 312. See the scan on archive.org.
1arbeiterchaft erhielt. Unter N.'s grösseren Arbeiten ist ein Werk über Chopin zu erwähnen, welches binnen kurzem erscheinen wird. Bezüglich seiner Lebensumstände ist noch zu bemerken, dass er 1874 nach Edinburg übersiedelte, durch die Rauheit des dortigen Klima's jedoch veranlasst wurde, diese Stadt schon nach Jahresfrist zu verlassen und sich wieder nach dem milderen Dumfries zurückzuziehen.
3Niederheitmann, Friedrich, Musikliebhaber und Sammler werthvoller italienischer Instrumente. In der Schrift »Cremona« (Aachen, 1877), giebt er Nachrichten über die bedeutendsten italienischen Lautenmacher und die speciellen Eigenschaften der, von ihnen verfertigten Instrumente. N. starb in Aachen 1878.
5Niederländischer Tonkünstlerverein (Neederlandse Toonkunstenaars-vereeniging), ist eine, über das ganze Land und die vlämisich gesinnten Städte Belgiens verbreitete Gesellschaft, welche den Zweck verfolgt, die Compositionen einheimischer Künstler zur Aufführung zu bringen, sowie die dazu Befähigten als Solisten auftreten zu lassen. Das eine wie das andere wurde in den letzteren Jahren so sehr vernachlässigt, dass einige Künstler selbst den Entschluss fassten, hier eine Besserung herbeizuführen. G. A Heinze, der verdienstvolle Componist mehrerer oratorischer Werke, ergriff die Initiative; ihm schlossen sich: Richard Hol (Utrecht), W. F. G. Nicolai (Haag), H. A. Meijroos (Arnhem), W. Stumpff (Amsterdam), C. van der Linden (Dortrecht) an, und bildeten das Comité für's ganze Land. Der Verein, der jetzt (1881) beinahe sechs Jahre besteht, veranstaltete grosse Musikfeste, bei welchen bis jetzt »Bonifacius« von Nicolai; »Der fliegende Holländer« und »Leiden's Glorie« von Hol; »Der Feeenschleier« von Heinze; »Die Rubenscantate« vom vlämisichen Componisten Peter Benoit; Sinfonieen oder Ouverturen von Gernsheim, Hol, Heinze, Nicolai, Verhulst, Franz Coenen, Ed. de Hartog, Peter Benoit, Meijroos, van der Linden u. a. m., und kleinere Gesangs- oder Instrumentalwerke von den genannten und vielen jüngeren aus dem Lande zur Aufführung gelangten. Ausserdem wurden zum gleichen Zwecke seitens des Vereins Concerte veranstaltet in Amsterdam, Arnhem, Dortrecht (wo besonders reges Leben herrscht), Haag, Leiden und Utrecht, in welchen namentlich Kammermusik und auch Lieder zum Vortrage kamen. Ausserdem hielten Heyblom, Hol, Nicolai, Caspers und Pijzel Vorträge über: »Den Gesang«; »Die musikalische Ornamentik«; »Die musikalische Kritik«; »Nationalität in der Kunst«; und »Die niederländische Sprache als Gesangsprache«. Es wurden auch Preise ausgeschrieben, und solche erhielten: W. Kes für ein Violinconcert; C. Krill für ein Claviertrio; Leon, C. Bouman für Fantasiestücke, für Violine und Clavier, und G. H. Witte für Fantasiestücke für Cello und Clavier. Ehrenvolle Erwähnung fanden: Henri Völlmar für eine Ballade (Chor, Soli und Orchester) und Govert Dorrenboom für Fantasiestücke für Cello und Clavier. Einige Dichter erhielten Prämien für eingesandte Werke zur musikalischen Composition geeignet. Der Verein besitzt eine Bibliothek von Werken niederländischer Componisten, und hat auch den Grund gelegt zu einem Pensionsfonds für seine Mitglieder. Ein mit Fleiss zusammengestellter Catalog der Werke von den meisten Componisten des Landes und von den belgischen Mitgliedern ist soeben erschienen und zeigt aufs Ueberzeugendste, wie Vieles und Gutes im Lande selbst geschrieben wurde, und wie sehr es zu bedauern und zu beklagen ist, dass die Concertgesellschaften und selbst die Musiker fortfahren, das meiste davon zu negiren.
7Niemann, Rud. Friedr., geboren am 4. December 1838 in Wesselburen (Holstein), war zuerst Schüler seines Vaters und dann in den Jahren von 1853—1856 des Leipziger Conservatoriums. Zu seiner weiteren Ausbildung ging er dann nach Paris und schliesslich nach Berlin, wo er noch die Unterweisung von Hans von Bülow genoss. N. darf zu den besten Pianisten der Gegenwart gezählt werden. Composition studirte N. bei Rietz, Halevy und Kiel. N. erweiterte seinen Ruf namentlich durch die, in den Jahren 1873—1877 mit
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.