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Scan 570
The violin and its music, 1881
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1ihn zu künstlerischer Gestaltung treibt: die Idee des Ganzen, in welchem alles zum Leben gelangt, Gestalt und Bedeutung gewinnt, geht aus dem Innersten seines Geistes hervor, sie ist die schöpferische Kraft, die unablässig fortzeugend thätig ist, bis das Kunstwerk vollendet dasteht. Die Idealität des Kunstwerkes, welches der menschliche Geist im Einklang mit der Natur, soweit er sie zu durchdringen vermag, und deshalb mit voller Freiheit schafft, ist der Ausdruck der Nothwendigkeit, welche für den Menschen allein im Kunstwerk — und zwar nur deshalb, weil es als ein Ganzes aus dem menschlichen Geiste hervorgegangen ist — fassbar und anschaulich wird; in ihr hebt sich, was sich sonst als Gegensatz der Form und des Inhalts, der Schönheit und des Ausdrucks darstellt, zur höchsten Einheit auf. Wo sie erreicht ist, tritt die volle Befriedigung ein, welche dem Sterblichen nur im Genuss der Kunst beschieden ist. Aber unsere Freude und Bewunderung steigert sich, wenn diese Harmonie aus einer reichen, vielfestaltigen Komposition, die eine Fülle von Motiven, geeignet, uns in den verschiedensten Richtungen zu beschäftigen und uns tief im Innersten zu ergreifen, vor uns ausbreitet, hell und rein emporblüht — unmittelbarer und voller berührt uns dann das Wehen des Geistes, dem das Weltall ist, was dem Menschen sein Kunstwerk.
339.
5Bestellte Arbeiten.
7Mozarts Stellung in Wien wurde im wesentlichen durch seinen Don Giovanni so wenig verbessert als durch Figaro. Wie wirklich seine äußere Lage war, geht aus den im Juni und Juli 1788 an Buchberg geschriebenen Briefen hervor¹. Wirft man einen Blick auf das Verzeichnis seiner Kompositionen seit der Rückkehr aus Prag:
9¹ 'Außer den von Jahn (1. Aufl. III S. 489 f. 1 u. 2 und Nohl (N. 254. 255) veröffentlichten Briefen gehören nach Spitta's wohl begründeter Vermuthung auch die Briefe bei Nottebohm S. 52, 2 u. S. 55, 2 in diese Monate. Hiernach wünschte Mozart von Buchberg aber durch dessen Vermittlung eine größere Summe auf längere Zeit zu erhalten, um seine Verhältnisse zu ordnen; doch konnte dieser Wunsch nicht erfüllt werden. Der Brief Notteb. 85, 1, den Spitta ebenfalls diesem Jahre zuweist, dürfte eher den traurvollen Briefen des Juli 1789 anzureihen sein, da die langwierige Krankheit Constanzens, welche in dieses Jahr fällt, darin erwähnt wird.'
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