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Scan 482
Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912
21 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 466. See the scan on archive.org.
1No. 819. Tenor-Viola da gamba
2mit geschriebenem Zettel: „Joh. Christian Hoffmann / Königl. Poln. und Churf. / Sächs. Hoff Jnstrument,, und / Lautenmacher. Leipzig 1731.“
3Boden und Zargen des schönen Instruments sind aus geflammttem Ahornholz; der an Nicolaus Amati erinnernde durchsichtige Lack zeigt goldgelbe Färbung. Die Schalllöcher sind C-förmig. Der Wirbelkasten ist mit durchbrochenen Blattschnitzereien verziert und läuft wie bei der Altgambe No. 805 in ein (für Hoffmann typisches) hübsch geschnitztes Frauenköpfcchen von orientalischem Gepräge aus.
4Gesamtlänge 1,21 m, Korpuslänge 69 cm, obere Breite 31 cm, untere Breite 37 1/2 cm, Zargenhöhe 13 cm.
5Abbildung auf Seite 469, Abbildung des Wirbelkastens auf Seite 456, Nachbildung des Zettels auf Seite 624.
7Basse de Viole d’amour (Viole bâtarde) von Claude Boivin, Paris 1734: siehe No. 852 (Seite 493 des Katalogs).
9No. 820. Tenor-Viola da gamba,
10italienische Arbeit aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das interessante Instrument hat ähnlich wie No. 807 guitarrenförmige Korpuskonturen ohne Mittelecken. Boden und Zargen sind aus schlichtem Ahornholz und bräunlichrot lackiert. Die Schalllöcher sind f-förmig. — Die Gambe war früher zu einem Violoncell umgearbeitet gewesen (vgl. No. 818); der ergänzte Wirbelkasten läuft in einen geschnitzten Löwenkopf aus.
11Gesamtlänge 1,12 m, Korpuslänge 64 cm, obere Breite 27 cm, untere Breite 33 1/2 cm, Zargenhöhe 12 cm.
13No. 821. Tenor-Viola da gamba,
14deutsche Arbeit aus der Mitte des 18. Jahrhunderts; mit geschriebenem Reparaturzettel: „Reparirt von / Carl Christian Otto / in Halle 1816“. Boden und Zargen sind aus leicht geflammttem Ahornholz und weisen goldgelben, Hoffmann-ähnlichen Lack auf. Der hübsche Saitenhalter wird von doppelten Elfenbeinadern umsäumt und ist in der Mitte mit einer gravierten Perlmuttereinlage im Rokokostil verziert, die zwei musizierende Figuren darstellt; im oberen Teil sind die Initialen „R. B.“ erkennbar. Die Schalllöcher sind C-förmig. Der geschnitzte Wirbelkasten läuft in eine ziemlich plumpe Schnecke aus; Griffbrett und Hals sind ergänzt.
15Gesamtlänge 1,18 m, Korpuslänge 71 1/2 cm, obere Breite 31 1/2 cm, untere Breite 38 1/2 cm, Zargenhöhe 12 cm.
16Abbildung auf Seite 468, Nachbildung des Zettels auf Seite 635.
18No. 822. Tenor-Viola da gamba
19mit geschriebenem unleserlichem Zettel, aus dem sich nur noch die Vornamen „Frantz Gottlob / ….“ entziffern lassen; deutsche Arbeit aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Boden und Zargen des einfachen Instruments sind aus deutschem Eschenholz und rötlichbraun lackiert. Die Schalllöcher sind f-förmig. — Die Gambe war früher zu einem Violoncell umgearbeitet gewesen (vgl. No. 818); der ergänzte Wirbelkasten läuft in eine Schnecke aus.
20Gesamtlänge 1,19 m, Korpuslänge 70 1/4 cm, obere Breite 29 1/2 cm, untere Breite 39 cm, Zargenhöhe 15 cm.
The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.