Scan 436
Die Geigen- und Lautenmacher vom Mittelalter bis zur Gegenwart, 1904
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1Maucotel, Ernst. — Paris. Geb. 20. Juli 1867 in Mirecourt.
2Schüler von Paul Bailly und seines Oheims Salzard in Moskau, bei dem er von 1883—1891 arbeitete, hierauf war er mehrere Jahre als Gehilfe bei Hipp. Créthien-Silvestre und erhielt bereits im Jahre 1897 in Brüssel eine goldene Mitarbeiter-Medaille. Im Jahre 1900 nahm ihn H. C. Silvestre als Theilhaber auf. Er ist ein Grossneffe von Charles Ad. Maucotel.
4Maugin et Francois. — Lille. 1834.
5Händler, die auch Reparaturen annahmen, schwerlich aber selbst ausführten. Eine Guitarre mit ihrem Namen findet sich in der jetzt in Berlin befindlichen Sammlung Snoeck (No. 338).
7Maurizi, Francesco. — Appignano. Ende des XVIII. Jahrh.
8Seine Geigen zeichnen sich durch schöne Form und guten, braunen Lack aus.
10Maurizi, Brüder, gen. Pulghina. — Appignano, d’Ascoli Picene. XIX. Jahrh.
11Wahrscheinlich die Söhne von Francesco M. Sie betrieben die Landwirtschaft und benützten die freie Zeit, um Geigen zu machen. Namentlich fertigten sie ein bei den Bauern ihrer Heimath beliebtes Instrument, das dem Rebek sehr nahesteht, an.
13Mauro, Raffaele. — Catanzaro. 1865.
14In guten Guitarren findet man diesen Namen.
16Mauschner, Joseph, ist als Geigenmacher in Klinghart bei Wildstein i./B. thätig.
18Maussiell, Leonhard. — Nürnberg. 1708. 1757.
19Vermuthlich aus Böhmen eingewandert. Er folgte Stainer und Tecchler, arbeitete recht gut und wandte braunrothen Lack an. Statt der Schnecke schnitzte er gerne Frauen- und Löwenköpichen etc. und war auch als Zithermacher geschätzt. Eine Taschengeige im Germanischen Museum in Nürnberg enthält den Zettel:
21Leonhard Maussiell
22Nürnberg 1708
24es ist dies die früheste Arbeit, die mir von ihm vorgekommen ist. Die späteste ist eine Geige aus dem Jahre 1757, welche sich im Besitze des Benedictiner-Stifts St. Margaret bei Prag befindet. Eine Viola da Gamba (1743) von ihm ist im Germanischen Museum; eine Chorzither (1735) war in der Sammlung Hammer in Stockholm. Er schreibt den Namen Nürnberg gerne mit m (Nürnberg) und verwendet deutsche und lateinische Zettel, sowie manchmal auch die Brandmarke L. M. Dass er unter dem verballhornten Namen „Mansielli“ sogar schon zum Italiener gemacht wurde, sei nur Spasses halber erwähnt.
26Leonhard Maussiell Lautten und Geigenmacher im Nürnberg 1743
28Aus dem musikhistorischen Museum des Herrn Fr. Nicolas Manskopf in Frankfurt a. M.
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