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Scan 322

Von der Violine, 1906

10 lines. Read by computer on 3 September 2026. Printed page 284. See the scan on archive.org.

1Was es auch mit diesem bisher unbeachtet gebliebenen Pionier für die Violin-Pflege in England für eine Bewandnis gehabt haben mag, jedenfalls traf ihn der damals neunzehnjährige junge Purcell bei Roger North, und mit der Neugierde der Jugend und der Wissbegierde des Genies sog er aus ihm, dem ungewöhnlichen, interessanten Italiener die Kenntnis der Hauptelemente der italienischen Sonatenform, in welche Purcell dann später das feine flüssige Gold seiner eigenen begeisterten Muse goss.
3Nach Signor Matteis Weggang scheint das professionelle Violinspiel in London wieder eine lange, ungestörte Ruhepause gehabt zu haben, oder es wurde hinter verschlossenen Türen gefördert, so dass sich dem musikalischen Forscher keine Gelegenheit bietet davon zu hören.
5Im Jahre 1713 erwähnt John Playford in seinem Unterrichtswerke, betitelt „Introduction to the skill of Musick“, die Violine noch in Verbindung mit den verschiedenen Violen-Arten. Er sagt darin unter Abschnitt II: — „Instruction and lessons for the treble, tenor and bass viols, and also for the treble violin“.
7Im Jahre danach, 1714, kam Geminiani nach London; und die weitere Geschichte des Violinspiels auf den britischen Inseln ist unzertrennlich mit den bereits erwähnten ausländischen Künstlern von Geminiani bis auf Spohr und unsere Tage verwachsen.
9Unter den englischen Geigern des 18. Jahrhunderts gebührt die Ehre der Anciennität Matthieu Dubourg (geb. 1703 in London). Er machte sein Debut als Knabe in dem überfüllten historischen „music-room“ von John Britton in Clerkenwell, indem er auf einem Stuhle stand um gesehen zu werden.

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