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Scan 363

Von der Violine, 1906

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1und jeder Qualität, der im Laufe der Zeit sich an-gehäuft hat und heute die technischen Berge bildet, welche der Schüler erklettern muss, ehe er in das jenseitige Tal der Vollendung hinabzusteigen hoffen darf.
3Von der lang hingestreckten Ebene dieser oder jener Elementarmethode bis zu den an- genehmen Vorhügeln von Mazas oder anderen Etuden, und von da — über die stattliche Kette von Kreutzers „zweiundvierzig“, Fiorillos „sechsunddreissig“ und Rodes „vierundzwanzig“ und immer höher hinauf, zu den öden, unwirtlichen Höhen von Gaviniés „Matinées“ — an Abgründen von Nervenermattung, sonnenlosen Schlünden der Entmutigung vorüber — immer weiter hinauf, bis die pfadlosen Gletscher von Paganinis Capricen und die höchsten Schneeregionen der Fugen von Bach erreicht und glücklich passiert sind — welch ein langer, langer Weg für den heutigen Schüler! — Glücklicherweise ahnt er davon nichts, wenn er auf diese seine technische Reise zieht; jungen und begierigen Augen scheinen ja die fernen Berge, die im Morgengold der Hoffnung ihnen entgegen- strahlen, immer nahe und leicht erreichbar.
5Der letzte und in seiner Art bewundernswerte Beitrag zur didaktischen Violinliteratur — eine Art St. Gotthardt oder Mont-Cenis Tunnel — sind die Werke von Ot. Sevcik, dem Lehrer unserer jüngsten Geigenberühmtheiten, Jan Kubelik, Kocian und Marie Hall. Wer diesen Werken eine genaue und vorurteilslose Durch- sicht gönnnt, muss zu der Überzeugung gelangen, dass hier ein Meister-Sinn und -Wille alle Tiefen der Violin- didaktik ergründet hat. Eine ganze darwinsche Welt

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