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Scan 301
Von der Violine, 1906
9 lines. Read by computer on 3 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 265. See the scan on archive.org.
1( verglichen mit der Nach-Viottischen ) nationalen französischen Schule des Violinspiels betrachtet. Für die Geigerwelt im allgemeinen ruht seine Bedeutung hauptsächlich in seinen 24 Matinées oder Capricen für Violine, welche bis zum heutigen Tage ihren gesicherten Platz in dem Unterrichts-Pensum eines jeden Geigers haben. Der Komponist soll sie in seinem 73. Lebensjahre geschrieben und selbst gespielt haben. In diesem Falle muss seine Geschicklichkeit in der Tat ganz bedeutend gewesen sein, da dieselben für die linke Hand manches jüngeren Spielers technische Nüsse mit harten Schalen sind.
3Gaviniés wurde am 11. Mai 1728 in Bordeaux geboren. Über seine erste Jugend weiss man nichts. Vielleicht war er sein eigner Lehrer und bildete später seinen Stil durch Anhören von italienischen Meistern oder durch Umgang mit denselben. Sicher ist, dass er im Alter von 13 Jahren in Paris in einem „concert spirituel“ erschien und allgemeines Aufsehen erregte. In der Folge übernahm er die Direktion dieser Konzerte, und bei der Gründung des Pariser „Conservatoire de musique“ 1794 trat er eine Violin-Professur bei dem Institute an. Er starb am 9. Sept. 1800 von jedermann geliebt, verehrt und bewundert. Unter seinen zahlreichen Schülern sind die bekanntesten L’Abbé Robinau*) und Capron, der Lehrer von Marie Alexandre Guénin (geb. 1744 gest. 1829).
5Französische Violinisten von Ruf in ihren Tagen waren ferner: Hippolyte Barthéléémon (1741—1808), one of two readings
6Französische Violinisten von Ruf in ihren Tagen waren ferner: Hippolyte Barthéléimon (1741—1808), one of two readings
8*) In Alards Maîtres classiques durch ein Allegro vertreten.
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