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Scan 633
Musikhistorisches Museum von Wilhelm Heyer in Cöln : Kleiner Katalog der Sammlung alter Musikinstumente, verfast von Georg Kinsky, 1912
18 lines. Read by computer on 29 September 2026. Printed page 617. See the scan on archive.org.
1Perger, der in einer an den Magistrat gerichteten Eingabe vom Oktober 1755 erwähnt, daß er „nunmehr 26 ganzer Jahr als Bürgerlicher Geigenmacher in Landshut hause“.
2(Nach frdl. Nachforschungen des Kgl. Kreisarchivs Landshut.)
3v. Lütgendorff (2. Aufl., S. 229) bemerkt: „F.’s Violen und Gamben sind von vortrefflicher Arbeit, auch seine Violinen sind zu loben.“
4Nachweisbar in Sammlungen sind nur einige »Marintrompeten«, und zwar ein Instrument v. J. 1722 (im Museum der „Gesellschaft der Musikfreunde“ zu Wien) und drei Exemplare a. d. J. 1720 (im bayr. Nationalmuseum zu München [No. 200] und in der Sammlung des „Historischen Vereins für Niederbayern“ zu Landshut).
6Franck: siehe Grohmann, C. A. G. (Seite 618).
8Geissenhof, Franz. (»Viola d’amore« No. 841.)
9Franz G. wurde i. J. 1754 zu Vils in Tirol als Sohn des „Pflegers und Urbarverwalters“ Johann Michael G. geboren. Den ersten Unterricht erhielt er in seiner Vaterstadt (wahrscheinlich bei Jakob Betz oder Anton Rief), ging dann nach Wien und wurde Gehilfe und 1781 Nachfolger von Johann Georg Thir. Am 29. Juli 1780 legte er den Bürgereid ab; seine Werkstatt befand sich Singerstraße No. 922. — v. Lütgendorff urteilt über ihn: „Er war ein hervorragender Meister, der nach italienischen Vorbildern und besonders nach dem Stradivari-Modell von 1716 arbeitete. In bezug auf die Arbeit kann er als der beste Wiener Meister bezeichnet werden. Leider ist der Ton seiner Geigen nicht sehr groß… G. war außerordentlich genau und gewissenhaft in der Arbeit, er arbeitete meistens allein, da er keinen Gehilfen finden konnte, der seinen strengen Anforderungen entsprach. Er ließ kein Stück aus der Werkstatt, das nicht ganz einwandfrei war, und doch ist die Zahl der von ihm gebauten Instrumente ziemlich groß…“ — Er starb am 2. Januar 1821 zu Wien.
10Vgl. v. Lütgendorff, 2. Aufl. S. 267/68, wo auch ein ausführliches Verzeichnis der im Privatbesitz befindlichen Instrumente G.’s mitgeteilt ist. — Ein Zettel v. J. 1805 ist in de Wits „Geigenzettel alter Meister“ (2. Teil, Tafel 13, No. 142) nachgebildet.
12Gigli, Giulio Cesare. (»Violino piccolo« No. 757.)
13Ein nicht ungeschickter Geigenbauer dritten Ranges, der um die Mitte des 18. Jahrhunderts in Rom lebte. v. Lütgendorff (2. Aufl., S. 274) gibt die Jahreszahlen 1721—1762 an und erwähnt: „Wenn er im ganzen auch nicht zu den hervorragenden Meistern gehörte, so machte er doch einige bessere Geigen nach Amati, die in ihrem rotgelben Lack und ihrer Arbeit für ihn sprechen.“ Er war vielleicht ein Enkel des Cembalaro Giovanni Giglio, der um 1640 in Rom wirkte.
15Gilbert, Simon. (»Pardessus de viole« No. 788.)
16Ein geschätzter Violenmacher in Metz, der um 1710 geboren wurde und etwa von 1730—1765 arbeitete; auf seinen Zetteln bezeichnet er sich als Geigenbauer und Musiker an der Domkirche. Er widmete sich besonders dem Bau der damals in Mode gekommenen fünfsaitigen »Pardessus de viole« (vgl. Seite 429f.). Vermutlich war er ein Sohn von Nicolas Louis G., der ebenfalls als Violenmacher um 1700 in Metz wirkte.
17Als »Quintons« bezeichnete »Pardessus de viole« von Simon G. waren in den ehemaligen Pariser Sammlungen Sax (v. J. 1744; No. 215), Loup (1749; No. 14) u. Samary (1765; No. 9) vertreten. — Ein gleiches Instrument mit dem Zettel „Nicolas Louis Gilbert facteur d’instruments à Metz 1701“ befindet sich im Museum des Conservatoire zu Brüssel (No. 1396).
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