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Scan 581
Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912
20 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 565. See the scan on archive.org.
1Violoncelli piccoli
2(vgl. die Einleitung, Seite 559).
4No. 932. Violoncello piccolo,
5vielleicht eine Arbeit von Johann Christian Hoffmann in Leipzig aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das trefflich gearbeitete Instrument stellt einen interessanten Uebergangstyp zwischen (Alt-) Viola da gamba und Violoncell dar: der gewölbte Boden und die Korpuskonturen gemahnen — trotz der verhältnismäßig langen Mittelbügel — an die Form des Violoncells, während das Fehlen der überstehenden Deckenränder, die schlangenförmig verlaufenden Schalllöcher und die in den oberen Teil der Decke eingelassene geschnitzte Rosette Charakteristika der Gamben bilden. Der Boden ist aus einem Stück gearbeitet; der Lack ist von hellgelber Färbung. Der Wirbelkasten ist auf der Rückseite durchbrochen.
6Gesamtlänge 1,03 m, Korpuslänge 59 1/2 cm, obere Breite 26 1/2 cm, untere Breite 33 cm, Zargenhöhe 11 cm.
8No. 933. Violoncello piccolo
9mit gedrucktem Zettel: „Andreas Hoyer, Violinmacher / in Klingenthal. 1759“. Das Instrument hat ähnlich dem vorhergehenden »Violoncello piccolo« ein länglich-gestrecktes Korpus; auch die langen Schalllöcher haben die bei Violen beliebte schlangenähnliche Form. — Griffbrett und Wirbelkasten sind ergänzt.
10Gesamtlänge 1,05 1/2 m, Korpuslänge 59 1/2 cm, obere Breite 25 cm, untere Breite 30 1/2 cm, Zargenhöhe 10 1/4 cm.
11Nachbildung des Zettels auf Seite 629.
13No. 934. Violoncello piccolo,
14italienische Arbeit aus dem 18. Jahrhundert, anscheinend von einem Meister der Brescianer Schule. Der Lack des hübschen Instruments ist von gelbroter Färbung. Die Ränder des Bodens und der Decke sind von doppelten Aederchen umsäumt; der Boden ist außerdem im oberen und unteren Teile mit eingelegten Ornamenten verziert. Die f-Löcher sind ziemlich steif geschnitten. Der aus Palisanderholz verfertigte Saitenhalter und der Hals sind ergänzt; dagegen ist die zierliche Schnecke original.
15Gesamtlänge 91 1/2 cm, Korpuslänge 58 cm, obere Breite 30 cm, untere Breite 36 cm, Zargenhöhe 9 cm.
16Abbildung auf Seite 563.
18No. 935. Violoncello piccolo (sog. „halbes oder Kinder-Cello“), böhmische (Schönbacher) Arbeit aus dem 19. Jahrhundert. Der Boden des einfach gearbeiteten Instruments ist aus schlichtem Ahornholz; der Lack ist von dunkelbrauner Färbung.
19Gesamtlänge 96 cm, Korpuslänge 54 1/2 cm, obere Breite 26 cm, untere Breite 31 1/2 cm, Zargenhöhe 8 1/2 cm.
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