Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 54

Musikalisches Conversations-Lexikon : Ergänzungsband, 1883

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1Brassin, Louis (II, 172), ist nicht zu Brüssel 1846, sondern zu Aachen 1836 geboren. Sein Vater war auch nicht Belgier, sondern ein Deutscher und wirkte als Baritonist an den Theatern zu Mannheim, Hamburg und Leipzig. 1869 wurde Louis Brassin Professor des Clavierspiels am königl. Conservatorium in Brüssel. 1878 nahm er seine Entlassung, um einem Rufe in gleicher Eigenschaft an das kaiserl. Conservatorium in Petersburg zu folgen. Seinen sechsmonatlichen Urlaub verlebt er theils in Brüssel, theils in Brühl bei Köln. Sein Bruder
3Brassin, Leopold, geboren am 28. Mai 1843 in Strassburg, ist Lehrer am Conservatorium in Bern; der andere Bruder
5Brassin, Gerhard, geboren am 10. Juni 1844 in Aachen, lebt als Violinvirtuose in Breslau.
7Bratfisch, Albert (II, 172), starb am 28. Januar 1874 in Stralsund.
9Braun, Augustus, Cantor an der St. Michaelisschule zu Lüneburg von 1695—1713, war während einiger Jahre der Lehrer Joh. Seb. Bach’s, der im Convict Aufnahme gefunden hatte. B. war gleichfalls Chorschüler der Anstalt gewesen und genoss auf der Universität das Klosterstipendium. Er spielte als Studiosus bei Kirchenmusiken das Positiv. Bei seiner Bewerbung um das Cantorat an der St. Michaelisschule konnte er zu seiner Empfehlung anführen: »dass er von Jugend auf dieser Profession obgelegen habe«. Er hat auch eine bedeutende Anzahl von Motetten und anderen Kirchenstücken componirt. Ein vorhandener Catalog zählt nach Junghans: »Bach als Particularschüler« (1870) deren 24 zu 4—21 Stimmen auf. Die Bibliothek des Johanneum in Lünebug besitzt noch eine Weihnachtscantilene von ihm aus dem Jahre 1703.
11Bredal, Ivor Friedrich (II, 176), geboren am 17. Juni 1800 zu Kopenhagen, war noch sehr jung schon ein ausgezeichneter Bratschist und wurde in der königlichen Kapelle angestellt. Zu seinen früheren Compositionen gehören ein Concert für Bratsche, ein Concertante für Bratsche und Violoncell und eine Ouvertüre für Orchester. 1832 schrieb er seine erste Arbeit für die Bühne, das Singspiel: »Lucia di Lammermoor«, (Text von H. C. Andersen) und später, 1834 (nicht 35) erschien die Oper: »Die Guerillos«. Damit schloss er seine Compositionstätigkeit am Theater ab; er componirte danach nur noch einige Lieder zu Schauspielen und einige kirchliche Stücke, eine Scene für Tenor und Orchester: »Judas Ischariot« und eine Osterhymne: »Das Auferstehen«. B. wurde 1834 beim Abgange Schall’s zum Concertmeister, 1850 zum Singmeister ernannt, verliess den Dienst am Theater 1863 und starb am 25. März 1864.
13Bréhy, Hercules Peter, Musikdirektor an der Collegialkirche St. Michael und St. Gudula in Brüssel, war seinerzeit ein angesehener Kirchencomponist; er starb 1734. Von seinen Compositionen werden erwähnt: ein Orgelpräludium für volles Werk im dritten Kirchenton (1734) und ein zweites im vierten, eine Litanei vierstimmig. »Partition de rep. de le Semaine sointe des Dames Bénédictines Anglaises à 3 voix«, »Venite pastores« für eine Stimme, »A solis ortus« für eine Stimme, eine Messe vierstimmig mit Instrumenten, ein »Te Deum« für vier Singstimmen und Instrument. Ferner: »Plusieures messes à deux chanteurs avec des cors de chasse sur toutes sortes de tons, beaucoup de motets à plein choeur et à voix seule etc«, welche seine Witwe zum Kauf ausbot.
15Breidenstein, Heinr. Carl (II, 177), starb am 13. Juli 1876 in Bonn.
17Breitendich, Christian Friedrich (II, 178), ist am 28. Dec. 1702 geboren; wurde 1741 Hoforganist und später zugleich Organist an der Nikolai-Kirche. Starb 1775.
19Breitkopf & Härtel. Dr. jur. Hermann Härtel starb am 4. August 1875 und Raymund Härtel schied Anfangs des Jahres 1880 aus dem Geschäft aus, so dass jetzt ein Enkelpaar Gottfr. Härtels: Wilhelm Volkmann und Dr. Georg Oscar Imanuel Hase allein an der Spitze der weltberühmten Firma stehen.
21Brell, Pater Benito, Mönch, Organist und Componist, geboren zu Barcelona wahrscheinlich gegen das Ende des 18. Jahrhunderts, wurde von P. Boada

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