Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 190

Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912

19 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 174. See the scan on archive.org.

1Seiten des gemeinsamen Korpus mit Decken, Griffbrettern und Saitenbezügen einer gewöhnlichen (Prim-) und einer kleinen (Terz-) Guitarre versehen; die Mensurlänge beträgt 65 und 56 cm. Die Zargen sind aus rötlichbraun lackiertem schlichtem Ahornholz. An Stelle des Wirbelbretts sind zwei ineinandergehende Wirbelkästen vorhanden, von denen der größere in einen geschnitzten Faunkopf ausläuft. — Beide Griffbretter tragen je 21 messingene Bünde.
2Gesamtlänge 94 1/2 cm, Korpuslänge und Breite der größeren Guitarre 43 1/2 bzw. 31 1/2 cm, Korpuslänge und Breite der kleineren Guitarre 39 bzw. 26 1/2 cm, Zargenhöhe 7 1/2 cm.
3Abbildung auf Seite 170.
5No. 608. Stumme Guitarre,
6ebenfalls deutsche Arbeit aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das zu Uebungszwecken verfertigte Instrument, dem ein eigentlicher Schallkörper fehlt, besteht eigentlich nur aus einem verlängerten Hals, der in seinem unteren Teil in einer Länge von 19 cm ausgehöhlt und mit einer von kleinen Schalllöchern durchbrochenen Decke versehen ist.
7Der Bezug besteht wie bei der gewöhnlichen Guitarre aus 6 Saiten.
8Das Griffbrett trägt lose Darmbünde.
9Gesamtlänge 92 cm, Breite 6 1/2 cm.
11Streichguitarren.
13No. 609. „Guitarre-Violoncell“, „Guitarre d’Amour“ oder „Arpeggione“
14mit fast ganz abgerissenem und daher schwer lesbarem Zettel „[Joannes] Georgius Staufer / [fecit Viennae anno] 1824“. Das eigenartige einem Violoncell (oder richtiger einer Baßviole) ähnliche Instrument, ein Mittelding zwischen Guitarre und Violoncell, hat Korpus, Griffbrett und Saitenbezug der Guitarre, wird aber als Violoncell behandelt, d. h. die Saiten werden durch Streichen mit einem Bogen zur Ansprache gebracht. — Die Form des Korpus und der beiden leicht geschweiften C-ähnlichen Schalllöcher lehnt sich genau an das damals (1818) aufgekommene Modell von Francis Chanot an.1) Boden und Zargen sind aus geflammttem Ahornholz und dunkelrot lackiert, die leicht gewölbte gelb lackierte Decke ist aus Fichtenholz. Der Deckenrand wird von eingelegten hellen und dunklen Holzadern umsäumt. Der durchbrochene Wirbelkasten läuft an Stelle der Schnecke in ein schildartiges Plättchen aus.
15Der sechssaitige Bezug entspricht der Guitarre. Das stark gewölbte Griffbrett trägt 24 messingene Bünde.
16Höhe 1,15 m, Korpuslänge 64 cm, obere Breite 32 1/2 cm, untere Breite 38 cm, Zargenhöhe 11 1/2 cm.
181) Vgl. die Abteilung „Streichinstrumente“ des Katalogs.

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