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Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883
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1Wilhelmy gemeinschaftlich unternommenen Concertreisen in Deutschland, Russland, England u. s. w. Seine Compositionen gehören zu den beachtenswerthesten Erscheinungen der Neuzeit, namentlich haben seine Gavotte op. 16 für Pianoforte und seine Sonate für Pianoforte und Violine op. 18 allgemeines Interesse erregt.
3Nieuwenhuijsen, F. (VII, 281), wurde zu Zutphen 1758 geboren und war Schüler des Organisten Bleumer und des Carillonneur Groenemann. Er starb am 29. Januar 1841 zu Utrecht. Sein ältester Sohn:
4Nieuwenhuijsen, J. Friedrich, wurde zu Utrecht am 27. Februar 1784 geboren, starb daselbst 1851.
5Nieuwenhuijsen, G. J. F., der jüngere Bruder des Vorigen, geboren zu Utrecht am 4. Januar 1818, starb daselbst am 19. Mai 1869.
6Nohr, Christian Friedrich (VII, 284), ist am 7. October 1800 geboren und starb am 16. October 1875.
7Norblin, Louis Pierre Martin, sehr talentvoller Violoncellist, wurde in Warschau am 2. December 1781 geboren. Sein Vater, französischer Maler, hatte, zum Hofmaler des Königs Stanislaus August ernannt, 1772 dort Wohnsitz genommen. 1798 wurde N. zum Besuche des Conservatoriums nach Paris geschickt, und gewann dort als Schüler Baudiot's den ersten Preis. 1809 trat er in das Orchester der italienischen Oper, von 1811—1844 gehörte er als Solo-Violoncellist der grossen Oper an. 1826 wurde er zum Professor am Conservatorium, an Stelle Levasseur's ernannt, auch gehörte er zu dem weltberühmten Quartett von Baillot. N. starb am 14. Juli 1854 auf dem Schlosse Connantre (Marne).
8Normann, Barack, gehörte zu den geschicktesten Lautenmachern Englands im 18. Jahrhundert. Er wurde 1688 geboren und starb 1740. Wahrscheinlich war er ein Schüler des Thomas Urquhart. In England schätzte man ihn hoch und er gilt auch für denjenigen, der Violoncellos daselbst zuerst verfertigte. 1715 associirte er sich mit Nathanael Cross, und beide zeichneten ihre Instrumente »The bass-viol«.
9Norris, John, englischer Lautenmacher, der in London in Gemeinschaft mit Thomas Smith arbeitete, wurde 1739 geboren und starb 1818.
10Noskowski, Siegmund von, in Warschau am 2. Mai 1846 geboren, wurde 1865 Schüler des dasigen Conservatoriums, als welcher er namentlich Clavier, Violine und Gesang studirte. Nach seinem Abgange wurde er Musiklehrer am Warschauer Blindeninstitut; als solcher erfand er ein neues Notensystem für die Blinden, das von dem Collegium angenommen wurde. Daneben war er auch zum Stellvertreter des Professor Ciaffei am Conservatorium ernannt worden. Er gab indess diese Stellungen 1873 auf und ging als Stipendiat der Warschauer Musikgesellschaft nach Berlin, um noch bei Professor Kiel Composition und Contrapunkt zu studiren. Durch dessen Vermittlung wurde er 1876 als städtischer Musikdirektor nach Constanz berufen, wo er noch wirkt. Von seinen Compositionen sind bisher nur wenige gedruckt.
11Notenumwender (VII, 304), siehe: Automatischer Notenblattumwender.
12Notker, Balbulus (VII, 304), starb 912, nicht 812. Reissmann's »Illustrirte Geschichte der deutschen Musik« (Leipzig, 1881) bringt sein Bild.
13Notograph (s. auch Notenschreibmaschine VII, 295), so nennt der Lehrer E. Schmeil in Magdeburg die neue von ihm erfundene Maschine, welche das, auf dem Clavier Gespielte sofort zu Papier bringt. Sie besteht aus einem rechteckigen Kasten mit Claviatur und zwei Pedalen, von denen das linke zum Aufziehen des Laufwerks, das rechte aber zur Bestimmung des Taktwerths der entstehenden Noten dient. Um die Claviatur des Notographen bei verschiedenen Instrumenten anzuwenden, ist sie verstellbar. Vermittelst einer Triebwalze wird das Papier von den eingelegten Papierrollen abgezogen und unter den Radirstiften, die sich über der Triebwalze befinden, um ihre Peripherie bewegt und auf eine Rolle gewickelt. Linienzieher und Notenzeichner notiren so das Ge-
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