Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 577

Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912

20 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 561. See the scan on archive.org.

1No. 922. Violoncello,
2mit geschriebenem Reparaturzettel: „Ristaurato da me Lorenzo Carcafsi / della Madonna de Ricci in Firenze 1740“. Das Instrument ist (nach Bauart, Lack und der charakteristischen Schnecke zu schließen) anscheinend eine Arbeit von Bartolomeo Obici in Verona aus der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Boden und Zargen sind aus schlichtem Ahorn-, die Decke ist aus Zedernholz; der Lack ist von dunkelroter Färbung. Die Bügeleinschnitte sind verhältnismäßig flach verlaufend. Die Schnecke ist auffallend groß und beweist (ebenso wie der abweichenderweise aus nur drei Saiten bestehende Bezug) die enge Verwandtschaft zwischen dem Violoncello des 17. Jahrhunderts und dem Contrabass. (Vgl. die Einleitung, Seite 558.)
3Gesamtlänge 1,24 1/2 m, Korpuslänge 71 1/2 cm, obere Breite 32 1/2 cm, untere Breite 44 cm, Zargenhöhe 13 1/2 cm.
4Nachbildung des Reparaturzettels auf Seite 609.
6No. 923. Violoncello
7mit gedrucktem Zettel: „Christopharus Rittig fe-/cit Genuae anno 1680“. Der Boden des gut gearbeiteten Instruments ist aus nur wenig geflammtem Ahornholz; der Lack ist von gelbbrauner Färbung. Die kräftig geschnittenen f-Löcher sind auffallend groß. Hals, Griffbrett und Saitenhalter sind ergänzt, dagegen ist die schön geschwungene Schnecke original.
8Der Bezug ist ebenso wie bei allen folgenden Violoncells No. 924—938 viersaitig.
9Gesamtlänge 1,23 1/2 m, Korpuslänge 74 cm, obere Breite 35 1/2 cm, untere Breite 41 3/4 cm, Zargenhöhe 11 3/4 cm.
10Nachbildung des Zettels auf Seite 636.
12No. 924. Kleines Violoncello,
13italienische (Brescianer) Arbeit aus dem Ende des 17. Jahrhunderts. Das Instrument ist von etwas ungelener, altertümlich anmutender Form; es hat länglich-gestreckte Korpuskonturen mit tief eingeschnittenen Mittelbügeln, so daß die Ecken der Oberbacken besonders scharf hervortreten. Der Boden ist aus geflammttem, die Zargen sind aus schlichtem Ahornholz; der Lack ist von bräunlichgelber Färbung. Die kleinen f-Löcher sind nahe am Steg eingeschnitten. Der Saitenhalter ist mit Perlmuttereinlagen verziert.
14Gesamtlänge 1,11 1/2 m, Korpuslänge 69 1/2 cm, obere Backenbreite 31 1/2 cm, Breite an den oberen Ecken 34 cm, Breite an den unteren Ecken 36 cm, untere Backenbreite 38 cm, Zargenhöhe 11 cm.
15Ueber die Benutzung Violoncells kleinerer Bauart zum Solospiel s. die Einleitung, Seite 558 des Katalogs.
17No. 925. Violoncello
18aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts; vielleicht von Andreas Ferdinand Mayr in Salzburg. Der Boden des gut gearbeiteten Instruments ist aus schlichtem Ahornholz und — bei Violoncells eine Seltenheit! — aus einem Stück gearbeitet; die Zargen sind aus geflammtem Ahornholz. Boden und Decke sind stark gewölbt. Der Lack ist von rötlichgelber Färbung. Der Wirbelkasten ist auf der Rückseite mit hübschen Ornament-Schnitzereien verziert und läuft in ein Löwenköpfchen aus.
19Gesamtlänge 1,20 m, Korpuslänge 73 cm, obere Breite 32 1/2 cm, untere Breite 42 1/2 cm, Zargenhöhe 13 cm.

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