Scan 213
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Flodström — Floreno.
3von 1751, es ist daher sicher ein Irrthum, wenn ihn Hart schon in das Jahr 1718 setzt. Er war ein geschickter Reparateur und auch seine Sackpfeifen (ein Modeinstrument jener Tage) und Leiern waren berühmt.
5Benoist Fleury, rue des Boucheries
6Faubourg St. Germain a Paris 1759
8Flodström, L. E. — Stockholm. 1897.
9Ein Dilettant, der 1897 in Stockholm recht brav gearbeitete Geigen ausgestellt hat.
11Floreno, Fiorenzo. — Bologna. XVIII. Jahrhundert.
12In der Art des Guidante, mit dem er oft verwechselt wird. Vidal liest «Florinus». (Vgl. auch das bei Giov. Floreno Gesagte.) Auch ein Antonio Fl. soll zur gleichen Zeit vorkommen.
14Florentus Florenus
15fecit Bononiae, an 17..
17Floreno, Giovanni Guidante. — Bologna. 1685. 1730.
18Ueber diese Familie herrscht viel Unklarheit, die dadurch noch vermehrt wird, dass schon in alten Zeiten die Zettel der einzelnen Mitglieder vielfach gefälscht, ihr Wortlaut miteinander vermengt wurde. Da auch die Geigen häufig gut nachgeahmt sind, ist es oft schwer, die echten von den unechten zu unterscheiden. Die besten Kenner unterscheiden jetzt Vater und Sohn, andere halten den sonst selten vorkommenden Vornamen Guidante für den Familiennamen, wozu die Zettel in der That auch verführen. Die Entscheidung könnte nur getroffen werden, wenn man möglichst viele, zweifellos echte Arbeiten gleichzeitig miteinander zu vergleichen in der Lage wäre. Die Geigen, die dem Vater zuzuschreiben wären, verrathen die Schule Amati's, die Arbeit ist manchmal ungenau, der Lack aber immer gut. Wenn man nicht annehmen will, dass er ein Alter von etwa 90 Jahren erreicht hat und Geigen mit seinem Namen und der Jahreszahl 1750 etc. für echt hält, so muss er ausser seinem Sohne Guidante noch einen mit ihm gleichnamigen Nachkommen gehabt haben, von diesem würde die Geige im Museum Kraus in Florenz herstammen. Auch nach rückwärts findet man unmögliche Jahreszahlen angegeben, so wurde 1898 in Köln eine Basslaute mit dem Zettel:
19Joannes Florenus 1590 in Cremona versteigert. Die Jahreszahl dürfte richtig gelesen 1690 geheissen haben, wie auch Cremona für Bononiae gelesen wurde.
21Joannes Florenus Guidantus Fecit
22Bononiae Anno 1731
24Floreno, Guidante. — Bologna. 1710. 1740.
25Unter den angedeuteten Voraussetzungen der Sohn von Giovanni Fl. Ein fleissiger Meister, von dem man Geigen aller Art und Lauten kennt. Er hatte sein eigenes, oft grosses Modell, das an deutsche Vorbilder erinnert, aber flache Wölbung, scharfe Ecken, oft sehr breite, am Boden, der meist aus einem Stück ist, schmälere Einlage. Trefflicher, dick aufgetragener Lack von grosser Feinheit und leuchtender Farbe (meist rothbraun auf gelbem Grund). Eine Bassgeige (oder Cello) von 1711 befand sich in der Selhof'schen Sammlung.
27Guidante Florenus
28fecit Bononae 17..
30Pergament.
32Florinus Guidantus Fecit
33Bononiae Anno 1710
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