Scan 367
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1König, Moritz. — New-York. 1890. 1900.
2Schüler seines Oheims E. Wilhelm Neumärker.
3Koennemann, Adolf. — Nordhausen a./H., Leipzig. Geb. 1851, † 3. Juli 1898 in Altona.
4Ein tüchtiger Chemiker, dessen Liebhaberei für das Geigenmachen ihn veranlasste, dem altitalienischen Geigenlack sein besonderes Studium zuzuwenden. Nach jahrelangen Versuchen gelang es ihm thatsächlich, einen Lack herzustellen, der sich durch aussergewöhnliche Geschmeidigkeit und Feuer auszeichnete und bei der Anwendung die Probe trefflich bestand. Von Allen, die sich mit der praktischen Lösung dieses Problems beschäftigten, erzielte er wohl die besten Ergebnisse.
5Köpff, Peter. — München. 1644. 1665.
6Er stand als Lautenmacher in hohem Ansehen und wurde viel beschäftigt. Seine Arbeit ist geschmackvoll und sorgfältig, aus edlen Hölzern etc. hergestellt und meist auch mit kunstvollen Verzierungen versehen. Eine Laute von ihm aus dem Jahre 1647 befindet sich im städtischen Museum Carolino-Augusteum in Salzburg. Auf seinen Zetteln erscheint sein Name manchmal auch »Khöpff« geschrieben. Seine Zettel sind mit Holztypen gedruckt.
7Körner, August, lebt als Geigenmacher in Brunndöbra.
8Koerner, Johann Christian. — Klingenthal. 1747. 1776.
9Er kommt im Innungskassenbuch in der Zeit zwischen 1747 und 1776 als Geigenmachermeister vor.
10Kötting, Werner. — Köln a./Rh. XVII. oder XVIII. Jahrh.
11Dieser Name findet sich in einer Laute des Darmstädter Museums (No. 484).
12Koeuppers s. Cuypers.
13Kofler, Josef. — Mittenwald. 1883. 1884.
14Er war nach Kriner's Abgang ein Jahr lang als Lehrer an der Mittenwalder Geigenmacherschule thätig und ist weiter nicht hervorgetreten.
15Kohl. — Steingrub b./E.
16Als Geigenmacher aus dieser Familie sind gegenwärtig thätig:
17Kohl, Erdmann.
18Kohl, Franz, war von 1886—1902 in Liebwerda ansässig.
19Kohl, Hugo.
20Kohl (Koll), Hans. — München. 1560, † nach 1599.
21Ein seinerzeit berühmter Lautenmacher, der im Dienste des bayrischen Hofes stand. In den Hofzahlamtsrechnungen (Kreisarchiv München) ist er vom Weihnachtsquaterember 1573 bis zum ersten Quartal 1599 nachweisbar und ist, wie es dort heisst, »hernach gestorben«. Vom Hofe wurde er vorzugsweise in den Jahren 1580—1583 beschäftigt. Um die Preisverhältnisse seiner Zeit anzudeuten, sei nebenbei erwähnt, dass ihm eine Laute vom Hofe gewöhnlich mit zwei Gulden bezahlt wurde. Vgl. Westenrieder, Beitr. III. S. 73, 75 u. 118.
22Kok, Gerrit. — Amsterdam. Geb. 4. December 1828.
23Schüler von L. Bernardel und Mitbegründer der am 6. März 1848 errichteten angesehenen Firma Gebr. Kok. Als Kenner und Reparateure haben sie ihre Hauptbedeutung erlangt.
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