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Scan 251
Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912
24 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 235. See the scan on archive.org.
1Corsini, Pietro. (Harfe No. 376.)
2Ein italienischer Harfenmacher, der um die Mitte des 17. Jahrhunderts in Arcidosso, einer kleinen Stadt in Toscana zwischen Siena und Chiusi, ansässig war. (Eine Anfrage beim dortigen Municipio blieb erfolglos.) In v. Lütgendorffs Werk ist er nicht erwähnt; weitere Instrumente von ihm sind bisher nicht bekannt geworden.
4Costa, Diego. (Gitarre No. 592.)
5Ein spanischer Lauten- und Guitarrenmacher aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, der in Cadix lebte und »Cal de Cobor« wohnte. Nach seiner Arbeit zu urteilen, dürfte er — wie v. Lütgendorff annimmt — in Italien gelernt haben.1)
7Cusumano, Giuseppe. (Guitarris. Laute No. 575.)
8Ein nicht ungeschickter Lautenmacher, der um die Mitte des 19. Jahrhunderts (1854) in Tunis lebte.
10Deleplanque, Gérard J. (Cistre No. 620.)
11Ein ausgezeichneter Instrumentenmacher, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zu Lille lebte; nachweisbar sind die Jahre 1760—1790. Besonders geschätzt war D. wegen seiner gut gearbeiteten und hübsch ausgestatteten Cistres („English Guitars“), die am häufigsten anzutreffen und an ihrem rötlichgelben Lack leicht erkennbar sind; doch fertigte er auch Guitarren, Violinen, Violoncells u. a. Nach Instrumentenzetteln war seine Wohnung zuerst „Marché aux poulets, près le Marché aux poissons“, seit 1768 „Grande Chaussée, au coin de celle des Dominicains“ und zuletzt (seit 1785) „Place de Ribour, près l’Hôtel de Ville“; hier führte er das Ladenschild „Au Violon de Crémone“.
12Besonders reich an Instrumenten von D. ist das „Musée du Conservatoire“ zu Brüssel; es besitzt ein Violoncello v. 1760 (Coll. Snoeck No. 132), eine Guitarre v. 1761 (Coll. Snoeck No. 157), Cistres v. 1764 (No. 1525) u. 1766 („Pandore“ No. 535), ein Quinton (5saitige Violine) v. 1766 (No. 1399), Cistres v. 1771 (No. 1523) u. 1775 (No. 537), eine Viole d’amour v. 1781 (Coll. Snoeck No. 20), eine Guitarre v. 1783 (Coll. Snoeck No. 156); ferner verschiedene undatierte Cistres (No. 536, Coll. Snoeck No. 160 u. 162), ein „Cistre à clavier“ (Tastensister; Coll. Snoeck No. 158) und ein „Archicistre“ (Coll. Snoeck No. 161). — Ein Cistre v. 1768 (No. 255) und eine Guitarre v. 1774 (No. 1060) befinden sich im Conservatoire zu Paris. Der Kgl. Sammlung zu Berlin gehören aus der Collection Snoeck ein Cistre v. 1772 (No. 274), ein „Cistre en corps de luth“ vom gleichen Jahre (No. 271), ein Cistre v. 1775 (No. 269) sowie zwei undatierte Cistres (No. 270 u. 273) an. — In de Wits „Geigenzettel alter Meister“ (1. Teil, Tafel VII No. 78 u. 79) sind zwei seiner Zettel a. d. J. 1773 u. 1785 nachgebildet.
14Del Perugia, Fernando. (Mandolinen No. 662—664.)
15Siehe „Perugia, del“ (Seite 263).
17Dieffopruchar, Magno. (Chitarrone No. 512.)
18Siehe: „Tieffenbrucker“ (Seite 270).
20Diehl, Friedrich. (Schlagzither No. 467.)
21Friedrich Diehl, ein Mitglied der bekannten süddeutschen Geigenbauerfamilie, wurde 1814 zu Darmstadt als dritter Sohn des ausgezeichneten großherzogl. hessischen Hoflauten- und Geigenmachers Nikolaus D. (geb. 1779
231) Der Zettel in der Bandurria No. 672, nach dem v. Lütgendorff (2. Aufl., S. 143) die Jahreszahl 1790 mitteilt, ist gefälscht und zeigt durchaus moderne Typen.
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.