Bow & Bridge Violin and bow makers, as the old books printed them

Scan 150

Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904

21 lines. Read by computer on 27 September 2026, twice; the two readings disagreed in places. Printed page 128. See the scan on archive.org.

1Dechler s. Tecchler.
2Deckert, Beatus Friedrich Christian. — Grossbreitenbach. Geb. 17. October 1817, † 9. Juli 1882.
3Sohn und Schüler von Georg Nik. D. Er machte, wie sein Vater, Instrumente aller Art, kam ihm aber nicht gleich.
4Deckert, Georg Nikolaus. — Grossbreitenbach. Geb. 26. Februar 1772, † 7. Juni 1844.
5Ein vielseitiger Instrumentenmacher, der Anfangs Geigen, dann Guitarren und zuletzt Klaviere baute. Er erfreute sich eines gewissen Rufs, so dass ihn sowohl de Piccolellis als auch Fétis erwähnen. Seine Klaviere waren sehr billig und dabei gut. Seine erste Frau war eine geb. Schüller, seine zweite eine geborene Meiselbach. Er hatte sechs Töchter und einen Sohn, dieser wurde sein Nachfolger.
6De Clerq, Ch. — Oudenaarde. 1860. 1882.
7Ein Bürstenmacher, der aus Liebhaberei auch Geigen gebaut hat, die nicht schlecht sind.
8Decombe. — Paris. 1789. 1800.
9Er erwarb um 1789 das von der Wittwe fortgeführte Geschäft Salomon’s, in dem er vielleicht vorher schon als Werkführer thätig war. Er verlegte die Werkstatt und den Laden nach dem Quai de l’École No. 14 und im Jahre VII an die Ecke der École de Médecine. Er führte nunmehr das Schild: »A l’accord parfait«. Ob er je Geigen selbst gebaut hat, steht nicht fest, doch betrieb er einen ausgedehnten Musikalien- und Instrumentenhandel. — Nicht zu verwechseln mit Decomble.
10De Comble, Ambroise. — Tournay. 1740. 1770.
11Einer der berühmtesten vlämisichen Geigenbauer, der einer alten Musikerfamilie entstammte*). Er war jedenfalls auch selbst Musiker und ist als solcher in seiner Jugend als Stipendiat möglicher Weise nach Italien gekommen. Dass er aber ein Schüler von Stradivari gewesen sei, wie Fétis (der den Name irrig De Combre schreibt), behauptet, dagegen spricht sowohl die Arbeit De Comble’s, als auch die Zeit, in der er nachweisbar gelebt hat. Immerhin baute er nach italienischen Vorbildern, aber er war sorglos in der Wahl des Holzes, vernachlässigte alle Nebensachen und war unsauber in der Arbeit; dagegen war sein Lack meist gut. Er gab der Decke gerne einen gelben und dem Boden und den Zargen einen rothen Lack. Sein Patron ist eher gross als klein, die Wölbung flach, der Rand dick und die Einlage ungewöhnlich dünn. Der Ton ist fast immer voll und gut. Im Selhof’schen Auctionsverzeichniss (Haag 1759) werden Geigen und Violoncelli von ihm aufgezählt; ein Violoncell befindet sich aus der Snoeck’schen Sammlung (No. 587) in Berlin. Ein Streichquartett von ihm besass der Prinz Caraman-Chimay.
12Deconetti (Deconet), Giov. Battista. — Venedig. 1720. 1735.
13Der Name wird gewöhnlich Deconet geschrieben. Vielleicht war er der Vater des bekannteren Michele Deconet. Er wendet ähnliche Formen wie Nic. Amati an; nur zieht er eine höhere Wölbung vor.
15fait a Tournay par ambroise de comble 1755 one of two readings
17Gio. Bapt. Deconet fecit Venezia 17.. one of two readings
19(no line here) one of two readings
20*) Schon 1505 kommt ein Pieter de Comble als Trompeter vor.

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