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Scan 540
Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912
13 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 524. See the scan on archive.org.
1Tons, so doch Glanz und Geschmeidigkeit italienischer Violinen vermissen ließen — zahlreiche Anhänger und praktische Nachahmer seiner Theorie, wie Johann Georg Staufer in Wien, Carlo Antonio Galbusera in Mailand u. a. (Vgl. Bemerkung zu No. 913, Seite 544 des Katalogs.) — Auf Anregung Chanots befaßte sich auch der ausgezeichnete französische Arzt und Physiker Felix Savart (geb. 1791 zu Mézières, gest. 1841 zu Paris) mit eingehenden akustischen Studien zur Verbesserung des Violintons, deren Ergebnisse er in der wertvollen Schrift: „Mémoire sur la construction des instrumens à chordes et à archet“ (Paris 1819) veröffentlichte.1) Seine Experimente, zu denen ihm J. B. Vuillaume in selbstloser Weise die wertvollsten italienischen Meisterinstrumente zur Verfügung stellte, führten ihn zur Konstruktion von Violinen in Trapezoid-Form, die ebenso wie die Chanot-Geigen bei einer Prüfung durch die französische Akademie größten Beifall erhielten, trotzdem aber keinen Eingang in die Praxis fanden, sondern schon nach wenigen Jahren in Vergessenheit gerieten. (Vgl. Bemerkung zu No. 887, Seite 528.) — Ebenso wenig hatten spätere Versuche auf diesem Gebiete, wie z. B. die „birnenförmigen“ Violinen, die der Münchener Geigenbauer Andreas Engleder ca. 1850 konstruierte, oder die ellipsoidischen Geigen (»Violino arpa«, »Violino chitarra«) des Fürsten Gregor Stourdza (ca. 1870), irgendwelchen nachhaltigen Erfolg.
3Violinen aus abweichendem Material.
5No. 881. Violine,
6italienische Arbeit (aus Ravenna) v. J. 1845. Das Korpus des eigenartigen Instruments besteht aus Messingblech, alle übrigen Teile sind aus Holz. Boden und Decke sind stark gewölbt.
7Gesamtlänge 60¹/₂ cm, Korpuslänge 35¹/₂ cm, obere Breite 16³/₄ cm, untere Breite 20¹/₂ cm, Zargenhöhe 3³/₄ cm.
8Abbildung auf Seite 518.
10„Im Jahre 1813 wurde eine Geige ganz in Messing von Gottl. Heberlein in Markneukirchen mit Hilfe des dortigen Blasinstrumentenmachers Dürschmidt erbaut. Er spielte dieses Instrument sogar öffentlich in der Kirche, und der Anblick desselben erregte, besonders wenn es in der Sonne schimmerte, stets die höchste Verwunderung der staunenden Menge. In den 1880er Jahren war es der Blasinstrumenten-Fabrikant van Osch in Maastricht (Holland), der den Bau von Geigen aus Kupfer versuchte. Das Klangresultat dürfte aber den Erwartungen ebenfalls nicht entsprochen haben.“ („Zeitschrift für Instrumentenbau“, 9. Band, S. 282.) — Violinen mit Decken aus Eisenblech baute um 1820 der österreichische Geigenmacher Bagany in Pottendorf (n. d. Enns) zum billigen Preise von 4 fl 48 kr. C M.
121) Die Bibliothek des Museums besitzt ein Exemplar des Buches mit einer eigenhändigen Widmung des Autors an Cherubini.
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