Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 28

Taxe der Streich-Instrumente ; Anleitung zur Einschätzung von Geigen, Violen, Violoncelli,…, 1907

6 lines. Read by computer on 28 September 2026. No printed page number was found. See the scan on archive.org.

1späterhin ist öfters darauf hingewiesen als ein Erkennungszeichen einzelner Meister.) Stainers f, das der vergleichenden Tabelle auch beigegeben ist, zeigt die rundlichste Zeichnung und ist das kürzeste. Es kommt u. a. bei vielen römischen und manchen venezianer Meistern in Frage, und seine typische Form kann wohl immer als ein Erkennungszeichen für deutschen Einfluß gelten. Wir werden daher, so oft wir ihr begegnen, zunächst an jene Meister denken müssen, deren, wenn auch italienisierte Namen, auf deutschen Ursprung deuten, oder an Geigenbauer, die direkte oder indirekte Schüler dieser Meister waren. (Beispiel: Techler in Rom und seine Nachahmer.) Ferner an solche, deren Beziehung zur deutschen Kunst naheliegt. (Beispiel: Serafino Santo in Venedig.)
3Auch die Form der Ecken ist, wie bereits bemerkt, bezeichnend. Man vergleiche die Abbildungen und bei der Violine von Maggini wird das schwache Hervortreten der Ecken auffallen. Das ist charakteristisch für die Brescianer Schule überhaupt. Am stärksten greifen die Spitzen der Ecken bei Nicola Amati aus. Stradivari kommt seinem Lehrmeister auch darin nahe: die Ecken seiner Instrumente weisen auf die Amati-Schule hin. Bei Stainer ist die ganze Zeichnung rundlicher, die Ecken treten weniger vor. Das ist zu beachten, handelt es sich darum, deutschen Einfluß bei italienischen Meistern zu erkennen.
5Für Alter und Herkunft der Instrumente legt vielfach beredtes Zeugnis die Einlage (Äderchen oder Flödel) ab. Bei geringen Arbeiten ist sie oft nur gemalt; doch auch einige bessere Meister ersparten sich manchmal die Mühe, Decke und Boden — öfters nur den Boden — einzulegen, so z. B. P. A. Testore. Bei den Instrumenten aus der frühesten Zeit ist die Einlage meist breit und roh ausgeführt. Die Brescianer Schule liebte doppelte Einlagen und in Verzierungen auslaufende Linien; die Mailänder beweisen oft wenig Sorgfalt. — Als Material dienten fast immer schwarze und weiße aufeinander geleimte Holzstreifchen. Fischbein wurde vorzugsweise von deutschen oder niederländischen Meistern verwendet. Besondere Beachtung verdient auch die Ausführung der in Spitzen auslaufenden Stellen der Einlagen an den Ecken der Instrumente; die Sauberkeit der Arbeit weist auf die Geschicklichkeit des Verfertigers hin, und Ungenauigkeiten lassen immer darauf schließen, daß das Instrument nicht aus

The computer misreads some letters and numbers. Where a name matters to you, read the scan.